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Die jahreszeitlich bedingte Zunahme von Sonnenstunden steht im engen Zusammenhang mit dem erstmaligen Auftreten Bipolarer Störungen. Das belegt eine vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden koordinierte Studie.
Die Wissenschaftler der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie haben dazu die Daten von rund 2.400 Patienten aus 24 Städten in 16 Ländern ausgewertet. Dabei fiel auf, dass in bestimmten Orten - etwa Los Angeles, Oslo oder Santiago de Chile - Bipolare Störungen in einem signifikant geringeren Lebensalter beginnen.
Beim Abgleich mit Wetterdaten der amerikanischen Weltraumbehörde NASA fanden die Forscher heraus, dass in diesen Ländern oder Regionen, also Kalifornien, Norwegen oder Chile, im Frühjahr eine überdurchschnittlich starke Zunahme der täglichen Sonneneinstrahlung auftritt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift "Bipolar Disorders" veröffentlicht.
Das Klischee des immer fröhlich-entspannten Kaliforniers hält einer medizinischen Betrachtung nicht stand: Denn im Westen der USA entspricht der Anteil der Menschen mit behandlungsbedürftigen Depressionen dem Landesdurchschnitt. Bei bipolaren Störungen steigt das Risiko einer frühen Erkrankung in Los Angeles sogar: Diese werden in der Altersgruppe der bis zu 25-Jährigen durchschnittlich mit 18,90 Jahren erstmals diagnostiziert.
In Würzburg dagegen liegt das Einstiegsalter bei 22,37 Jahren. "Mit unserer Studie konnten wir erstmals zeigen, dass Umweltfaktoren wie ein jahreszeitlich bedingter, starker Anstieg der Sonnenstrahlung eine Rolle bei der Entstehung seelischer Erkrankungen spielt", sagt Bauer.
Die Erkenntnisse der Studie geben nicht nur Hinweise zur möglichen Gefährdung junger Menschen, sondern sie helfen auch bereits Erkrankten und deren Therapeuten, besser mit der seelischen Störung umzugehen. "Dieses Wissen kann nun zum Beispiel in Schulungsprogramme einfließen, um die Patienten dafür zu sensibilisieren, dass sie in dieser Jahreszeit stärker auf die Anzeichen manischer Episoden achten und sich frühzeitig um Hilfe bemühen", so der Mediziner.
Obgleich die Studie Daten von 2.414 Patienten aus drei Kontinenten analysiert hat, wollen die Wissenschaftler diese Erkenntnisse auf eine noch breitere Datenbasis stellen. Deshalb bereiten sie derzeit eine weitere Untersuchung vor, in die auch Regionen und Patientendaten aus Afrika und Asien einfließen sollen. (red, derStandard.at, 20.12.2012)
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da werden NASA-Studien verwendet, die überhaupt nicht berücksichtigen wie hell es in den Städten tatsächlcih ist. Das hängt nämlich vom Bewuchs und von der Reflexion der Häuser ab. Oslo mit seinen dunklen Häusern und Nadelbäumen schluckt wohl relativ viel von der Extraportion Licht.
was sich die wissenschaftlicher so zusammenreimen? mich macht das fehlen von sonne depressiv, und in finnland fällt während der wintermonate ein ganzes land in depression. mir reicht schon die nebelsuppe in den wintermonaten im wiener becken. da soll mir einer sagen, dass es mir in kalifornien noch schlechter gehen würde...
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