USA: 16-Jährige kündigte auf YouTube Sprengstoffangriff auf ihre Schule an

21. Dezember 2012, 06:19

Sie plante, "schwer zu verletzen, (...) zu töten" - Teenager ist in psychiatrischer Behandlung

Los Angeles/Chicago (Illinois) - Knapp eine Woche nach dem Massenmord von Newtown hat die Polizei im US-Staat Arizona eine 16-jährige Schülerin festgenommen, die offensichtlich einen tödlichen Angriff auf ihre Schule geplant hatte. Das Mädchen wurde am Donnerstag (Ortszeit) zu Hause in Mesa festgenommen, einem Vorort von Phoenix, wie der Sheriff des Bezirks Maricopa mitteilte. Demnach hatte die Jugendliche zuvor auf dem Online-Videoportal Youtube angekündigt, sie habe einen Plan, "schwer zu verletzen, (...) zu töten, Leute in meiner High School zu ermorden".

In der Botschaft erklärte die 16-Jährige demnach weiter, da sie an der Red Mountain High School als Lehrassistentin arbeite, werde niemand herausfinden, dass sie ihre Schule in die Luft sprengen wolle. Laut dem Sheriff von Maricopa informierte der Betreiber des kanadischen YouTube-Kanals, auf dem die Jugendliche ihre Botschaft veröffentlichte, die Polizei von Toronto. Diese kontaktierte die US-Behörden, die wenige Stunden später die Verdächtige in ihrem Haus stellten. Diese gestand bei einem Verhör, Urheberin der Botschaft zu sein.

Drei Gewehre im Haus

Im Haus der Familie befanden sich den Angaben zufolge drei Gewehre des Vaters. Nach Angaben der Eltern wurde ihre Tochter bereits psychiatrisch behandelt. Nachdem sie kürzlich nach den Waffen des Vaters gefragt habe, habe der Vater diese mit zusätzlichen Schlössern gesichert. "Wir haben sehr viel Glück gehabt, dass wir hier eine mögliche weitere Tragödie verhindert haben", erklärte Sheriff Joe Arpaio.

Verfrühte Ferien

Mehrere Schulen gingen aus Angst vor Nachahmungstaten des Amoklaufs von Newtown, aber auch unter Einfluss der derzeit florierenden Weltuntergangsszenarien vorzeitig in die Weihnachtsferien. So fiel im Bezirk Lapeer in Michigan am Donnerstag und Freitag der Unterricht aus, nachdem Gerüchte über Anschlagspläne in der Region aufgekommen waren. Auch im Bezirk Genesee wurden die Schulen an den beiden Tagen geschlossen, betroffen waren rund 75.000 Schüler.

Am vergangenen Freitag waren an der Sandy-Hook-Volksschule in Newtown 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der Täter, der zuvor zuhause auch seine Mutter ermordet hatte, tötete sich anschließend selbst. Sein Motiv ist noch immer unklar. (APA, 21.12.2012)

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16 Postings

Auch eine, die glaubte, man sei im I-Net anonym.

schulen sind nunmal sehr beliebt

Nach Angaben der Eltern wurde ihre Tochter bereits psychiatrisch behandelt. Nachdem sie kürzlich nach den Waffen des Vaters gefragt habe, habe der Vater diese mit zusätzlichen Schlössern gesichert.

Sehr gut, wenn die Eltern ihren Kindern richtig zuhören und mögliche Untaten schon im Vorfeld verhindern. Gut zu erfahren, daß es noch Waffenbesitzer mit Hirn und Verantwortungsgefühl gibt!!

Sheriff Joe Arpaio - das ist doch derjenige ... :)

Genau der!

Bei dem die Häftlinge viel frische Luft genießen und Idealfigur entwickeln, um es positiv auszudrücken.

und wo bleibt

"im Zimmer der 16-jährigen fand man Killerspiele, welche sie zu diesem Plan motivierten"

und außerdem dieser absatz hier: "Nach Angaben der Eltern wurde ihre Tochter bereits psychiatrisch behandelt."

was muss denn eigentlich schief laufen, dass ein 16-jähriges mädel schon psychiatrische behandlung braucht? wer weiß ob die auch noch medikamente bekommen hat

Ich halte es für ein gutes Zeichen ...

... daß die Eltern die offensichtlichen Probleme nicht ignoriert haben und mit der Tochter zu einem Therapeuten gegangen sind.

Vermutlich könnte man einen großen Haufen Probleme lösen, wenn unsere Ärzte nicht nur Medikamente verschreiben, sondern auch mal mit ihren Patienten REDEN würden (und ZUHÖREN).

und wenn die eltern

der grund für die probleme sind?......

"und wenn die eltern der grund für die probleme sind?......" Dann haben wir bereits in Newtown gesehen, was passieren kann. Ein junger Mann hat dort seine Mutter erschossen (und dann unschuldige Kinder). Trotzdem, oder gerade deswegen hätte er behandelt gehört.

ich glaube eltern die so ein verhalten erkennen, sind selten probleme. denn es bedeutet so viel dass sie ihre tochter kennen, und das sind selten schlechte eltern. denk ich zumindest.

Für diesen (höchst wahrscheinlichen) Fall scheint es mir immer noch als "gut", daß die Tochter behandelt wird.

Ich denke, daß viele Menschen mit "kleinen" Problemen nicht ahnen, was für Leid sie sich selbst und ihrer Umgebung damit antun. Jeder Mensch reagiert auf Belastungen anders. Die einen schlucken es runter bis sie platzen. Die anderen reagieren sofort und gelten als asozial. Die meisten sind irgendwo dazwischen und explodieren vielleicht von Zeit zu Zeit aus scheinbar unmotivierten Gründen.
Wer nie über seine Probleme gesprochen hat sollte es definitiv einmal versuchen ...

gar nix - du brauchst nur einen gigantischen aparat der die gesetze, dogmen und lebensweisen bestimmt, und davon lebt kindern medikamente und behandlungen zu verkaufen um sie zu dauerkunden zu machen (pharma), einen anderen der davon lebt das konenfutter der zukunft durch möglichst frühes konfrontieren mit möglichst großer brutalität zu züchten (hollywood), einen weiteren der davon lebt schusswaffen an möglichst viele menschen zu verkaufen, und einen weiteren, der davon lebt den menschen möglichst viel angst zu machen, sie zu verunsichern und fortlaufend zu verblöden (medien) - und schon geht das wie von alleine, und das geliste ist, daß die leute selber dafür bezahlen

ich versteh net warum du dafür rot kriegst..

der prozent-anteil der menschen, die täglich psychopharmaka schlucken müssen oder in psychiatrischer behandlung sind, weil ihnen unsere perverse vorstellung einer genormten gesellschaft das gefühl gibt, irgend einen fehler zu haben, wird in den kommenden jahren nur noch weiter zunehmen.

die frage war rhetorischer natur btw, aber man sieht dass es für den großteil der leser hier gut war dass es gesagt wurde ;)

Die Rosabrillen-VerkäuferInnen werden das halt nicht gerne lesen :-)

Auch Kinder und Jugendliche können bereits psychische Probleme haben. Schizophrenie z.B. tritt häufig zuerst in der Pubertät auf. Ob und welche Behandlung bei dem Mädchen im Vorfeld tatsächlich notwendig war, kann ich nicht beurteilen, vor Ferndiagnosen will ich mich sowieso hüten. Wenigstens scheinen die Eltern in diesem Fall reagiert zu haben, sodass sie zumindest nicht an die Waffen zu Hause kommen konnte (ich weiß - SOLLTE selbstverständlich sein. aber.) ...

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