Bankenabgabe kostete RZB 168 Millionen Euro

20. Dezember 2012, 16:28
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In Österreich und CEE - Aktienmarkt derzeit nicht optimal für Uniqa-Börsegang

Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB), Mutterkonzern der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI), beziffert die Kosten für die Bankenabgaben im heurigen Jahr auf 168 Millionen Euro. Davon sind 114 Millionen Euro in Österreich fällig, 26 Millionen in Ungarn und 28 Millionen in der Slowakei. Für 2013 rechnet RZB-Chef Walter Rothensteiner mit Bankenabgaben in der Höhe von 200 Millionen Euro. "Auf Dauer kann man die Belastungen nicht wegstecken", betonte Rothensteiner. Die Abgabe in Österreich müsste so schnell wie möglich fallen, oder zumindest reduziert werden.

Festhalten am Ungarn-Geschäft

Aus Ungarn will sich Raiffeisen trotz der dortigen Turbulenzen nicht zurückziehen. "Wir versuchen Ungarn um jeden Preis zu halten", betonte Rothensteiner. Man versuche dort die Kosten und Verluste so weit wie möglich zu reduzieren. Seit 1987 ist Raiffeisen in Ungarn vor Ort. Derzeit hat die Bank dort 3.000 Mitarbeiter, in Boomzeiten waren es noch 4.000.

In Österreich will die RZB die Raiffeisen-Finanztöchter, unter anderem Raiffeisen Leasing und die sektoreigene Bausparkasse, näher an sich binden. Bis zum Sommer 2013 soll ein Konzept stehen, wie die Eigentümerstruktur der Beteiligungen "optimiert" und die Profitabilität erhöht werde, sagte Rothensteiner.

Künftig sollen die Beteiligungen mehrheitlich der RZB gehören, derzeit halten die Raiffeisen-Landesbanken die Mehrheit. "Es gibt weder Beschlüsse noch besondere Aktivitäten im Moment", wies der RZB-Chef konkrete Pläne zurück. Ob es zu einem Mitarbeiterabbau kommen werde, wollte er nicht kommentieren.

Nicht an Hypo-Teilen interessiert

Der für 2013/2014 geplante Börsegang der Raiffeisen-Versicherung UNIQA - das sogenannte "Re-IPO" - ist für Rothensteiner derzeit noch nicht auf der Agenda, weil die Situation auf den Aktienmärkten noch nicht optimal sei. "Derzeit tut sich noch nicht genug." Die Geschäftsentwicklung der Uniqa hingegen "macht Freude", betonte er.

Rothensteiner erklärte erneut, nicht an den Töchtern der notverstaatlichten Kärntner Hypo in Osteuropa und Italien interessiert zu sein. "Das ist kein Thema."

Die geplante Einführung strengerer Kapitalanforderungen für Banken (Basel III) erwartet der RZB-Chef mit Ende 2013. Er könne sich eine Etablierung während des Jahres nicht vorstellen, weil dies für das Banken-Rechnungswesen und die Bilanzerstellung eine Katastrophe wäre. (APA, 20.12.2012)

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