Leitbörsen in Fernost schließen leichter

21. Dezember 2012, 13:37
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US-Haushaltsverhandlungen belasten auch Asien

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag leichter tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 99,27 Zähler oder 0,99 Prozent auf 9.940,06 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 153,49 Zähler (minus 0,68 Prozent) auf 22.506,29 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 15,04 Punkte oder 0,69 Prozent auf 2.153,31 Punkte.

Leichter schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.163,56 Zählern mit einem Minus von 11,96 Punkten oder 0,38 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 11,4 Zähler oder 0,25 Prozent auf 4.635,20 Einheiten.

Belastet von einem Rückschlag bei den Haushaltsverhandlungen in den USA haben die asiatischen Börsen am Freitag Schwäche gezeigt. In Washington drohen die Haushaltsgespräche zwischen Regierung und Kongress zu scheitern: In der Nacht zum Freitag war es dem republikanischen Verhandlungsführer John Boehner nicht gelungen, eine Mehrheit des Repräsentantenhauses hinter seinen Kompromissvorschlag zu bringen. Dies verringert die Chancen, dass die USA vor dem Jahresende die "Fiskalklippe" umschiffen können.

Zunächst freundlich in den Handel gestartet, setzte der japanische Nikkei 225-seine am Vortag begonnene Konsolidierungsbewegung am Ende dann doch fort. Wegen der Sorge vor der Fiskalklippe in den USA büßte er zum Schluss 0,99 Prozent auf 9.940,06 Punkte ein und fiel damit wieder unter die 10.000-Punkte-Marke zurück. Nach dem Regierungswechsel in Japan hat der Leitindex im Wochenverlauf aber dennoch zwei Prozent gewonnen. Seit dem Zwischentief von Mitte November beträgt das Plus fast 15 Prozent.

Auch der Yen setzte seine Gegenbewegung am Freitag fort: Da sein Anstieg die japanischen Ausfuhren teurer macht, gehörten Exportwerte erneut zu den Verlierern. Toyota-Papiere verloren beispielsweise fast zweieinhalb Prozent.

In Hongkong sank der Hang Seng um 0,68 Prozent auf 22.506,29 Punkte. Überflieger im Hang Seng waren China Resources Land mit einem Plus von 2,19 Prozent. Am unteren Ende der Skala waren Esprit zu finden, die einen Abschlag von 2,55 Prozent hinnehmen mussten. In China schloss der Shanghai Composite Index mit einem Minus von 0,69 Prozent oder minus 15,04 Einheiten bei einem Stand von 2.153,31 Zählern. In Singapur verlor der FTSE Straits Times Index 0,38 Prozent auf 3.163,56 Punkte.

Im australischen ASX-20 in Sydney, der mit einem Plus von 0,06 Prozent bei 2.854,20 Zählern schloss, konnten sich die Bankwerte behaupten. So notierten bei Handelsschluss Commonwealth Bank of Australia mit einem Plus von 0,80 Prozent, Westpac Banking mit einem Aufschlag von 0,77 Prozent und National Australia Bank mit einem Plus von 0,24 Prozent. Auf der anderen Seite waren Bergbau- und Minenwerte zu finden. Rio Tinto mussten ein Minus von 0,86 Prozent hinnehmen und BHP Billiton rangierten mit einem Abschlag von 0,92 Prozent am unteren Ende der Skala. (APA, 21.12.2012)

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