Zusammenstoß wegen Steuerprüfung in Athen

Um eine Steuerprüfung zu verhindern stellten sich Ladenbesitzer der Behörde in den Weg

Eine Steuerprüfung brachte am Donnerstag griechische Geschäftsleute in Athen auf die Barrikaden. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, rund 50 Ladenbesitzer warfen mit Steinen und gingen mit brennenden Müllbündeln auf die Polizei los. Die Händler wollten eine Steuerprüfung verhindern. Sie hatten Waren verkauft, ohne Rechnungen auszustellen und handelten teilweise mit gefälschter Ware.


Schon im August kam es zu einem Vorfall, bei dem die Polizei zwischen aufgebrachten Ladenbesitzern und Steuerbehörden einschritt.

Die Steuerflucht hat einen Anteil an den schweren finanziellen Problemen des Landes, die zu zwei Rettungspaketen seit 2010 geführt hat. Die griechischen Steuerbehörden stehen unter Druck, nachdem die internationalen Geldgeber von EU und IWF der Regierung Athens verlangt hatten, die ungenügende Steuereintreibung zu verbessern, damit es weitere Hilfsgelder geben kann. Die Regierung erklärte am Donnerstag, dass einige Leiter von Steuerbehörden ersetzt würden, weil sie nicht ihre gesetzten Ziele bei der Steuereintreibung erreichten. (APA, red, 21.12.2012)

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