Akupunktur hilft gegen Falten

20. Dezember 2012, 11:31
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Schokolade macht Pickel, Kaffee schön und Rauchen alt - richtig oder falsch? Binsenweisheiten rund um das Thema Haut

Akupunktur hilft gegen Falten

Falsch. Gezielt gesetzte Akupunkturnadeln regen angeblich die Zellerneuerung an, verbessern das Hautbild und lassen Fältchen verschwinden. Helmut Rüdinger vom Vorstand der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur hält die Versprechungen für grenzwertig: "Es gibt keine einzige Studie, die belegt, dass Akupunktur Falten verschwinden lässt", sagt er. Nach der Akupunktur sehe man aber ausgeruhter aus.

Schwarzer Kaffee macht schön

Falsch. Zwar ist Kaffee unbestritten ein Muntermacher, der dank des Koffeins und zahlreicher Röststoffe sehr anregend wirkt. Schöner wird man davon aber nicht. Bei manchen Menschen führt Kaffee sogar zu innerer Unruhe und Rötungen im Gesicht. Die gute Nachricht: Kaffee ist doch nicht so ein Flüssigkeits- und Mineralstoffräuber, wie lange Zeit angenommen wurde. Eine neue Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beweist, dass Kaffee in der Flüssigkeitsbilanz des Körpers wie jedes andere Getränk dazu zählt. Und reichlich trinken ist das A und O für eine schöne Haut.

Rauchen macht alt

Richtig. Zigaretten sind neben zu viel Sonne der Beauty-Killer schlechthin. Die typische Raucherhaut ist faltig, fahl und grau. Die Durchblutung der Haut wird durch Rauchen gedrosselt und sie altert schneller, weil Nikotin das Kollagen zerstört. Studien zufolge wirken Tabakkondensate auch fototoxisch. Das heißt, Sonnenstrahlen wirken auf der Haut eines Rauchers stärker.

Je mehr, desto besser

Falsch. Ständig neue Präparate und Pröbchen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen können die Haut irritieren. Sie reagiert gereizt, rötet oder schuppt sich. Wer viele verschiedene Produkte benutzt, sollte nicht bei jedem eine andere Marke verwenden. Die meisten Hersteller bieten Pflegeserien an, die aufeinander abgestimmt sind. Das verträgt die Haut besser.

Schokolade macht Pickel

Richtig. Den Grundstein für die Entwicklung von Mitessern und Pickeln legen die männlichen Geschlechtshormone. Hyperglykämische Nahrungsmittel wie Schokolade regen die Androgenproduktion an. Es gibt also durchaus eine Korrelation.

Grüner Tee beugt Hautschäden vor

Richtig. In grünem Tee stecken viel Vitamin C und Betacarotin. Außerdem enthält er reichlich Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind starke Radikalenfänger. Äußerlich angewendet, in Form von Kompressen, verstärkt grüner Tee den Säureschutzmantel der Haut und wirkt entzündungshemmend und beruhigend. Gerbstoffe des Tees straffen die Haut.

Zitrone bleicht Sommersprossen

Falsch. Sauer macht nicht lustig und Zitronensaft lässt weder Sommersprossen noch Altersflecken verschwinden. Der Bleicheffekt von Zitronensaft ist minimal. Fruchtsäuren wie Zitronensäure werden zwar in Cremes und Peelings eingesetzt. Dabei geht es aber darum, die Haut zu glätten und zur schnelleren Zellbildung anzuregen. Fruchtsäuren können zudem die Haut reizen.

Karotten essen macht braun

Falsch. Erwachsene müssten dafür jeden Tag mehrere Kilogramm Karotten essen, um diesen Effekt zu erzielen. Mit Betacarotin in Pillenform ließe sich das zwar leichter erreichen, aber auch erst in hohen Dosen.

Ab 40 bringen Diäten Falten

Richtig. Weil die Haut nicht mehr so elastisch ist, haben Diäten unerwünschte Folgen. Schwinden die Fettpolster, bleibt die schlaffe Haut zurück. Besonders extreme Hungerkuren lassen das Gesicht dann viel älter erscheinen. Empfehlenswerter sind eine ausgewogene Ernährung mit wenig Fett und Gelassenheit gegenüber ein paar Pfunden zu viel.

Schwangerschaftsstreifen lassen sich vermeiden

Falsch. Die Ursache für Schwangerschaftsstreifen ist eine Kombination aus vererbter Bindegewebsschwäche und überdurchschnittlicher Gewichtszunahme. Frauen die eine genetische Veranlagung dazu besitzen, werden auch durch fleißiges Eincremen nicht verschont.

Immer mehr Erwachsene leiden unter Akne

Richtig. Experten schätzen, dass etwa 40 Prozent der Erwachsenen zwischen 25 und 40 Jahren an unreiner Haut und ihren Folgeerscheinungen leiden. Schuld daran sei vor allem Stress: Der nämlich löst im Körper den vermehrten Ausstoß von männlichen Hormonen aus. Diese stimulieren die Talgdrüsen und verursachen so die unerwünschten Pickel. (red, derStandard.at, 20.12.2012)

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