56.000 Stellen mehr im öffentlichen Dienst seit 2004

Günther Oswald
19. Dezember 2012, 18:45

Beamte verdienen überdurchschnittlich gut

Wien - Von der OECD gab es im Vorjahr ein dickes Lob für Österreich. In keinem anderen Land sei der Beamtenstand in den vergangenen Jahren so stark reduziert worden wie in Österreich, hieß es. Das ist freilich nur die eine Seite der Medaille, wie der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofes zeigt.

Zwar sank die Zahl der Beamten zwischen 2004 und 2011 von 249.294 auf 213.727, also um rund 35.500 Stellen. Im gleichen Zeitraum stieg aber die Zahl der Vertragsbediensteten um 91.713 auf mittlerweile 331.280 an. Mit anderen Worten: Die öffentliche Hand beschäftigt heute um 56.000 Menschen mehr als vor acht Jahren.

Nicht alle davon arbeiten freilich Vollzeit, bei den Vertragsbediensteten liegt der Teilzeit-Anteil bei 31 Prozent, bei den Beamten nur bei zehn Prozent. Unterm Strich bleibt aber trotzdem ein sattes Plus.

Nähere Details zu dieser Entwicklung gibt es nicht. Im Büro von Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) vermutet man aber, dass vor allem Neuanstellungen von Ländern und Gemeinden in den Bereichen Kindergärten, Pflege und Spitäler dafür verantwortlich sind. Der Bund hat seinen Personalstand seit 2003 um 18.000 Vollzeitstellen reduziert.

Der Einkommensbericht macht auch deutlich, dass Beamte nach wie vor überdurchschnittlich gut verdienen. Das mittlere Bruttojahreseinkommen ist inflationsbereinigt seit 1998 um 23 Prozent gestiegen, netto lag das Plus bei 18 Prozent - wobei ein Teil des Zuwachses mit der Umklassifizierung der ÖBB-Beamten erklärt wird. 2011 verdiente ein durchschnittlicher Beamter mit Vollzeitstelle jedenfalls 50.657 Euro brutto.

Eklatant sind die Unterschiede im unteren Bereich. Personen, die "Hilfs- und angelernte Tätigkeiten" verrichteten, verdienten mit 24.121 Euro (Vertragsbedienstete) bzw. 35.321 Euro (Beamte) mehr als das Doppelte bzw. Dreifache von Arbeitern in der vergleichbaren beruflichen Stellung. In höheren Positionen werden öffentlich Bedienstete dafür "in ähnlicher Höhe" wie Angestellte bezahlt. (Günther Oswald, DER STANDARD, 20.12.2012)

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wie immer die gleiche falsche statistik

diese zahlen tauchen in regelmässigen abständen immer wieder auf,
obwohl sie natürlich falsch sind.
durchschnittseinkommen aller öff. bediensteten:
höchstbezug sektionschef ca. 8000 euronen
niedrige verwendung ca. 1000 euronen
daher durchschnittsverdienst eines beamten: 4000 euronen
das ist doch klar oder?
wieso versteht das keiner?

Ähh..

Warum habt sich vor so 35 Jahren niemand um die Posten gerissen? Jenem der in den 70er Jahren mit der Hälfte des Gehaltes eines Privatangestellten als Vertragsbediensteter angefangen hat, dem ist heutzutage der anderen Neid gewiss.

Wann kommen die Medien...

endlich drauf dass es keine ÖBB Beamten gibt. (nicht pragmatisiert) Das ist nur ein Dienstverhältnis (Vertrag)mit spezieller den Beamten ähnlicher Struktur.
Und weiter ist es logisch dass (weil es überwiegend nur noch dienstältere) Beamte gibt jene mehr verdienen.

Die Pensionssysteme der Beamten und der Privatangestellten sind vollkommen unterschiedlich:

1. Beamte zahlen 12,55% ihres GESAMTEN Brutto-Gehalts in die Pensionskasse ein, Privatangest. nur 10,25% von max. 4.200 €. Das bedeutet, dass ein Akademiker in leitender Position im öffentlichen Dienst ca. doppelt so viel einzahlt wie ein gleich viel verdienender Privatangestellter.
2. Beamtinnen dürfen erst um 5 Jahre später als weibl. Privatangestellte in Pension gehen.
3. Beamte zahlen auch, nachdem sie Pension gehen, in die Pensionskasse ein. Ich als pensionierter Akademiker z.B. 228,76 €/Mon.

dass ein Akademiker in leitender Position im öffentlichen Dienst ca. doppelt so viel einzahlt wie ein gleich viel verdienender Privatangestellter
+++++++++

können sie das vorrechnen ?
den ich vermute sie schreiben unfug !

Jaja, gerne. Sie hätten es auch auf Grund der Daten in meinem Beitrag selbst ausrechnen können.

Angenommen, der Privatangestellte (P) und der hohe Beamte (B), beide Akademiker fortgeschrittenen Alters, verdienen beide brutto (beim B incl. aller ruhegenussfähigen Zulagen € 6.860,54 (das ist der Break Even Point, ab dem der B MEHR als doppelt so viel wie der P einzahlt).

P zahlt 4200 x 0,1025 = 430,50 €
B zahlt 6860,54 x 0,1255 = 861,-- €

Sie können das selbst mit jedem erdenklichen Einkommen durchrechnen, nur dürfen Sie beim P nie mehr als 4.200,- € (=Höchstbeitragsgrundlage) einsetzen.

Ich hoffe, das ist jetzt angekommen?!

angenommen beide gehen Krankheitsbedingt mit 56 in Pension nach 28 Jahren was bekommen dann beide ?

sie verdienten zum schluß 7.000.- 5 jahre davor 6000.- 5 jahre und davor wiederrum 4500 18 jahre

Bitte berechnen Sie mri das Danke !

Tut mir leid.

Das kann ich nicht. Dazu bräuchte man Gehaltstabellen und verschiedenartige Bestimmungen (Bund, Länder...).
Es hängt meines Wissens bei den Beamten (übrigens ohnedies eine aussterbende Rasse) davon ab, ob die Erkrankung berufsbedingt ist oder nicht. Außerdem bin ich kein Personalbuchhalter, sondern Maschinenbauer. ;-)
Abgesehen davon wird es nicht allzu viele Beamte geben, die mit 58 J. 7.000,-- brutto verdienen. Das müsste schon ein Abteilungsleiter oder Sektionschef (A eingestuft, Leiterzulage) sein. Und die gehen erfahrungsgemäß erst dann, wenn man sie dazu zwingt, nämlich am 31.12. jenes Jahres, in dem sie das 65. Lebensjahr erreichen... ;-)

Im Rathaus in Wien sowie im Finanzministerium sind 2012 einige in die Pension geflüchtet ! (Artikel suche ich ihnen jetzt nicht raus)
Man kann von rund 5500.- bei den Beamten 16 mal ausgehen und bei einen ASV VS von rund 2730.- 14 mal ausgehen !

Tja ein Unterscheid oder ?

Sie verzapfen hier solchen Unsinn, dass Sie sich selbst disqualifizieren.

Alle Beamten haben, gleich wie die Angestellten, 14 Gehälter jährlich.
Außerdem können Sie nicht Beamte, die oft Akademiker sind oder zumindest Maturaniveau haben, mit dem Querschnitt durch alle ASVG-Versicherten vergleichen. Es gibt halt nun mal keine pragmatisierten Reinigungskräfte, Handwerker, Hilfsarbeiter, Taxler, Friseurinnen, Kellner etc. Und dass es in jedem Land ein Einkommensgefälle je nach Ausbildung gibt, dürfte auch Ihnen nicht entgangen sein?! Und die, die 5.500 (?) bekommen, haben auch bedeutend mehr eingezahlt, wie ich Ihnen oben bereits erklärt habe.
Zur Ausbildung: Meine Eltern und ich haben in den 70ern ca. 1 Mio. ATS in meine Ausbildung gesteckt, während Gleichaltrige bereits verdienten und Pensionsjahre sammelten.

wow so eine heftige Reaktion .........

Hätten sie die angebliche 1 Mio in Macdoldsaktien gesteckt wären sie Euro Milliardär.

Zurück zu den harten Fakten mein Berechung stimmt !
Und zeigt das das System eine Frechheit ist. Das Beamte den Staat aussaugen. Hier spreche ich von den "Spitzenbeamten", die Politik keinen Mum hat das System zu ändern.

Die Berechung stimmt wie egsagt und wer Asvler ist und ebenso studiert hat und eben nicht Beamter wurde bekommt einen Bruchteil.

und hätten sie was gelernt wären sie heute gescheiter!

Welche "harten Fakten" *ggg* haben Sie genannt?

Welcher Beamte erhält 16 Monatsgehälter im Jahr?
Welche "Berechnung" haben Sie genannt? Können Sie Quellen nennen?
Um Ihre vorgefasste Meinung zu erhalten, gehen Sie auf meine objektiven richtigen Argumente (siehe oben) überhaupt nicht ein.
Alle veröffentlichten Statistiken (sogar jene Marins, und der ist sicher kein Beamtenfreund) zeigen, dass Naturwissenschaftler (Physiker, Chemiker, Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen) im öffentlichen Dienst weniger als in der Privatwirtschaft verdien(t)en.
Da passt Ihre "Zinsberechnung" von "Macdolds" (McDonalds???) - Aktien hervorragend dazu. Um eine Vertausendfachung der Investition von 1 Mio. zu erreichen, brauchen Sie 10 Jahre lang eine Verzinsung von durchgängig 100%.

nochmal ich habe das pensionssystem angeprangert und nicht die verdiensthöhe sie mischen zwei themen

die Pensionshöhe können sie selbst berechnen die Eckdaten haben sie von mir bekommen

zu McDonaldsaktie oder Cocacola oder sonnstieg DJ aktien die es seit ewigkeiten gibt sie sprechen von 1 Mio in den 7oigern also jetzt nach 40 Jahren da amchen die Dividenden schon Mio aus, und von den Kursgewinnen sprech ich gar nicht

zum Thema 16 Monatsgehälter
http://www.conserio.at/wer-zahlt... gehaelter/
Sie erweckten bei mir den Eindruck das Sie schon so lange Beamter sind so das bei ihnen noch die alte Regelung gilt wen nicht ... ja dann halt nicht !

Wie viel bekommen beide wenn sie in Pension gehen zb wegen Krankheit so ab 56 zb ?

nach nun 28 Jahren im Beruftsleben ?

Man müsste einmal erheben, wie hoch der Selbstadministrationsaufwand ist.

Und wie die tatsächlichen Leistungen zu messen sind. Wahrscheinlich könnte man mit einfacheren Gesetzen, einer Flattax und klarerer Kompetenzen in der Verwaltung auf gut ein Drittel verzichten.

Dann hätten wir aber der EU nicht beitreten dürfen.

Denn was aus Brüssel und Strassburg kommt, bereitet jede Menge Zusatzverwaltung...
Wenn man's nicht ernst nimmt, drohen Millionenstrafen.

Die typisch österreichischen Spiegelgefechte.

Im Kurvenfahren waren wir schon immer Großmeister. Nicht zu vergessen auch bei der Benutzung der Hintertüre sind wir Spezialisten.

Festzuhalten ist dabei das der öffentliche Dienst noch immer aus einer überbordender Bürokratie besteht. Europäische Vergleichswerte zeigen dies klar und ohne Zweifel.

So schaut die Realität tatsächlich aus. Jetzt ist es ganz einfach zu vergleichen. Verwaltungsbestand (Anzahl der Personen) Umfang der Leistungen und in Prozenten ausgedrückt der Verwaltungsaufwand. Es gibt auch vergleichbare Lebensebreiche wie der öffentliche Verkehr mit anderen Ländern. Kilometeranzahl, Stundenaufwand und Mitarbeiteranzahl. Bei Eurostat nachzuschlagen.

Dann werden dem Österreicher die Augen übergehen.

rot und schwarz sorgen für ihre treuen Wähler!

Haben die bissigen Poster noch immer nur "sesselsitzende Beamte" im Kopf und im Neidkranzgefäß?

Herrschaften, überlegt endlich einmal, wer aller den öffentlichen Dienst darstellt!

Der funktioniert so gut (inkl. mancher Mängel), dass es den Ewigraunzern gar nicht auffällt!
Klar, was man dauernd um sich hat, wird auch dank fehlender Vergleichserlebnisse nicht wahrgenommen .

„Wir brauchen Bürokratien, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindern sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen.“

Ralf Dahrendorf (*1929), deutsch-britischer Soziologe, Politiker und Publizist

Also damit wir das verstehen.

Aus lauter Populismus und weil gewisse Medien und rechte Parteien immer gegen die Beamten hetzen, werden sozial abgesicherte Beamte abgebaut.

Aber weil ja doch jemand die Verwaltungsaufgaben erledigen muss, werden stattdessen prekäre Teilzeitstellen geschaffen.

Das passiert eben wenn, man Krone und Co. die Politik des Landes machen lässt.

ja, weil das ganze Wirtschaftsystem falsch rennt.

Man könnte ja, die Beamten untertänigst auf Knien bitten, ob sie auf einen Teil ihrer äußerst üppigen Ruhegenüsse > 2600€ verzichten würden und das für anderes Soziales zur Verfügung stellen würden, denn ein Teil ihrer wohlverdienten Ruhegenüsse rennt ja unter dem Posterl soziales. Wenn sie darauf aber genauso wenig Bock haben, wie die Beamten die ganze Zeit NULL BOCK auf NULLLOHNRUNDE haben, dann ist das Pech und jeder ist sich selbst der nächste im Sozialstaat Österreich.

Liebe Fr. TinyPony!

Ich habe die letzten 15 Jahre meines aktiven Berufslebens als Beamter (Akademiker mit technischer Ausbildung) fast doppelt so viel an Pensionsbeitrag geleistet, wie ein brutto gleich viel verdienender ASVG-Versicherter (= Angestellter in der Privatwirtschaft).
Sie werden verstehen, dass ich jetzt kein bisserl rot werde, wenn ich eine höhere Pension bekomme als dieser ASVG-Versicherte. Klar?

Das Einkommen des Bauern ist von den Jahreszyklen abhängig und das der Industrie von den Konjunkturzyklen

deswegen haben Bauern und Industrie kein stetig monoton wachsendes Einkommen und die Werksarbeiter auch nicht, weil die müssen auf Kurzarbeit manchmal oder werden abgebaut und die Wirtschaft ist auch von den Marktzyklen abhängig. Von diesen genannten wird aber Steuer eingenommen, die eigentlich nicht linear steigt, sondern wie eine Welle oder Schwingung ist.
Dafür steigt das Einkommen der Beamten, Vertragsbediensteten und Pensionisten linear ohne dass ihre Leistung so linear ist und die Einnahmen des Staates so linear sind. Das wird irendwann zum Problem und das kapiert normalerweiser jeder Vollkoffer, aber hier ist es keine Frage des Verstehens, sondern eine Frage des Wollens.
Und wo kein Wille, da kein Weg!

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