Euro etwas leichter

21. Dezember 2012, 17:19
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Stockende US-Haushaltsverhandlungen und gesenkte Bonität für Zypern belasten

Wien/Washington - Der Euro hat am späten Freitagnachmittag gegen den US-Dollar etwas leichter gegenüber dem heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) notiert. Gegen 17 Uhr notierte der Euro bei 1,3179 Dollar. Zu den übrigen Leitwährungen blieben die Abschläge minimal.

Die Sorgen um den US-Haushaltsstreit setzten die Gemeinschaftswährung zum Wochenschluss unter Druck, so Marktteilnehmer. Die Chancen auf eine baldige Einigung zwischen Regierung und Kongress sind deutlich gesunken, nachdem sich zuletzt nicht nur die Fronten zwischen den Parteien verhärtet hatten, sondern auch innerhalb der republikanischen Partei Unstimmigkeiten aufkamen. Zahlreiche Republikaner verweigerten ihrem Vorsitzenden John Boehner die Gefolgschaft bei einem Kompromissvorschlag in der Streitfrage um Steuererhöhungen für reiche Amerikaner.

Ins Blickfeld geriet außerdem wieder die Schuldenkrise in Europa. In der Nacht auf Freitag hat die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit für Zypern erneut um zwei Stufen auf CCC+ reduziert. Der Ausblick wurde mit "negativ" festgelegt. Zypern benötigt dringend finanzielle Unterstützung, insbesondere um seinen zu großen Bankensektor rekapitalisieren zu können. Zudem gibt es zunehmend Spekulationen um einen möglichen Schuldenschnitt, hieß es aus Händlerkreisen.

Das Londoner Nachmittags-Fixing für den Goldpreis wurde mit 1.651,50 Dollar/Feinunze ermittelt. Das Vormittags-Fixing lag heute bei 1.648,25 Dollar. Am Vortag wurde ein Nachmittags-Fixing von 1.650,50 Dollar festgestellt. (APA, 21.12.2012)

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