UN-Sicherheitsrat beschließt Militäreinsatz in Mali

21. Dezember 2012, 07:25

Mission soll unter afrikanischer Führung stehen - EU-Ausbildungstruppe soll unterstützen - Zunächst auf ein Jahr befristet

Bamako/New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat der Entsendung internationaler Truppen in das westafrikanische Land Mali zugestimmt. Die 15 Mitglieder des höchsten UNO-Gremiums nahmen am Donnerstag einen französischen Resolutionsentwurf einstimmig an.

Die unter afrikanischer Führung stehende AFISMA-Mission solle die Regierung Malis "mit allen notwendigen Mitteln" im Kampf gegen Terroristen und bewaffnete Rebellengruppen im Norden des Landes unterstützen, hieß es in der in New York verabschiedeten Resolution. Eine EU-Ausbildungstruppe soll den Einsatz unterstützen. Ziel ist es, den Norden des Landes wieder unter die Kontrolle der Zentralregierung zu bekommen.

Der UNO-Einsatz ist zunächst auf ein Jahr befristet und wird wahrscheinlich nicht vor September 2013 beginnen. Die Finanzierung des Militäreinsatzes ist noch offen.

Der deutsche UNO-Botschafter Peter Wittig bezeichnete die Entscheidung nach der Abstimmung in New York als "bedeutenden Schritt". Die Mission solle die Anstrengungen für eine politische Lösung ergänzen, die sich vor allem auf Verhandlungen im Norden des Landes, die Wiederherstellung der staatlichen Autorität über das gesamte Territorium und die Organisation von Wahlen konzentrieren müssten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warnte, dass die Friedenstruppe das Leiden der Bevölkerung nicht vergrößern dürfe. "Es liegt nun am UN-Generalsekretär, die richtigen Mitarbeiter zu entsenden, die Menschenrechtsverletzungen registrieren und dabei helfen, die Armee Malis und die Truppe entsprechend zu schulen", sagte ein Sprecher.

Die Friedenstruppe soll unter anderem die Verteidigungs- und Sicherheitskräfte der Übergangsregierung des westafrikanischen Landes dabei unterstützen, den Schutz der Zivilisten zu gewährleisten. Die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS hatte im Vorfeld um die Autorisierung einer Truppe von 3.000 Soldaten verschiedener afrikanischer Staaten gebeten.

Nach einem Militärputsch im März hatten radikale Islamisten den Norden des westafrikanischen Wüstenstaates erobert. Sie kontrollieren inzwischen zwei Drittel der Landesfläche. (APA/Reuters, 21.12.2012)

Nach einem Militärputsch im März hatten radikale Islamisten den Norden des westafrikanischen Wüstenstaates erobert.

Ist schon interessant was für Unterschiede gemacht werden.
In Syrien werden die radikalen Islamisten von der sogenannten Weltgemeinschaft unterstützt, in Saudiarabien haben sie die Macht und sind enge Freunde des Westens, in Afghanistan werden sie bekämpft und in Mali sollen sie demnächst bekämpft werden.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen radikalen Islamisten?

September 2013 ist logisch. Im Winter ist es dort zu kalt und die malischen Sommerferien will man auch noch abwarten.

Bis dahin gibt es Mali nicht mehr.

"und wird wahrscheinlich nicht vor September 2013 beginnen."

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