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Der autoritäre Chef des russischen Konfliktgebiets Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat eine nach seinem Vater benannte Zeitung dichtmachen lassen. Zuvor hatte die Chefredakteurin von "Put Kadyrowa" (Kadyrows Weg) auf einer live im Staatsfernsehen übertragenen Pressekonferenz Kremlchef Wladimir Putin gebeten, dem örtlichen Radiosender mehr Ausstrahlungszeit zuzugestehen. Offiziell begründete Kadyrow das Verbot damit, das Blatt trage illegal den Namen seines 2004 ermordeten Vaters. Chefredakteurin Belkis Dudajewa zeigte sich von der Entscheidung völlig überrascht.
Die Witwe von Achmat Kadyrow sei sogar als Gast zur Präsentation der Zeitung vor eineinhalb Jahren gekommen, sagte die Journalistin am Freitag der Agentur Itar-Tass. Kritiker werfen Ramsan Kadyrow schwere Menschenrechtsverletzungen vor.
Ihre Bitte an Putin am Vortag sei nicht provokativ gewesen, meinte Dudajewa. Durch die Schließung verlören nun zwölf Angestellte in dem von hoher Arbeitslosigkeit betroffenen Ex-Bürgerkriegsgebiet ihren Job. Dort sind zahlreiche Gebäude und Einrichtungen nach dem Tschetschenien-Krieger Achmat Kadyrow benannt, etwa der Flughafen, das Stadion und eine riesige Moschee. (APA, 21.12.2012)
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