Fernost-Leitbörsen schließen mehrheitlich höher

20. Dezember 2012, 12:12
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Exportwerte unter Druck

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich mit etwas höheren Notierungen tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio gab 121,07 Zähler oder 1,19 Prozent auf 10.039,33 Punkte ab. Der Index konnte nicht von den beschlossenen Lockerungsmaßnahmen der Bank of Japan (BoJ) profitieren.

Die übrigen Leitbörsen Asiens schlossen dagegen mit Kursgewinnen. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 36,41 Zähler (plus 0,16 Prozent) auf 22.659,78 Einheiten. Der Shanghai Composite erhöhte sich um 6,11 Punkte oder 0,28 Prozent auf 2.168,35 Punkte. Auch der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss bei 3.175,52 Zählern mit einem Plus von 16,95 Punkten oder 0,54 Prozent und der All Ordinaries Index in Sydney gewann 13,4 Zähler oder 0,29 Prozent auf 4.646,60 Einheiten.

Die Bank of Japan (BoJ) hat bei ihrer jüngsten Zinssitzung weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen beschlossen und damit die Erwartungen der Börsianer erfüllt. Weitere zehn Billionen Yen sollen in die Wirtschaft des seit vielen Jahren in einer Spirale aus Rezession und Deflation gefangenen Landes gepumpt werden. Insgesamt steigt der Stimulus der Notenbanker damit auf 101 Billionen Yen.

Indessen lasteten mangelnden Fortschritte im US-Budgetstreit etwas auf der Stimmung der Investoren, so Marktteilnehmer. Unternehmen, welche einen Gutteil ihrer Umsätze in den USA erzielen, schlossen mit Kursverlusten. Dementsprechend gaben Samsung 0,79 Prozent auf 1.503.000,0 Won ab. In Hongkong fielen Techtronic Industries um 2,99 Prozent auf 16,92 Hongkong-Dollar. Im Zuge eines wieder steigenden Yen standen auch japanische Exportwerte unter Druck, hieß es. So sackten Canon um 2,89 Prozent auf 3.355,0 Yen ab und Sony verloren um 1,60 Prozent auf 921,0 Yen.

Von den Lockerungsmaßnahmen der BoJ konnten indessen Bankwerte profitieren, hieß es aus Marktkreisen. Die Titel von Mitsubishi UFJ Financial Group, Japans größtem Kreditinstitut, legten 1,15 Prozent auf 440,0 Yen zu. Auch Sumitomo Mitsui Financial Group erhöhten sich bis Handelsschluss um 0,83 Prozent auf 3.035,0 Yen.

Dagegen büßten Mitsubishi Motors 5,49 Prozent auf 86,0 Yen ein. Wie bereits am Mittwoch bekannt geworden war, muss der Autohersteller rund 1,2 Millionen Kleinwagen in die Werkstätten zurückrufen. Grund seien Probleme mit der Motoröldichtung. Nissan Motors rutschten an das Ende des Nikkei-225 Index um 7,35 Prozent auf 782,0 Yen ab, nachdem die Analysten von Nomura Holdings ihre Empfehlung für die Titel nach unten geschraubt hatten. (APA, 20.12.2012)

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