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Spielepublisher THQ hat nach anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten Insolvenz angemeldet und einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt.
Laut Aussendung soll der Betrieb bis zum geplanten Verkauf des Unternehmens vorerst normal weiterlaufen, auch aktuell in Entwicklung befindliche Titel, etwa "Metro: Last Light", sollen nicht gefährdet sein. Auch ein Stellenabbau als auch die Reduktion von Arbeitszeiten oder Gehältern ist nicht vorgesehen. Der Antrag gilt zudem nur für die US-Abteilung, nicht für andere Abordnungen der Firma, wie jene in Kanada.
Sowohl Wells Fargo als auch Clearlake Capital, beide Teileigentümer, haben bereits Kreditrückzahlungs-Zusagen im Gesamtwert von 37,5 Millionen Dollar gemacht. Schwesterfirmen der letzteren Gruppe sind auch an der Übernahme des Konzerns interessiert. Clearlake wurde als "Stalking Horse Bidder" (Erstbieter) gewählt. Die gebotene Gegenleistung umfasst rund 60 Millionen Dollar. Dieses Verfahren soll dabei helfen, einen möglichst hohen Endverkaufspreis zu lukrieren.
Auch die Verträge mit eigenständigen Entwicklerstudios sollen ohne Veränderungen vom Käufer übernommen werden, womit sich Clearlake bereits einverstanden erklärt hat. "Der Verkauf und der Insolvenzantrag sind notwendige Schritte, um THQs Tranformation und die zukünftige Position des Unternehmens zu sichern. Wir vertrauen weiter in unsere kommenden Titel, die Stärke unserer Studios und unsere talentierten Mitarbeiter", so CEO Brian Farrell.
Infolge des Antrags wird das Unternehmen binnen der nächsten neun Kalendertage vom Nasdaq-Index genommen. Das zuständige Gericht wurde ersucht, die Frist für den Verkauf auf circa 30 Tage festzulegen. Danach wird unter der Ägide des neuen Besitzers entschieden, wie es genau mit dem Unternehmen weiter gehen soll.
"Wir freuen uns darauf, eine Partnerschaft mit erfahrenen Investoren im Rahmen eines Neustarts einzugehen und werden unsere geistiges Eigentum weiter nutzen, um hochqualitative Coregames und Franchise-Titel zu entwickeln und die Nachfrage über konventionelle und digitale Kanäle zu fördern", so Jason Rubin, der seit Mai 2011 als Präsident von THQ fungiert.
Zum bisherigen Portfolio gehören diverse Umsetzungen auf Basis von Kinofilmen, etwa Spiele im "Star Wars"-Universum, der Lizenzen der Wrestling-Liga WWE oder auf Basis von Disney-Werken. Ebenso hat man auch viele eigenständige Titel veröffentlicht. Neben "Metro" gehören zu bekannteren Namen der jüngeren Vergangenheit beispielsweise "Supreme Commander", "Saints Row" oder "Darksiders". (red, derStandard.at, 19.12.2012)
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