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Tim Cook hat nach dem Führungswechsel bei Apple durchaus Potential bewiesen. Anders als Jobs ist er aber kein Visionär, sondern ein erfahrener Betriebswirt und Technologe.
Barack Obama ist zwar "Person of the year 2012" geworden, wenn es nach dem "Time Magazine" geht, doch Apple-CEO Tim Cook hatte ebenfalls gute Chancen auf diesen Platz. Immerhin ist er neben Mohamed Morsi und Fabiola Gianotti "Runner-up" in der Wertung geworden, was man in seinem Fall als Drittplatzierung ansehen kann.
Eine erstaunliche Leistung für den Apple-Chef, denn wie "Time" richtig schreibt, gab es in Apples Historie kaum einen Chef-Wechsel ohne einen internen "Bürgerkrieg". Auch, wenn Steve Jobs sich einen reibungslosen Führungswechsel gewünscht hat, war der Wechsel in der Chef-Etage durchaus mit Problemen besetzt. Vor allem, weil Cook eine völlig andere Persönlichkeit hat als Steve Jobs.
Im Gegensatz zu Jobs ist Cook ein vorhersehbarer, ruhiger und ausgeglichener CEO, der sich im Gegensatz zu Jobs verstärkt um die Finanzen des Unternehmens und Aktionäre kümmert. Kurz vor Steve Jobs' Tod war das Unternehmen 351 Milliarden US-Dollar wert, jetzt liegt der Marktwert bei etwa 488 Milliarden US-Dollar. Allein die Cash-Reserven des Unternehmens betragen etwa 120 Milliarden US-Dollar.
Tim Cook hat sich aber von Jobs' Führungsstil verabschiedet und geht seinen ganz eigenen Weg: Weniger offensiv. Laut "Time" war Jobs auch immer stark dahinter, Cook seinen eigenen Weg gehen zu lassen. "Er wollte nicht, dass Apple dasselbe passiert wie Disney nach dem Tod von Walt Disney", so Cook. Und dies macht sich auch in der Politik des Unternehmers bemerkbar, denn eine Reise nach China nach dem medialen Aufschrei bezüglich Arbeitsbedingungen bei Foxconn erstaunte Kritiker und Analysten gleichermaßen.
Nach seinem Industrial Engineering Studium 1982 war Cook 12 Jahre bei IBM, wo er sich um die Produktion und den Vertrieb kümmerte, über sein Privatleben spricht er ungern. Nach seiner Karriere bei IBM war Cook bei Intelligent Electronics und 1997 bei Compaq als Vice President tätig. Kurz nach seiner Ankunft bei Compaq wollte ihn Apple abwerben. Aber Cook war unsicher, denn zu diesem Zeitpunkt verlor Apple etwas mehr als eine Milliarde US-Dollar an Marktwert. Doch Jobs konnte Cook überzeugen und nach nur wenigen Tagen trat er seinen Posten als Vertriebschef an. Auch für einen genialen Betriebswirt war es eine große Herausforderung, das Supply Chain Management von Apple in die Hand zu nehmen.
Tim Cook hat es geschafft, zahlreiche Produkte problemlos zu launchen, den Umsatz am chinesischen Markt um 10 Milliarden US-Dollar zu steigern und sich um die mediale Aufmerksamkeit rund um Foxconn zu kümmern. Einzig der misslungene Start von Apple Maps brachte Cooks in die Bredouille, doch Cook hatte die Größe sich öffentlich zu entschuldigen und auf Produkte der Konkurrenz zu verweisen.
Dennoch, so "Time", ist der Glaube an Apple etwas im Wanken. Seit September ist die Aktie etwas instabil, wobei die konkreten Gründe nicht völlig bekannt sind. Analysten sind sich nicht einig, ob es Apple Maps ist oder Apple einfach seinen Innovations-Zenit überschritten hat. Andere hingegen sind weiterhin der Ansicht, dass Apple unterbewertet sei. Cook ist kein Visionär, aber ein CEO mit Zukunftsplänen. "Ich arbeite seit 15 Jahren bei Apple, also ist mir das Unternehmen nicht fremd. Ich will nicht sagen, dass es vorhersehbar ist, was passiert. Es war immer schon unvorhersehbar", so Cook gegenüber „Time". Auf die Frage, ob noch etwas kommt, das den Markt aufmischt, entgegnet Cook: "Ja. Ja, mit Sicherheit." Ob das eventuell in der bereits berüchtigten TV-Sparte sein wird, bleibt abzuwarten. (red, derStandard.at, 20.12.2012)
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1. Der Aktienkurs wird stark durch den Spekulationshandel bestimmt und hat mit dem substantiellen Wert einer Aktie nicht viel zu tun. Im Anbetracht der mächtigen Feinde die sich Apple gemacht hat...
2. Neue Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen, hat nichts mit stehlen zu tun. Die Technologie war längst da, aber keiner hat es sich vor Jobs getraut, bzw. hat es geschafft sie erfolgreich zu vermarkten.
Ich bin bei weitem kein Apple Fan und Steve Jobs war ein intoleranter Arsch, aber seine Visionen kannst du im Produktdesign der Apple-Konkurenz sehen. Egal ob Tastatur Design, Laptop Design, iPod, Monitor Computer, Mac Mini, iPhone, iPad...
Der Aktienkurs hat mit dem Wert einer Aktie nichts zu tun? Ich geh mal davon aus, dass sie den "substantiellen Wert" des Unternehmens meinen.
Das blöde ist nur, dass es da halt auch 1 Mio. verschiedener Kennzahlen gibt wie man den messen könnte - der No.1 Vergleichswert ist aber halt der Börsemarktwert... und da ist Apple momentan eben wieder etwas am Sinken.
Das eigentlich Wichtige: So fucking what? Das hat weder kurz- noch mittelfristig irgendwelche Auswirkungen auf die Produkte der Firma und solange man nicht so dämlich ist und all sein erspartes in ein Nur-Apple-Aktien-Portfolio investiert hat kanns einem echt völlig egal sein...
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