Drei Palästinenser an Schweinegrippe gestorben

Im palästinensischen Westjordanland ist die Schweinegrippe erneut aufgetreten - bislang 40 Infizierte und drei Todesfälle

Ramallah - Drei Menschen seien in dieser Woche an dem H1N1-Virus gestorben und etwa 40 Erkrankte behandelt worden, bestätigte der palästinensische Gesundheitsminister Hani Abdin am Freitag. Man sehe dies jedoch bisher nicht als ungewöhnlich an. "Wir haben jedes Jahr Fälle von Schweinegrippe, seitdem das Virus bekannt ist." Labortests hätten die Ansteckung der Betroffenen bestätigt und man habe die Weltgesundheitsorganisation WHO informiert.

Bei den Todesopfern, alle Einwohner des nördlichen Westjordanlands, handelte es sich um Menschen mit schwachem Immunsystem und chronischen Krankheiten. Das jüngste Opfer sei eine schwangere 15-Jährige gewesen, die am Donnerstag gestorben sei, sagte Abdin. Die meisten anderen an der Schweinegrippe erkrankten Patienten seien inzwischen wieder genesen. Die Palästinenserbehörde stelle für ältere Menschen und Kinder unter fünf Jahren einen Impfstoff gegen das H1N1-Virus zur Verfügung.

Das H1N1-Virus hatte sich 2009 zunächst vor allem in Mexiko und in den USA rasant ausgebreitet. Im Juni 2010 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Seuche als eine globale Pandemie ein und wurde dafür heftig kritisiert. (APA/dpa, derStandard.at, 21.12.2012)

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