Der "Salz-Effekt" schadet auch Kindern

Zu viel Salz lässt schon bei Kindern und Jugendlichen den Blutdruck steigen. Das zeigt eine deutsche Studie. Worauf man vor den Feiertagen achten sollte

Dass zu viel Salz der Gesundheit nicht zuträglich ist, ist bekannt. Wie sehr Salz bereits Kindern und Jugendlichen zusetzen kann, schon weniger. Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund zeigt nun die langfristigen Folgen des Salz-Effekts: Demnach neigen Kinder, die schon früh viel Salzhaltiges essen, nachweislich zu Übergewicht.

Besonders stark ist dieser Effekt bei bereits übergewichtigen Teenagern, heißt es in der Untersuchung. "Fast Food, Knabbereien wie Chips und gesalzene Nüsse, viele Fertiggerichte, Wurst und Käse sind stark gesalzen", so der deutsche Kinderarzt Ulrich Fegeler. Vor allem zu den Feiertagen wird Derartiges gerne gegessen oder zum Fernsehen gereicht.

Salzfallen meiden

Hier sollten Eltern und Erziehungsberechtigte vorsorgen und Vorbild sein: Am besten ist es, Salzfallen wie Chips und Co gar nicht erst zu kaufen: Kinder, die ihre Eltern nicht beim unbedachten Snacken sehen, lernen dieses Essverhalten nicht als Normalität kennen. Vorbeugen sollte man auch beim Würzen: Studien haben gezeigt, dass Kinder, die von klein auf lind gewürzte und mild aromatisierte Speisen essen, weniger leicht eine Vorliebe für stark Gesalzenes und Gewürztes entwickeln.

"Deshalb sollten Kinder nicht überwiegend salzreiche Nahrungsmittel verzehren und vermeiden, Gerichte zusätzlich zu salzen", rät Fegeler. Ein Schulkind zwischen sieben und zehn Jahren benötigt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag nur etwa 460 mg Natrium und 690 mg Chlorid. Das entspricht etwa einer Messerspitze Salz täglich. (red, derStandard.at, 20.12.2012)

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