Spieleplattform Steam öffnet sich für alle Linux-User

Fast 40 Games stehen zum Start der öffentlichen Beta bereit - 2013 soll der Big Picture-Modus starten

Valves populäre Spieleplattform Steam ist nun in einer öffentlichen Beta-Version für Linux erhältlich. In einer Aussendung verwies der Hersteller auf das Forum und bittet um Feedback. Empfohlen wird der Einsatz von Ubuntu 12.04.

Spiele für Linux

Linux-Spielern stehen über Steam mittlerweile 39 Games zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem "Team Fortress 2", "World of Goo" und "Seriious Sam 3: BFE". Neben der Veröffentlichung zusätzlicher Inhalten will Valve im kommenden Jahr die Linux-Testphase abschließen und den Wohnzimmer-freundlichen Modus Steam Big Picture für das offene Betriebssystem herausbringen.

Große Pläne

Valve hat auf lange Sicht große Pläne mit Linux. Das Unternehmen sieht in der Plattform einen Weg, sich von Windows loszulösen und bei der Arbeit an konsolenähnlichen Steam-PCs unabhängiger aggieren zu können. Derzeit ist der PC-Spielemarkt komplett auf Microsofts Windows-Systeme ausgerichtet. Nur ein Bruchteil der Spiele erscheint auch für Mac und Linux. Valve befürchtet, durch die zunehmende Zentralisierung der Online-Vertriebswege proprietärer Betriebssysteme wie Windows 8, Mac OS X oder auch iOS und Windows Phone, an Boden zu verlieren. (zw, derStandard.at, 20.12.2012)

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Naja, Fakt ist, dass Computerspiele eine nicht unwesentliche Rolle bei der Verbreitung und Nutzung von Windows hatten. Ob sich das für Linux nun genauso wiederholt, kann man natürlich nicht prognostizieren.

Lustig ist allerdings, dass sich für den Gründer und Chef von Valve, Gabe Newell, die Geschichte fast zu wiederholen scheint. Als er noch bei Microsoft arbeitete, half er dabei Doom auf Windows zu portieren, weil Umfragen zeigten, dass viele Leute gerade deshalb weiterhin Dos nutzten, statt auf Windows umzusteigen. (Doom war damals sogar auf mehr Computern installiert als Windows.) Und jetzt macht er quasi das Selbe erneut mit Linux.

Valve hat nicht die Macht, nicht alleine. Die großen Publisher müssten mitziehen und linuxfähige Versionen ihrer Blockbuster herausbringen.
TF2 schön und gut, aber da müssten schon regelmäßig die ganz großen Veröffentlichungen dabei sein.

Es wird für die Publisher aber schwieriger, mit "unmöglicher Machbarkeit" oder "fehlendem Vertrieb" zu argumentieren.

Mit Unity, Unigine, Source, Unreal 3 u.a. sind reichlich Engines verfügbar, mit Steam die Plattform.

Auch das aktuelle Humble Bundle (http://humblebundle.com) beweist, dass das Konvertieren auf Linux weder Hexenwerk noch Mörderaufwand sein muss.

Das kommt jetzt nur auf den Absatz der Steam-Konsole an. Da werden die Publisher schon mitziehen.

Ein Spiel auf ein "standardisiertes" Linux zu portieren, also plattform abhängiger code, sind nur rund 10 % der Programmierleistung eines Projekts, die ohnedies nur rund 30 % eines Projekts ausmachen.

Das ist so komplett falsch. Frag die Experten von Aspyr oder Feral. Die Spiele verwenden fast ausschließlich die DX und das Portieren ist da ein Horror.

Inzwischen ist es ja so schlimm, dass die meisten Mac-Spiele ja nur noch mit middleware (wie Cider) versetzte Windows-Versionen sind.

Und wenn sich schon nicht der vergleichsweise riesige Mac-Markt für echte Portierungen rechnet, wie soll das beim kleinen Linux-Desktop was bringen?

Na no na ned. Dann sollen sie eben Spiele portieren, die auf plattformflexibleren Engines aufsetzen. Davon gäbe es ja durchaus auch noch genug.

Von den grossen fast kein einziges. der PC-spielemarkt ist im Vergleich zu Konsolen schon de fakto inexistent und jede Entwicklung dafür fast schon Luxus. Wer soll also an die Nischen Linux und MacOs in der Nische PC-spiele denken bzw. meinen das sie fiskal sinnvoll sind?

Da weiß es ja mal wieder jemand ganz genau... Richten sie das bitte ganz schnell auch der Zeit und einem Großteil der darin verlinkten Blogs, Unternehmen, etc. aus ;)
http://www.zeit.de/digital/g... ntwicklung

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