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Twitter und SMS gefährden nach Meinung des Rechtschreibrats-Vorsitzenden Hans Zehetmair das deutsche Sprachgut. "Die deutsche Sprache wird immer weniger gepflegt", beklagte Zehetmair in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Das Deutsche verarme in den neuen Medien zu einer "Recycling-Sprache", werde immer mehr verkürzt und vereinfacht und ohne Kreativität wiedergekäut.
Der Sprachverfall betreffe vor allem die junge Generation. Das Vokabular der Jugendlichen sei bei SMS und Twitter generell sehr simpel, die Rechtschreibung fehlerhaft. "Alles ist super, top, geil, aber nicht mehr authentisch", kritisierte Zehetmair. "Ich will die moderne Technik nicht verurteilen, aber die Jugend darf sich von der schwindelerregenden Entwicklung nicht vereinnahmen lassen."
Ebenso leide die Verständigung unter Mitmenschen, wenn jeder mit seinem Handy in der Ecke sitze und nicht mehr mit anderen spreche, sagte der ehemalige bayerische Kultusminister: "Einer SMS mangelt es an Gefühl und Herzlichkeit." Auch die Anglizismen sind ihm ein Dorn im Auge: "Es hat nichts mit einem höheren Bildungsgrad zu tun, wenn man Wörter auf Englisch sagt, die man ebenso auch auf Deutsch formulieren könnte."
iPad, Twitter und das Kurzmitteilungsprogramm WhatsApp sollten Kinder daher erst benutzen, wenn sie schon gefestigte Deutsch-Kenntnisse hätten - unter 14 Jahren sind diese Kommunikationsmittel nach Ansicht Zehetmairs entbehrlich. "Wenn man stundenlang vor dem iPad sitzt, färbt das eben ab."
Der Vorsitzende des Rats für deutsche Rechtschreibung rief dazu auf, gutes Deutsch zu pflegen und wieder lebendig zu machen: "Wir müssen wieder um Worte ringen", so Zehetmair. "Wenn ein Arzt keine Operationen mehr durchführt, verlernt er sein Handwerk und der Patient leidet. Wenn man nur noch verkürzt kommuniziert, leidet die Sprache." Sprache dürfe kein "dürres Gerippe" sein, sondern müsse "als Schmuckstück gebraucht werden, mit Adjektiven verziert".(APA, 21.12.2012)
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mir persönlich fällt auf, dass es vielen jungen menschen schwer fällt komplizierte sätze mit viel inforamtionsinhalt zu konstruieren. ihr geringer wortschatz lässt keine flexibilität zu und zwingt sie, sich in mehreren worten auszudrücken.
Erstens heißt der Typ Elmayer. Zweitens ist Entwicklung ist Entwicklung tatsächlich etwas Gutes, die Verarmung der Sprache aber nicht nur unschön, sondern sie macht auch stumm. Ein größerer Wortschatz hilft beim differenzierteren Informationsaustausch. Wer weniger Wörter benutzt, kann auch nur weniger ausdrücken. Immer öfter heißt es dann zu recht: mir fehlen die Worte!
In einem der letzten Geo war ein wesentlich differenzierter Bericht über den Wandel der Sprache. Kernaussage war, dass die Sprache noch nie still gestanden ist,sich permanent verändert, und sogar früher sich wesentlich schneller verändert hat als heute...
Die tolle "neue Rechtschreibreform" aber nicht minder. Ich beschäftige mich wirklich intensiv und fast täglich damit und stoße immer wieder auf Unklarheiten und nicht Nachvollziehbares. Bestes Beispiel: Rad fahren, aber Eislaufen? Und da könnte ich noch zig andere Beispiele nennen.
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