Neuer Sicherheitsdirektor Kogler betont Menschenrechte

20. Dezember 2012, 13:09
7 Postings

Steirer reagiert laut Innenministerin Mikl-Leitner "in kritischen Situationen sensibel" - Keine konkreten Pläne

Wien - Der Steirer Konrad Kogler ist neuer Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. Bei seiner Amtseinführung am Donnerstag in der Wiener Herrengasse nannte der 48-Jährige die "Achtung der Menschenrechte und deren Verwirklichung" als zentralen Bestandteil seiner neuen Tätigkeit. Bisher hatte Kogler die Gruppe "Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz" im Innenministerium geleitet.

Cyberkriminalität, Migration und die demografische Entwicklung seien Aufgaben, die eine Vernetzung über die Ressortgrenzen hinaus erforderten, sagte Kogler, der die Nachfolge des Ende November pensionierten Herbert Anderl am 1. Jänner antreten wird.

"Persönlichkeit, die in kritischen Situationen sensibel reagiert"

Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist Koglers Bestellung das "beste Beispiel, dass man es vom Inspektor bis zum Generaldirektor schaffen kann", und somit für die Durchlässigkeit im Ministerium. "Professionalität, Innovation und ein offenes Ohr für die Menschen" nannte Kogler selbst als seine Eckpfeiler.

Besonderes Lob bekam Kogler in Mikl-Leitners Rede für seine Rolle bei der Strukturreform der Sicherheitsbehörden nach "100 Tagen Landespolizeikommando". Er erfülle perfekt das Kriterium, eine Persönlichkeit zu sein, die in kritischen Situationen sensibel reagiere. Konkrete Pläne nannte Kogler am Tag seiner Amtseinführung noch nicht, es gelte, den "soliden Weg weiterzugehen".

Kogler stammt aus dem Bezirk Hartberg in der Steiermark und begann seine Laufbahn 1984 als Sicherheitswachebeamter in der Bundespolizeidirektion Wien. Er war unter anderem im Rahmen des "team04" an der Umsetzung der Wachkörper-Zusammenführung beteiligt. (APA, 20.12.2012)

Biografie

Konrad Kogler hat seine Karriere bei 1984 bei der Bundespolizeidirektion Wien als Sicherheitswachebeamter begonnen. Neben seiner Tätigkeit bei der Exekutive schloss der am 3. Oktober 1964 in St. Lorenzen am Wechsel geborene Steirer zwei Studien ab. 2002 absolvierte er an der Universität Wien mit einer Fächerkombination mit Schwerpunkt
Rechtswissenschaften den Magister der Philosophie - 2007 beendete er an der Fachhochschule Wiener Neustadt das Masterstudium "Personalmanagement- und Organisationsentwicklung".

1997 führte Koglers Karriere von der Bundespolizeidirektion Wien dann ins Innenministerium zum ehemaligen Gendarmeriezentralkommando, wo er bis Februar 2000 tätig war, ehe er ins Burgenland wechselte. 2002 bis 2003 war
er Bezirksgendarmeriekommandant in Neusiedl am See, von 2003 bis 2005 stellvertretender Landesgendarmeriekommandant für das Burgenland, und ab Juni 2005 stellvertretender Landespolizeikommandant.

2008 wurde der damalige Brigadier Sektionsleiter-Stellvertreter der Sektion II in der Generaldirektion für die Öffentliche Sicherheit. Davor war der Wahl-Burgenländer anlässlich der Fußballeuropameisterschaft EURO-Sprecher des Innenministeriums. Mit 1. Jänner 2011 wurde Kogler zum Leiter der Gruppe Organisation, Dienstbetrieb und Einsatz bestellt.

Nachlese

Innenministerium sucht den Supergeneral

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Konrad Kogler, der neue Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner bei der Ernennung am Donnerstag.

    Share if you care.