"What Happiness Is": Wenn das Glücksministerium anklopft

20. Dezember 2012, 18:47
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Harald Friedls Dokumentarfilm "What Happiness Is" führt nach Bhutan

Für manche kommt das Glück aus der Steckdose: Elektrizität und ein Handymast, sagt eine junge Frau, das mache sie glücklich. Wenn man später verstreute kleine Siedlungen sieht und das teils schwer zugängliche Gelände, dann kann man die große Bedeutung dieser Errungenschaften ein wenig ermessen.

What Happiness Is heißt der neue Dokumentarfilm von Harald Friedl (Aus der Zeit). Man begleitet darin Ministerialbeamte und -beamtinnen, die über Monate durch Bhutan im Himalaya reisen, um Befragungen durchzuführen, aus deren Ergebnissen dann das Bruttonationalglück erhoben wird.

Die Kamera ist auf diesen Reisen eine ruhige, teilnehmende Beobachterin - bei der mitunter länger dauernden Suche nach den per Zufallsprinzip ermittelten Interviewpartnern und bei den Sitzungen, in denen anhand eines umfangreichen Fragebogens versucht wird, Lebensumstände, Zufriedenheit und die Wünsche der Bürger herauszufiltern.

Man gewinnt überraschende Eindrücke, einzig die Off-Stimme irritiert immer wieder ein wenig. (irr, DER STANDARD, 21.12.2012)

  • 249 Fragen zum individuellen Glücksempfinden.
    foto: thimfilm

    249 Fragen zum individuellen Glücksempfinden.

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