Boeing testet WLAN mit Kartoffeln

Das Gemüse soll Menschen simulieren, um elektronische Signale zu testen

Das US-amerikanische Luftfahrtunternehmen Boeing testet einem Bericht in der LA Times zufolge On-Board WLAN mit Gemüse. Boeing hat dafür 20.000 Pfund Kartoffeln angeschafft, also in etwa 9.000 Kilogramm. Das Knollengemüse soll Menschen an Board simulieren, damit die Reichweite von WLAN gemessen und getestet werden kann.

Kartoffelsäcke im Flugzeug

In den Testlabors des Unternehmens soll untersucht werden, ob das Signal durchgängig in der ganzen Kabine verfügbar ist ohne die Navigation und die Kommunikationssysteme im Flugzeug zu beeinträchtigen. Die elektromagnetische Strahlung, die bei einem Flug einwirkt, wird ebenfalls berücksichtigt.

Personenersatz

Die Kartoffelsäcke eignen sich deshalb so gut, weil sie menschlichem Gewebe bezüglich Absorption und Reflexion von elektronischen Signalen ähnlich sind. Ohne Kartoffeln müsste Boeing also zahlreiche Testpersonen finden, die wesentlich teurer wären. Stundenlanges, bewegungsloses Sitzen in einem Flugzeug, während Signale gemessen und angepasst werden, bleibt Menschen mit dem "Synthetic Personnel Using Dielectric Substitution" erspart. (red, derStandard.at, 20.12.2012)

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