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Gießen - Die molekulare Aufklärung des Falles, an dem Alois Alzheimer die nach ihm benannte Krankheit vor über 100 Jahren zum ersten Mal beschrieben hat, ist jetzt Wissenschaftlern des Instituts für Humangenetik der Justus-Liebig-Universität Gießen in Zusammenarbeit mit dem Hirnforschungsinstitut der Universität Sydney gelungen. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit wurden kürzlich in der Facheitschrift "The Lancet Neurology" veröffentlicht.
Obwohl die Erkrankung bei etwa 95 Prozent der Fälle jenseits des 65. Lebensjahres beginnt - auch als Alzheimer-Variante mit spätem Krankheitsbeginn (late onset Alzheimer disease - LOAD) bekannt - erkranken rund 5 Prozent der Patienten bereits vor dem 65. Lebensjahr. Bei etwas weniger als der Hälfte dieser früh einsetzenden Variante (early onset Alzheimer disease - EOAD) liegt die Mutation in einem einzigen Gen zu Grunde, berichtet der Studienleiter Ulrich Müller von der Universität Gießen.
Ulrich Müller und seiner Mitarbeiterin Pia Winter ist es in Kooperation mit Manuel Graeber vom Brain and Mind Research Institute der Universität Sydney gelungen, aus von Alois Alzheimer - im Jahr 1906 - angefertigten histologischen Hirnschnitten die DNA zu isolieren.
Anhand dieser DNA haben die Wissenschaftler nach Mutationen in einem der bekannten, bei EOAD mutierten Gene gesucht. Sie wurden beim so genannten Gen Präsenilin 1 (PSEN1) fündig. Die Veränderung beeinträchtigt die Funktion eines Enzymkomplexes, von dem Präsenilin 1 ein Bestandteil ist. Die Mutation verändert die Funktion des Enzymkomplexes, die im Normalfall in der Spaltung von Eiweißen besteht, die zur Bildung von Amyloid-Plaques führen können. Amyloid-Plaques sind wiederum charakteristisch für die Alzheimersche Erkrankung. (red, derStandard.at, 21.12.2012)
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... aber sind Erkrankungen wie Parkinson und speziell Alzheimer nicht Paradebeispiele für Änderungen des Körpers, die im Lauf der Alterung auftreten?
Gesetzt der Fall, dass sich Leben beliebig (und beliebig jugendlich) verlängern lässt:
im Körper von 20jährigen aber mit der Lebenserfahrung von 150jährigen ??? oder 300jährigen ???
Vielleicht sollte soziologische Forschung einmal auf längere Sicht festhalten, was (auch "erfolgreiche" und "anerkannte") Menschen im Alter von 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, ... davon halten, wenn sie noch 10 Jahre leben könnten/müssten, noch 50, noch 100 Jahre ...
Hypothese: ältere Menschen würden es proportional zum Alter unerträglich finden, noch 100 oder 200 Jahre zu leben, auch ggf. im jungen Körper ...
Obwohl???
Obwohl ca. die Hälfte der Menschen weiblich sind, sind ca. die andere Hälfte männlich. (Unter Ausserachtlassung von Transgender, ...)
Obwohl das Glas dreiviertel voll ist, ist es ein viertel leer.
...
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