Tausende demonstrierten gegen Uni-Politik der ungarischen Regierung

20. Dezember 2012, 13:37
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Vor der Kundgebung hatte die Regierung den Plan für die Einführung von Studiengebühren zurückgezogen

Budapest - Tausende Schüler haben am Mittwoch in Budapest erneut gegen die Hochschulpolitik der rechts-konservativen Regierung demonstriert. Die hauptsächlich aus Mittelschülern bestehende Menge zog vom Sitz der Ungarischen Akademie der Wissenschaften im Stadtzentrum zur Margarethenbrücke. Die Redner verlangten eine gesicherte Finanzierung und Perspektiven für die Hochschulen und Universitäten. 

Zuletzt wollte die Regierung Studiengebühren einführen und Geld aus dem Hochschulsektor abziehen. Seit vergangener Woche gehen daher Schüler und Studenten in Budapest und anderen Städten auf die Straße. Auf einer Kabinettssitzung vor der Protestkundgebung am Mittwoch ließ die Regierung den Plan für Studiengebühren fallen. Fragen der Finanzierung blieben allerdings offen. 

"Staatsfron" könnte gegen EU-Recht verstoßen

Unnachgiebig zeigte sich das Kabinett bei einer anderen Forderung der Schüler und Studenten. So soll die Regelung bleiben, die künftig vorsieht, dass Uni-Absolventen die Studienkosten zurückzahlen müssen, wenn sie später im Ausland arbeiten. Die von den Schülern und Studenten "Staatsfron" genannte Regelung könnte gegen die in der EU gewährleistete Freizügigkeit verstoßen. (APA, 20.12.2012)

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