ARD-Vorsitzende will Gottschalk wieder auf die Samstagabendbühne holen

21. Dezember 2012, 13:53
  • Monika Piel verteidigt die Qualität der ARD-Talkschiene.
    foto: dpa/oliver berg

    Monika Piel verteidigt die Qualität der ARD-Talkschiene.

Geplante Gottschalk-Sendung in der ARD: "Nicht regelmäßig" - Schwache Quoten für Beckmanns Talkshow

Bei der geplanten Zusammenarbeit der ARD mit dem Entertainer Thomas Gottschalk (62) im Abendprogramm geht es um Einzelshows. "Es ist nicht an eine regelmäßige Sendung gedacht", sagte ARD-Vorsitzende Monika Piel in einem Interview mit dem Nachrichtenportal "DerWesten". "Im Augenblick wird bei verschiedenen Sendern an Konzepten gearbeitet." Die ARD sei mit Gottschalk "im Gespräch für Abendsendungen". Nähere Angaben machte sie nicht. Vor gut vier Wochen hatte Piel in einem Interview mit dem Magazin "Stern" gesagt: "Wir reden mit ihm über konkrete Pläne. Er soll wieder auf die Samstagabendbühne."

Gottschalk hatte nach seinem Ausstieg bei "Wetten, dass..?" Ende Dezember 2011 in der ARD zunächst eine Vorabendshow moderiert, die im Juni wegen miserabler Einschaltquoten eingestellt werden musste. Danach wurde er Juror in der RTL-Show "Das Supertalent". Ob er diesen Job im kommenden Jahr weitermacht, ist noch offen.

Beckmann im Qutoentief

"DerWesten" interviewte die WDR-Intendantin Piel (61) zum Ende ihrer zweijährigen Amtszeit als ARD-Intendantin am 31. Dezember. Piel verteidigte den Umfang der ARD-Talkschiene. "Die ARD hat kein Problem mit fünf Talkshows, weil die Zuschauer keins damit haben." Dass "Beckmann" nicht so viele Zuschauer habe, liege nicht an seiner Qualität, sondern am Sendeplatz. Reinhold Beckmann konkurriert seit seinem Wechsel vom Montag- auf den Donnerstagabend mit "Maybrit Illner" im ZDF.

Auf die Frage, ob "Beckmann" wegen der im Jahresschnitt schwächsten Quote von allen fünf ARD-Talkshows gehen müsste, sagte Piel: "Wir reden im Frühjahr darüber. Fast alle Verträge mit den Moderatoren laufen bis zum Ende nächsten Jahres. Das wäre für die Moderatoren nicht zumutbar, wenn sie jetzt schon wüssten, dass sie Ende nächsten Jahres aufhören müssten." Außerdem müsse man neben der Quote noch die Qualität im Auge behalten. "Und ich finde, Herr Beckmann macht wirklich gute Talkshows. Er hat sich inhaltlich gesteigert." (APA, 21.12.2012)

Share if you care
7 Postings
Gotschalk könnte Ein Fall für Zwei übernehmen

Das ständige Gequatsche auf Deutschlands Sendern ist schwer auszuhalten.

Er hat sich gesteigert. Was für ein Lob.

Das Gottschakl darf nicht sterben

Gottschalks Niveu ist es aber schon.

beckmann

die sendung ist wirklich schwach geworden... und das neue studio ist grässlich!!!

Gottschalk wieder ins.. ernsthafte Absicht?

Die bei der Reduzierung des Bildungsangebots der ARD, bes. des WDR's, überaus erfolgreiche Piel hat natürlich recht! Neben Plasberg & Co. braucht es natürlich noch mindestens einen qualifizierten, amtlich bestellten, Blubberschwätzer mehr- wie würde man sonst dem transatlantischen Zuschauerverblödungsauftrag gerecht werden können! Jetzt, wo selbst Fussball nur noch begrenzt, im obigen Sinne, verwertbar scheint! Gibt es keinen geeigneten Job bei Desertec vor Ort für diese "Kulturschaffenden"?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.