Strengere Regeln für Anlageberater

Berater müssen bei jeder einzelnen Anlageempfehlung prüfen, ob das Produkt dem Ziel des Kunden entspricht

Wien - Für Finanzanlageberater gelten ab sofort strengere Regeln für Kundengespräche. Freitag veröffentlichte die Finanzmarktaufsicht (FMA) Leitlinien der europäischen Behörde ESMA, in denen erläutert wird, wie die sogenannte Eignungsprüfung abzulaufen hat. Diese ist die Basis für die Anlageempfehlung eines Kreditinstituts oder einer Wertpapierfirma.

Berater müssen bei jeder einzelnen Anlageempfehlung prüfen, ob das Produkt dem Ziel des Kunden entspricht. Dabei müssen etwa das Einkommen, die Erfahrungen mit Finanzprodukten und die Risikofreudigkeit berücksichtigt werden. Auch auf die fachlichen Qualifikationen der Kundenberater wird in den Leitlinien eingegangen.

Es handelt sich dabei um eine - strenge - Auslegung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) bzw. des österreichischen Wertpapieraufsichtsgesetzes (WAG) 2007, teilte die FMA am Freitag mit. (APA, 21.12.2012)

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