Frau stieg auf A1 aus Auto: Von nachkommendem Wagen getötet

20. Dezember 2012, 16:10

29-Jährige starb auf dem Weg ins Spital

Haid/Wien - Eine 29-Jährige ist Donnerstagvormittag bei einem Unfall auf der Westautobahn (A1) bei Haid (Bezirk Linz-Land) getötet worden. Die Frau war nach einem vergleichsweise harmlosen Zusammenstoß ausgestiegen, um den Schaden zu begutachten. Ein nachkommender Lenker konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf die Unfallwagen auf. Die 29-Jährige wurde zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt und so schwer verletzt, dass sie wenig später im Spital starb, teilte die Pressestelle der Polizei Oberösterreich mit.

Die 29-Jährige war von Wien Richtung Salzburg unterwegs. Als um kurz vor 8.30 Uhr vor ihr plötzlich zwei Fahrzeuge abbremsten, reagierte sie zu spät und fuhr auf den Wagen eines 23-Jährigen auf. Sie stieg aus und ging zwischen ihrem und dem anderen an dem Unfall beteiligten Pkw durch. In diesem Moment krachte ein 57-Jähriger in das Auto der Frau. Sie wurde zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt.

Die Frau wurde noch ins Linzer Allgemeine Krankenhaus eingeliefert, erlag dort aber wenig später ihren schweren Verletzungen. Die beiden anderen beteiligten Lenker blieben unverletzt. An allen Fahrzeugen entstand erheblicher Schaden. (APA/red, 20.12.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 217
1 2 3 4 5
...

Eigentlich dachte ich dass Der Standard eine renommierte österreichische Zeitung ist. Dem ist anscheinend nicht so. Denn wenn man an die Familie, Freunde, Kollegen usw. denkt dann sollte man wissen dass es pietätlos ist Leuten die Möglichkeit zu geben unnötige Kommentare zu posten. Die Tatsache an sich ist schon tragisch genug und sollte nicht die Möglichkeit bieten dass sich andere, unwissende, Leute den Kopf darüber zerbrechen was in diesem Fall richtig und falsch gewesen wäre!

Mag ja sein, ich bin tot, obwohl

ich alles richtig gemacht hab, oder ich bin tot, weil ich einige Regeln nicht beachtet hab, ....

Egal.

Ich bin fest davon überzeugt, wenn ich Sicherheitstipps beachte, hab ich mehr Chancen.

Ich hatte vor 18 Monaten nachts einen Unfall auf einer Autobahn, der schuldtragende Lenker stieg aus, und lief im Schock zu mir zurück, ohne Warnweste, nur in Sorge um die Insassen meines Fahrzeuges.
War sein 1. Unfall, er hatte (meineMeinung) eigentlich Glück den zu überleben.
Ich bin erst ausgestiegen, nachdem ich die Polizei gerufen hatte, nachdem ich den Lenker in mein Fahrzeug (über die Beifahrerseite) gebeten hab und mit ihm das weitere Vorgehen, absichern, abgesprochen hab.

Aussteigen, nach einem Unfall auf der Autobahn ist lebensgefährlich!

Eines ist jedenfalls klar:

Weil man im Schock meist vieles, evt. alles automatisch falsch macht,

ist es doch hilfreich, wenn man sich Tipps anderer (auch hier im Forum) anhört, drüber kurz oder länger nachdenkt, im Geist sozusagen eine Unfallsituation durchspien.

Betroffenheit

lepo84
21.12.2012, 07:13

Ich lese seit langer Zeit Postings auf dieser Seite.
Jetzt muss ich zum ersten Mal feststellen wie verletzend diese sein können, wenn man selbst betroffen ist.
Wir machen uns heute auf den Weg in die Pathologie des Linzer AKHs und werden eine Person vorfinden, die wir nicht mehr fragen können was sie sich dabei gedacht hat.
Sie hat wahrscheinlich in der Situation nicht wie eine Maschiene funktioniert, sondern wie ein Mensch reagiert. Falsch? Ja, vielleicht.

Lassen Sie sich von den Trollen hier nicht verbiegen

Für den Tod der Frau ist allein der 57-Jährige verantwortlich, der in die Unfallstelle gekracht ist!

Andere Fahrer konnte ausweichen, er nicht.
Warum? Schaßaugat? Telefonierend? Reaktionszeit wie ne Schnecke? Zugedröhnt?

Er wird angeklagt wegen fahrlässiger Tötung - leider bei unserer Kuscheljustiz nur bedingt verurteilt mit ner klitzekleinen Geldstrafe.

Wenigstens sollte sich die Familie der 29-Jährigen, insbesondere wenn Kinder da sind, dem Strafverfahren anschließen und im Zivilverfahren den Todeslenker für seinen Fehler finanziell bluten lassen was nur geht!!!

Wäre die junge Frau nicht zuerst einem anderen Kfz

hineingefahren, wäre sie dort gar nicht gestanden. Ihre wilde Schuldzuweisung können Sie sich daher sonstwohin stecken. Wir haben hier zwei Mitschuldige. Selbstverständlich wird der Lenker bedingt, wenn auch zu einer Freiheitsstrafe, verurteilt werden, wenn er nur einen Fahrfehler zu verantworten hatte und nicht einschlägig vorbestraft ist. Dass es Ihnen so sadistischen Spaß machen würde, ihn finanziell bluten zu sehen, ist erschreckend. Falls Sie es wirklich nicht gewusst haben, bei solchen Unfällen blutet die Haftpflichtversicherung, und sonst niemand.

"andere Fahrer konnten ausweichen -er nicht", das ist so wier in der Formel 1, manche fliegen von der Piste, andere nicht.

Ihr Post ist genauso verunglimpfend wie andere auch, von Schuld zu reden wird nachher festgestellt, zu verurteilen ist Aufgabe der Trolle, sie tun es sogar ohne Einsicht in nähere Umstände

Sie gehen einen Schritt weiter und wissen von der Anklagsschrift. Das ist nun Holler und Phantasterei.

Ihr Gedanke weitergestrickt bedeutet , auch die junge Frau war bei dem Auffahrunfall abgelenkt

Ich verstehe sehr gut, was Sie meinen; dennoch sollte man das geschriebene nicht zu persönlich nehmen. Viele der Schreibenden hier schreiben stellvertretend und aus deren Sicht der Dinge. Niemand hier denk ich verurteilt wissentlich, aber so mancher hier ist betroffen, sich die Situation stark vergegenwärtigend

Ich weiß, dass ein Forum kein Ponyhof ist. Aber muss man jeden gedanklichen Abfall ungeprüft in die Tasten hauen? Muss man?

Und der Darwin-Award geht an ……… !

einfach den mund halten

tut auch mal gut.

Sicherheitsabstand ? Warnweste ? Pannendreick ? Wurden das Alles eingehalten ? Trotz allem mein beileid den Hinterbliebenen.

vor allem die warnweste hätte extrem gut gegen den aufprall geschützt

NIEMALS in so einer Situation aus dem Auto steigen -

Aussteigen schon, aber dann schnell hinter die Leitplanke und nicht nur genau dahinter sondern wenn möglich auch noch einige Meter weiter weg.

Ggf. schon, aber dann presto über die Leitschiene.

Im Auto kann es auch lebensgefährlich werden, wenn etwa ein Lkw nicht mehr bremsen kann.

natürlich aussteigen!

vor allem aber das fahrzeug, wenn es sich noch irgendwie bewegt, sicher am pannenstreifen abstellen. mit einem kurzen blick auf den ankommenden verkehr das fahrzeug verlassen und hinter der leitplanke in sicherheit bringen. erst nachdem man halbwegs überblick über die situation hat, an absicherungsmaßnahmen denken. alles andere ist grober unfug.

sondern?

zuerst schauen - dann wagen verlassen - auf den pannenstreifen gehen oder noch besser über die leitplanke steigen - dann übersicht verschaffen - lenkerIn des ersten fahrzeuges ersuchen pannendreieck aus dem auto zu holen - gegen die fahrtrichtung eine ausreichend lange strecke gehen - pannendreieck aufstellen. dann kommt der rest.

Und wenn das Pannendreieck im Kofferraum der ersten Autos ist, hat man genau die Situation, die der Artikel beschreibt. Bis darauf, dass es diesmal der andere Autobesitzer ist.
Wie krieg ich denn das Pannendreieck von hinter der Leitplanke aus dem Auto?

NAch einem Unfall mit 130 haben's andere Themen als das Pannendreieck aufzustellen.

Im Schockzustand sind's nicht klar denkfähig, und sollten vor Allem mal schauen dass sie aus dem Weg kommen.

Es gibt ja auch nachfolgende Fahrzeuge die nicht reingefahren sind - die können jka ihrer Verpflichtung zur Hilfeleistung nachkommen und dann ihr Pannendreieck aufstellen.

Es ist ja eben nicht der Sinn, zu dem Sachschaden auch einen Personenschaden dazu kommen zu lassen, weil man im Schock wirr herumläuft.

eben

und waeum schlägt der vorposter vor niemals auszusteigen?

bitte den vorposter fragen - kann nur davon schreiben was ich in vergleichbaren situationen schon gemacht habe.

und das alles im schock nach einem unfall....
hört sich in der theorie halt einfacher an als es dann ist

ach das sind hier nur wieder Foren-Helden und pure Theorie ... wenn einem wirklich sowas passiert, sieht die Sache dann gleich ganz anders aus. Der Wahnsinn dabei ist halt, dass der eine den Unfallwagen reingefahren ist.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 217
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.