Stadt-Casinolizenzen gehen an Casinos Austria

20. Dezember 2012, 16:14
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Wie erwartet haben die Casinos den Zuschlag bekommen. Konkurrent Novomatic geht leer aus

Wien - Endlich ist es so weit: Die Konzessionen für die sechs Spielbanken in österreichischen Städten bleiben wie erwartet in Händen der Casinos Austria. Knapp vor dem Ablauf der alten Lizenzen zu Jahresende hat das Finanzministerium den Zuschlag für das sogenannte Stadtpaket erteilt. Am Donnerstag wurde der entsprechende Bescheid erlassen, teilte das für Glücksspiel zuständige Finanzstaatssekretariat am Donnerstag mit. Der zweite Bewerber, der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic, ist somit leer ausgegangen.

Die Casinos Austria hingegen sind naturgemäß "sehr erfreut". Man liege in den wichtigsten Kriterien "doch deutlich vor dem Mitbewerb", meint Casinos-Boss Karl Stoss am Donnerstag.

15 Jahre lang gültig

Die neuen Lizenzen gelten ab dem 1. Jänner 2013 für 15 Jahre. "Die Konzessionen enthalten die Berechtigungen, an den Standorten Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Graz, Linz und Wien je eine Spielbank zu betreiben", so das Finanzressort.

Es bleibt somit alles beim Alten respektive den sechs bestehenden Standorten der Casinos Austria.

Novomatic-Kritik

Die Ausschreibung der Konzessionen hat im Vorfeld für massive Kritik gesorgt. Die Vergabebedingungen seien zu sehr auf die bisherige Glücksspielmonopolistin, die Casinos Austria, zugeschnitten, so der - freilich stets vehement bestrittene - Hauptvorwurf.

Novomatic hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Vergabe juristisch bekämpfen zu wollen und hat daher zwei Töchter ins Rennen um das Stadtpaket geschickt. "Wir werden den Bescheid im Umfang von 575 Seiten analysieren und Ende Jänner über die weitere Vorgangsweise entscheiden", teilte Novomatic am Donnerstag mit. Man behalte sich eine Beschwerde gegen die Paketlösung beim Verfassungsgerichtshof vor.

Finanzministerium verteidigt Paketlösung

Paketlösung hat das Ganze deswegen, weil alle sechs Spielbanken auf einmal vergeben wurden. Das Finanzministerium hat kein Problem damit und weist in einer Aussendung darauf hin, dass "selbst wenn die Standorte einzeln erteilt worden wären, die Erstantragstellerin (die Casinos, Anm.) sowohl bei den Auswahlkriterien als auch bei den einzelnen Standorten immer die beste Ausübung der Konzession erwarten lässt, sodass selbst ohne Paketierung kein anderes Ergebnis erzielt worden wäre". (APA, 20.12.2012)

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