USA im UN-Sicherheitsrat isoliert

20. Dezember 2012, 18:03

14 von 15 Staaten verurteilen Israels Siedlungspolitik - Neue jüdische Stadt geplant

New York / Jerusalem / Ramallah - Die USA haben am Mittwoch eine formelle Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik im Uno-Sicherheitsrat verhindert. Nach Angaben von Diplomaten drohte Washington mit seinem Veto, sollte eine Abstimmung im höchsten UN-Gremium angesetzt werden. Im Anschluss an die Beratungen veröffentlichten allerdings alle anderen 14 Mitglieder des Sicherheitsrats mehrere Stellungnahmen, in denen der israelische Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten scharf kritisiert wurde.

Die vier europäischen Mitglieder Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Portugal erklärten, Israels Ankündigung unterwandere das Vertrauen in seine Bereitschaft, eine Lösung über Verhandlungen mit den Palästina zu erreichen. Die Veto-Mächte Russland und China äußerten sich in zwei getrennten Stellungnahmen ähnlich kritisch. Die acht Mitglieder aus der Blockfreien-Gruppe, darunter Kolumbien, Indien und Pakistan, zeigten sich in einer gemeinsamen Erklärung tief besorgt über die "anhaltenden illegalen Siedlungsaktivitäten Israels" und sprachen von einem Bruch des Völkerrechts.

"Tief enttäuscht"

Das Außenministerium in Washington erklärte daraufhin, die USA seien von dem Vorgehen der anderen Staaten "tief enttäuscht". Durch den Schritt werde eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt gefährdet.

Israel hatte nach einer Aufwertung der Palästinensergebiete durch die UN-Generalversammlung im Vormonat erklärt, man werde den Siedlungsbau in den besetzten Gebieten beschleunigen. Am Donnerstag wurde dann der Bau von bis zu 6000 neuen Wohnungen im Westjordanland genehmigt. Die Regierung habe grünes Licht für den Bau einer Stadt in Gusch Ezion gegeben, teilte der Vorsitzende des Regionalrats von Gusch Ezion, David Perel, mit. Die Siedlung liegt auf von den Palästinensern beanspruchten Gebiet im Westen von Bethlehem.

"Die Siedler und die israelische Regierung sollten wissen, dass sie zur Verantwortung gezogen werden", sagte nach Bekanntwerden der Pläne der Sprecher von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Durch ihren neuen Status als Nicht-Mitglied (Non-Member) der Uno könnten die Palästinenser den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag anrufen. (Reuters, AFP, red, DER STANDARD, 21.12.2012)

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So lange die USA brav Israel den Rücken stärkt ist die UNO machtlos ...

damit auch Staaten die Israel zu Recht kritisieren, ermahnen und "verurteilen" wollen.
Daraus folgt, dass sie nur eines machen können, Israel zu isolieren, die diplomatischen Beziehungen abbrechen und Handel, usw. aussetzen bis die Hardliner in Israel zu Vernunft kommen. Es ist lange genug geredet worden.

der sicherheitsrat ist eigentlich auch für die fisch...

viel reden, wenig tun...

klar, die "etikette" des "Dialogue First" wird zwar augenscheinlich eingehalten - aber durch diese VETO-Scheisse wird das ganze einfach nur eine augenauswischerei und ermächtigt die 5 "Boss of the World" seine macht- und wirtschaftsinteressen jenseits humanitärer interessen durchzusetzen

Ich sage - Reformiert die UN !!!

die Frage ist nur ---WIE?

die antwort sollte eigentlich einfach sein

doch bevor man sagt kein staat sollte veto-recht besitzen, sollte man zuerst abwägen welche "guten entscheidungen" durch veto erreicht wurden?

ich bin sicher dass jemand die veto von china und russland einige als gut sehen obwohl einige genau anderer meinung sind...

:(

jetzt weiss ich aber noch immer nicht,WIE Sie sich die UNO Organisation vorstellen!

leider bin ich ehrlich gesagt auch nicht in der lage die uno zu reformieren...

zumindest habe ich mir darüber noch keine grundlegenden gedanken gemacht...

aber das veto-recht fallen zu lassen und auf stimmenmehrheit zu bauen wäre zumindest mal ein schritt in die relevanz... spontan "gekotzt"...

besetzten palästinensischen Gebieten

das territorium ist nicht besetzt, sondern befreit worden.
nach einem Verteidigungskrieg. warum das immer wieder ignoriert wird? Königsberg gehört heute auch Russland...
wo ist der Unterschied?

Daß man heutzutage der ansäßigen Bevölkerung

zivile und politische Bürgerrechte zugesteht, wenn man ein Gebiet befreit.

Mal abgesehen davon, daß solange Res. 242 noch gültig ist, besetzt der völkerrechtliche Status ist.

die Rechte

also die bevölkerung hat dort jetzt viel mehr Rechte, als
davor, als sie zu Jordanien gehörten.

ah ja?

Welche denn, z.B.?

Schmonzes!

Die Pal. waren jordanische Staatsbürger, durften wählen und waren im Parlament vertreten.

aha?

was durften sie denn wählen? pseudoparlament?

Die haben das recht zum leben gehabt genau das was israel mit gewalt verhindern will.

Naja, immerhin durften sie.

Isr. lässt sie bis heute nicht.

nix verstanden

damit sie wählen dürften, müßten sie aber die WB ANNEKTIEREN.

Ich denke mal, da haben Sie was nicht verstanden:

Isr. bräuchte nur Zivilverwaltung und Zivilgesetzgebung auf die West Bank ausdehnen. Wie beim Golan, welcher ja ebenfalls nicht annektiert ist.

wenn es das dann tut quäken wieder die üblichen Verdächtigen was von Annexion.

Würde wahrscheinlich vom UNSC als null und nichtig erklärt werden, richtig.

Was Isr. allerdings noch nie gehindert hat, irgendwas zu tun oder zu lassen.

das stimmt aber nicht

wie ist denn Abbas bzw Hamas gewählt wurden?
wer wählt in Israel die Arabischen Parteien? da haben Sie eine grosse Bildungslücke, aber das sind Sachen die Sie SICHER NICHT WISSEN WOLLEN

Da gibt es einen bedeutenden Unterschied:

die Pal. können ein Autonomieparlament wählen, nicht aber jenes, welche die hoheitlichen, staatlichen Rechte über sie ausübt.

Die Südtiroler wählen ihr eigenes Parlament und das in Rom. Die Basken, Katalanen ebenfalls ihr eigens und das in Madrid. Die Sizilianer, Sarden, Grönländer, .... und, und , und.

Erzählen´s nichts über Bildungslücken, wenn Sie den Unterschied zwischen Autonomiestatus und souveränen Staat nicht kennen.

wer wählt die arabischen parteien in israel?

Nicht die Araber in den seit 45 Jahren besetzten Gebieten.

also wer?

Die arabischen Israeli, was aber für unsere Diskussion

über die polititschen und zivilen Rechte über die Pal. in den Gebieten irrelevant ist.

Oder wollen´s jetzt plötzlich die Diskussionsgrundlage ändern?

ich habe nur geschrieben, dass

die bevölkerung der Autonomie hat jetzt viel mehr Rechte, als davor, als sie zu Jordanien gehörten. Sie haben mindestens 2 Parteien zu wählen... oder stimmt das auch nicht?

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