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Innsbruck/Wien - An der Universitätsklinik in Innsbruck sorgt eine versteckte Überwachungskamera in einem Brandmelder seit rund einer Woche für Aufregung. Einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins "profil" zufolge sollen Patienten der Urologie auf dem Weg zur Toilette, in den Operationssaal und in jenes Zimmer, in dem Männer sich zur Spermienabgabe zurückziehen, gefilmt worden sein. Der Vorsitzende des Betriebsrats für das wissenschaftliche Personal der Med-Uni, Martin Tiefenthaler, bestätigte dies am Donnerstag und bezeichnete die Überwachung als "paranoides Führungsverhalten der Tilak". Die Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH (Tilak) brachte die Kamera nach Botox-Diebstählen an.
"Das ist für mich inakzeptabel. Das ist so was von abwegig, dass ich keine Worte dafür finde", meinte Tiefenthaler sichtlich aufgebracht. Er habe, nachdem er über die Existenz dieser Kamera in Kenntnis gesetzt wurde, die Bundesdatenschutzkommission in Wien darüber informiert. Mitarbeitern der Urologie sei die Kamera vor rund einer Woche aufgefallen. "Ich gehe davon aus, dass die Kommission angibt, dass sie bis dato keine Meldung darüber hatte", sagte der Personal-Betriebsrat. Normalerweise müssten derartige Installationen gemeldet werden. Einer Überwachung des Spitalspersonals müsse der Betriebsrat zustimmen.
Nach Rücksprache mit dem Rektor der Medizinischen Universität, Herbert Lochs, habe dieser gesagt, nichts davon gewusst zu haben. "Und auch von unserer Seite gibt es keine Zustimmung", fügte Tiefenthaler hinzu. Bereits vor Jahren habe es einen ähnlichen Vorfall mit einer Überwachungskamera im Eingangsbereich gegeben, weshalb der Betriebsrats-Vorsitzende dieses Verhalten als "leider symptomatisch" bezeichnete.
In einer ersten Stellungnahme sagte ein Sprecher der Tiroler Landeskrankenanstalten, dass die Kamera nach Botox-Diebstählen, die sich seit längerem zutragen würden, installiert worden sei. "Botox ist ein Giftstoff und ist in den falschen Händen lebensgefährlich", führte Johannes Schwamberger aus. Deshalb habe der Security-Manager nach Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten der Tilak und dem Zentralbetriebsrat die Kamera montiert. Damit werde der Eingang zum OP überwacht. "Niemand bekommt die Patienten zu Gesicht", versicherte er. Das Band werde im 48-Stunden-Modus überspielt. Lediglich im Falle eines Diebstahls werde es gestoppt und ausgewertet. Einsicht hätte neben dem Security-Manager nur eine Person vom Betriebsrat.
"Ein solches Vorgehen schreit nach personellen Konsequenzen, die Geschäftsleitung der Tilak hat nach einer solchen Vorgehensweise geschlossen zurückzutreten", forderte die FP-Gesundheitssprecherin, Dagmar Belakowitsch-Jenewein in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Fehler zu machen sei eine Sache, diese aber mit lächerlichen Begründungen zu rechtfertigen, mache diesen Fehler noch gravierender, meinte sie.
Diese "illegal montierte Kamera" stelle Belakowitsch-Jeneweins Aussage nach eine schwere Gefährdung der Intimsphäre von Patienten, aber auch von Mitarbeitern, dar. "Dieses Vorgehen damit zu entschuldigen, dass es zu Diebstählen im Operationssaal gekommen sei, schlägt dem Fass den Boden aus", fügte die freiheitliche Gesundheitssprecherin hinzu. Sie bezeichnete die "sonderbaren Vorgänge in Innsbruck" als Ungeheuerlichkeit.
Geht es nach dem Grünen Landtagsabgeordneten Georg Willi sei der "Preis" bei diesem Vorgehen ein hoher, nämlich die Verletzung der Intimsphäre. "Eine solche Geschichte klingt wie eine von Räuber Hotzenplotz", erklärte der Tiroler Politiker in einer Aussendung. Jeder wisse, dass in den OP nur jene Personen kämen, die über entsprechende Zutrittsberechtigungen verfügten. "Die Tilak-Verantwortlichen unterstellen mit ihrer Argumentation, dass das eigene Personal klaut. Ein wüster Vorwurf", meinte Willi. Für ihn sei die Argumentation in jedem Fall fadenscheinig, "weil es leicht möglich wäre, Botox in einen Kühlschrank wegzusperren." (APA, 20.12.2012)
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Kameras aufstellen um Diebstaehle aufzudecken ist eine gute Idee. Man weiss, z.B., in welchem Zeitraum Botox gestolen wurde und kann dann anhand der Kamera feststellen wer im Raum war.
Darauf kann die Polizei geziehlt ermitteln.
Die Frage ist immer, was passiert mit den Bildern im Normallfall. Wenn die Antwort "garantiert gar nichts" dann kommt die Frage "was passiert mit den Bildern wenmn sie nicht mehr gebraucht werden". In diesem Fall werden sie in 2 Tagen geloescht.
Das finde ich voll in Ordnung. Abspeichern "auf ewig" oder eine andere Verwendung (z.B. feststellen wann Leute mit der Arbeit beginnen) sind nicht zulaessig. Dagegen muss man kaempfen.
Bravo an das Spital; ihr habe es richtig gemacht.
Schämen sollten sie sich. Wenn das Zeug gefährlich ist, dann gehört flott die Polizei informiert. Statt Kamera zu installieren kann die Verpackung der Medikamente präpariert werden, sodass die Schuldigen dann schnell ausfindig gemacht wären, es kommt ja nur ein kleiner Kreis in Frage. Wenn der auch rechtens ran darf, ist das leider auch mit Kamera nicht zu lösen.
Kleines Einmaleins, das seit ewig z. B. bei Schwundgeld aus Kassen angewendet wird.
Die selbst ernannten Nick Knattertons sollen wenigstens den Blödsinn der Aktion zugeben.
...ein Bergvolk von Opportunisten, Neidhammeln, Denunziaten und rückwärtsgewandten geizigen, rassistischen Touristensklaven die die Berg-Isel-Niederlage bis heute nicht verwunden haben. Hofer und Speckbacher - die ersten Taliban kamen aus Tirol. Und die ÖVP und ihre verbandelten Organisationen wie TILAK, TIWAG, Bauernbund und Agrargemeinschaften ist die Taliban-Nachfolgeorganisation, seit über 60 Jahren legal gewählt an der Macht und ein Ende ist nicht abzusehen.
Nehme nicht an dass das durch die Zensur kommt. Im Falle doch - Danke lieber Standard. Wollte ich schon lange loswerden.
...aber es gibt wohl keinen Platz auf der Welt wo so krampfhaft dran festgehalten wie sauber man wohl ist und es gibt keinen Platz auf der Welt, nicht einmal in den konservativsten Gesellschaften in denen eine einzige Partei mit Ausnahme der Kommunisten in China und Nordkorea ohne Unterbrechung 60 Jahre lang an der Macht waren. Die nahöstlichen Islamdiktaturen eingeschlossen. So gesehen ist Tirol in guter Gesellschaft. Entsprechend schwer ist der Filz aufzubrechen und es wird wohl nur mittels einer Revolution gelingen. Nur diesmal mit der Tastatur statt mit Heu- und Mistgabeln.
...vergessen Sie bei dieser Aufzählung nicht das Tiroler Landesgericht und die Justizanstalt in Völs! Mir hat ein deutscher Rechtsanwalt davon berichtet, dass ein (ebenso deutscher) Mandant von ihm, der dort knappe 2 Monate in U-Haft saß, ehe er unschuldig freigelassen wurde, ihm erzählt habe, dass dort vor allem ausländische Gefangene von Gruppen von Justizwachebeamten krankenhausreif geschlagen wurden. Der deutsche Anwalt war vollkommen entsetzt über die Zustände dort und hat angemerkt, dass es in D bei solchen Vorkommnissen sofort Anklagen hageln würde. In Tirol wird alles hinter einer Mauer des Schweigens, der Vertuschung und der Lüge gehalten. Widerlich.
...wundert mich nicht. Die Justiz in allen Bereichen in Tirol hat seit Blutrichter Freissler im 3. Reich nicht allzuviel dazugelernt und ist nur Erfüllungsgehilfe des regierenden faschistoiden Klüngels. Es ist wirklich wie sie sagen widerlich und mir tut es im Herzen weh, dass ich in meiner sonst wunderschönen Heimat nicht nur keine seelische Heimat finde, sondern nach über 50 Jahren aufgegeben habe dort danach zu suchen.
Das begehrte Botox sicher aufzubewahren (versperrbare Behältnisse sind ja schon ein paar Jahre erfunden) kam wohl niemanden in den Sinn. Wird ja hofffentlich einen Giftsschrank im KH geben, oder liegt Morphium, Codein usw in der Klinik zur freien Entnahme ungesichert herum?
Werden ja hoffentlich nicht Ärzte und Primari verdächtig sein sich das Botox zu greifen, zum pfuschen eventuell. Würde aber eh auffallen wenn unter Weihnachtsbaum die gesamte Verwandt- und Bekanntschaft mit aufgespritzen Lippen a la Frau Schiller beim Festmahl sitzt.
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