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Pressekonferenz unterm Kruzifix: Mittwochvormittag präsentierten die Refugees in der Votivkirche ihre neuen Forderungen.
Wien - Bitterkalt ist es in der Wiener Votivkirche, die dicken Mauern scheinen die tiefen Minusgrade der vergangenen Woche zu konservieren. Kein Ort zum Verweilen - doch die protestierenden Flüchtlinge harren hier schon zwei Tage aus. Und, so Caritas-Wien-Sprecher Klaus Schwertner, auch Mittwochabend wird das Tor für sie geöffnet bleiben: " Das sind Menschen in Not. Sie sind hier zu Besuch, die Kirche bietet ihnen Schutz."
Drei Wochen lang, seit dem "Protestmarsch" aus dem Flüchtlingslager Traiskirchen, campierten die mehreren Dutzend Asylwerber im Sigmund-Freud-Park vor dem neogotischen Gotteshaus. Warum sie das Refugee-Camp errichtet haben, interessierte die Öffentlichkeit nicht.
Dann, am Dienstag, fassten sie den Entschluss, eine angekündigte Pressekonferenz kurzfristig in die Kirche gegenüber zu verlegen. Von " Besetzung" war die Rede - und in der darauffolgenden Aufregung geriet einiges in Fluss:
Am Mittwoch versicherten Caritasdirektor Michael Landau und Bischofsvikar Dariusz Schutzky den Flüchtlingen ihre Unterstützung. Vor Journalisten forderten sie einen Runden Tisch von Regierung, NGOs und Religionsvertretern, um "strukturelle Probleme im Asylbereich" zu diskutieren - Forderungen der Refugees inklusive.
Das Innenministerium zeigte sich daraufhin interessiert. Zu einem " Dialog in der Flüchtlingsfrage mit der Caritas" sei man bereit, sagte Ministeriumssprecher Karlheinz Grundböck: "Und wenn die Caritas dazu auch Flüchtlingsvertreter einlädt, werden wir uns nicht verschließen."
Besagter Runder Tisch solle so rasch wie möglich stattfinden, meint dazu Caritas-Sprecher Schwertner im Standard-Gespräch. Er sieht weitere Gespräche als dringlich an, über das Asylwesen insgesamt ebenso wie mit den protestierenden Flüchtlingen selbst.
Deren Lage nämlich sei "verzweifelt", sagt Schwertner, der in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in der Votivkirche als Vermittler eine zentrale Rolle gespielt hat: Er und zwei weitere Caritasleute mischten sich ein, als der Pfarrer angesichts der ausharrenden Flüchtlinge fast die Nerven wegwarf.
Via Kathpress kündigte der Gottesmann an, die Polizei involvieren zu wollen. Doch als sich die Flüchtlinge bereit erklärten, Delegierte zu wählen, beruhigte er sich wieder.
Später übersiedelten 20 Menschen - Flüchtlinge, Unterstützer, Caritasleute und der Pfarrer - in die Sakristei. Neun Stunden, von 18 bis drei Uhr früh, diskutierten sie, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt: Ein schwieriges, von Missverständnissen immer wieder unterbrochenes Gespräch. Vor allem manche Unterstützer hätten eine zweischneidige Rolle gespielt, kritisiert der im Flüchtlingskonflikt um Deeskalation bemühte Schwertner. Er warnt vor " Instrumentalisierungsversuchen", während ein Unterstützer im Standard-Gespräch die "rein salbungsvollen Worte" und "Scheinlösungen" von Caritas-Vertretern kritisiert.
Die Flüchtlinge ihrerseits beriefen Mittwochvormittag in der Kirche eine weitere Pressekonferenz ein. Sie präsentierten eine neue Forderungsliste - von "Grundversorgung für alle AsylwerberInnen, unabhängig vom Rechtsstatus" über "Zugang zum Arbeitsmarkt" hin zur "Anerkennung von sozioökonomischen Fluchtmotiven neben den bisher anerkannten Fluchtgründen".
Der "effektive Zugang zum Arbeitsmarkt" für Asylwerber nach sechs Monaten werde von der Caritas schon seit Langem verlangt, meinte dazu Caritasdirektor Landau. Während sich im Innenministerium Sprecher Grundböck dazu nicht inhaltlich äußerte. Denn: "Arbeitsmarktzugang ist eine Sache des Sozialministeriums." (Irene Brickner, DER STANDARD, 20.12.2012)
Die Caritas ist auf der Suche nach einer neuen Unterkunft
Die Asylwerber befürchten Abschiebungen
Laut Innenministerium und Caritas steht aber keine Abschiebunswelle bevor
Behörden: Haftvoraussetzungen nicht mehr gegeben - Zieht ins Servitenkloster in Wien
Die aus der Votivkirche ins Servitenkloster übersiedelten Flüchtlinge wollen ihren Protest von dort aus fortsetzen. Die Polizei hat jetzt mit Einzelprüfungen der Asylfälle begonnen - der Ausgang ist offen
Flüchtlinge wollen sich nach Abgang aus Votivkirche weiter für ihre Anliegen einsetzen - Auch Caritas und Schönborn fordern Verbesserungen im Flüchtlingswesen
Caritas: Handelt sich um "eine gute, friedliche Lösung"
Elfte Woche der Flüchtlingsproteste in der Votivkirche, und nach wie vor gibt es keinen Ausweg. Den angekündigten Einzelfallprüfungen nach einem Umzug begegnen Betroffene mit Misstrauen und Unverständnis.
Laut Wiener Polizei liegt ein rechtskräftig negativer Asylbescheid gegen Shahjahan Khan vor, der am Donnerstag verhaftet wurde
Rechtskräftig negativer Asylbescheid gegen Pakistaner - Unterstützer angezeigt - Grüne: Unverständliche Eskalation
Wiener Erzbischof lehnt in einem Brief erneut Garantien für Votivkirche-Besetzer ab
Mann wurde vor der Kirche verhaftet
Die Flüchtlinge brauchen weiterhin Unterstützung, haben aber auch unrealistische Forderungen, sagt Klaus Schwertner
Aus Angst vor Verhaftungen wollen sie in der Kirche bleiben und nicht in die bereitgestellten Notquartiere übersiedeln
Das Swat-Tal gilt als Rückzugsgebiet pakistanischer Taliban - Wien: Proteste gehen weiter
Fremdenpolizeichef Gerhard Reischer: Auch bei negativen Asylbescheiden bestehen Möglichkeiten, im Land zu bleiben
Flüchtlinge müssten aber lernen, dass in Rechtsstaat nicht alles möglich ist
Asylwerber sind meist zur Untätigkeit verdammt, arbeiten dürfen sie nur als Saisonniers
Protestierende Flüchtlinge haben Entscheidung nach Brief von Präsident Fischer und einer Solidaritäts-Demo getroffen
Brief des Bundespräsidenten löste bei protestierenden Flüchtlingen Nachdenken über Umzug aus
Tatsächliche Übersiedlung aber offen - Flüchtlinge reagieren erfreut auf Brief des Bundespräsidenten
Appell des Staatsoberhaupts, Votivkirche zu verlassen und Hilfe anzunehmen
Positiver Evaluierungsbericht zu Camp-Räumung "nicht überraschend" - Kritik auch von den Grünen
Einschreiten der Polizei im Dezember entsprach "durchgehend den geforderten Grundsätzen der Deeskalation und Verhältnismäßigkeit"
"Anerkennung von sozioökonomischen Fluchtmotiven neben den bisher anerkannten Fluchtgründen"
Die Linken sollten einmal lernen zwischen Asyl und Wirtschaftgsmigration zu differenzieren. Hier wird die hohe Idee von Asyl missbraucht, um eine totale Öffnung der Grenzen voranzutreiben.
Jetzt bin ich einmal mutig und werfe einmal folgenden gedanken in die runde. und an alle rotstrichler – habt nun soviel charakter eure meinung kund zu tun. Ich poste hier um mich auszutauschen und meinungen zu sammeln über die ich nachdenken kann. Hier ist ein link zu einer wunderbar einfachen erklärung des art. 3 wer als flüchtling gilt inkl. beispiele die ein jeder versteht. www.jugendweb.asyl.admin.ch/php/get_p... php?id=122
bitte erklärt mir nun was daran so schwer zu verstehen ist
wieso kann sich ein teil der bevölkerung herausnehmen dagegen zu verstoßen – egal in welche richtung mit nicht rechtlichen methoden. Egal ob es die hetze von rechts oder dieses „gutmenschgetue“ von links. Entweder sind sie flüchtling dann haben sie hier zu bleiben oder sie sind keine – was machen sie dann noch hier. Ich bin dafür dass ihr ngos, aktivisten auch ihr abgehobenen weltverbesserer euch mit den verantwortlichen stellen zusammensetzt und sie in grund und boden argumentierts – wenn ihr es könnts. Ihr habt jedes recht die bevölkerung zu überzeugen dass eure ansichten richtig sind und dadurch den druck auf die politiker zu erhöhen – mit legalen mitteln
ändert die gesetze. es tut mir wahnsinnig leid aber egal um welche art von gesetz es sich auch handelt – nie wird die gesamte summe aller menschen innerhalb eines staates einer meinung sein – aber wir müssen uns alle daran halten. ich bin froh in einem land zu leben wo die menschen noch miteinander reden können und die mehrheit sich durchsetzt also arbeitet mit legalen mitteln dafür. Euch ngos, aktivisten und menschen denen es ein ansinnen ist diesen menschen zu helfen wünsche ich viel mehr geld um in deren heitmatland tätig zu sein. Ich bin dafür dass studenten und junge menschen ein halbes jahr die mitarbeit für hilfsorganisationen in diesen ländern bezahlt bekommt
Welche regierung könnte sich bei einem so sozialem gedanken dagegenstellen. und bevor ihr wieder über mich herfallt – ich meine das absolut ernst. ich glaube dass wir den menschen so am besten helfen. wir können nicht alle zu uns holen und ich glaube auch nicht dass menschen ihre heimat verlassen wollen deren kinder unbeschwert aufwachsen können und nach unseren ernstgemeinten positiven werten auch leben können. den bereits abgelehnten asylwerbern wurde zugesichert dass sie unterstützung seitens der caritas erhalten. nehmt die caritas nun beim wort und hört mit euren überzogenen aktionen auf. lasst alles noch einmal prüfen helft mit um den menschen bei zu stehen aber akzeptiert auch das ergebnis.
... eine OP-Freigabe
... kommen Sie in einer Stunde ...
... gibts eine Begleitperson als Dolmetsch ...
... Bitte den Asylausweis nicht vergessen ...
Der nächste freie Termin für andere Patienten ist in sechs Wochen.
Zu diesen abstrusen Forderungen und ob der Unverschämtheit der NGOs, kann man nur mehr den Kopf schütteln.
ich entnehme daraus, dass die wartezeiten für op termine für österreicher zu lange sind. bin auch dafür dass wir diese zueitspannen verkürzen - nur auch noch eine frage - warum bekommen eigentlich österreicher mit privatversicherung ebenfalls einen schnelleren termin? sollten unsere ärzte nicht nach dringlichkeit vorgehen?
Aus reiner Provokation.
Der gute Wille und die Geduld der Österreicher wird unnötig strapaziert.
Die beste "Lösung" wäre es wohl, die NGOs und die Asylwerber (falls überhaupt noch welche darunter sind) dort mitsamt ihren dümmlichen Forderungen zu belassen, bis es ihnen langweilig wird...
Eine gewaltsame Räumung wäre nur kontraproduktiv.
"Die beste "Lösung" wäre es wohl, die NGOs und die Asylwerber (falls überhaupt noch welche darunter sind) dort mitsamt ihren dümmlichen Forderungen zu belassen, bis es ihnen langweilig wird...
Eine gewaltsame Räumung wäre nur kontraproduktiv."
Volle Zustimmung. Die Forderungen sind in der öffentlichen Wahrnehmung mittlerweile ohnehin nur mehr ein Randthema, welches allenfalls noch Frau Brickner als wichtig erscheint.
Eh klar.
Diese Menschen haben ja keine anderen Sorgen, als die heimischen rechten Hetzer ein wenig zu provozieren.
*facepalm*
meine Güte bist du armselig......
*mitleid*
Aber das du das thema "dümmliche Forderungen" anschneidest, ist natürlich schon passend, wenn man deine postings so liest....
"Es ist für mich seit den Verhaftungen von zwei tschetschenischen Flüchtlingen nach ihrer Abschiebung nach Russland noch klarer geworden, dass unsere Behörden mangelhaft arbeiten. Aufgrund dessen kann ich nicht ausschließen, dass bei den negativ beschiedenen Anträgen, die jene Flüchtlinge gestellt haben, die sich derzeit in der Votiv-Kirche aufhalten, auch Fehler von seiten der Behörden begangen worden sind."
Jetzt frage ich mich doch - warum schreibt hr. akkilic nichts darüber warum der antrag der tschtschenen abgelehnt wurde und warum selbige verhaftet wurden. durchsetzten ihres gedankengutes mit der waffe in der hand? wo waren die ngos während der zeit wo die asylverfahren am laufen waren?
vermutlich weil ausser dir (und dem thinky) keiner glaubt, daß die angeblichen Gründe der Verhaftung mit der Realität auch nur das geringste zu tun haben.
Um den Rachefeldzug Putins gegen Andersdenkende bzw. oppositionelle zu übersehen bedarf es schon einer ziemlichen verblendung.
Bei der Wahl der Mittel ist das Regime aber sehr kreativ: manche Gegner verschwinden einfach, andere werden plötzlich tot aufgefunden oder auf offener Straße von "unbekannt" erschossen, und wieder andere unter allen möglichen Vorwänden ins gefängnis geworfen.
Jetzt bringen Sie schon alles durcheinander.
Hier gehts zum Forum über die Abschiebung der Tschetschenen:
http://derstandard.at/135320900... erichtshof
und die berechtigte frage nach dem verbleib div. vertreter von ngos während dem asylverfahren um fehler zu vermeiden bleibt unbeantwortet. warum setzen wir uns nicht einfach einmal mit den abgelehnten asylanten direkt zusammen und schauen uns die anträge an? mich würde es wirklich interessieren. ich glaube nämlich weder den grünen noch den braunen argumenten
meines bescheidenen wissenstandes nach gehörten die zwei tschetschenen zu einer gruppe von personen rund um einen rebellenführer.
mir ist schon klar dass das puitin regime nicht das netteste ist. andererseits wenn ich mich mit einem regime anlege muss ich es auch durchstehen. ich lobe mir den tunesier der mit seiner selbstverbrennung den arabischen frühling ausgelöst hat. ist genauso wie die situation die ich vor ein paar tagen erleben durfte - verkehrsteilnehmer rauscht bei rot über die äusser mariahilferstr. ich bremse mich gerade noch ein, er fährt weiter auf die andere straßenseite und schreit mir dann aus sicherer entfernung arsch...... nach. wenn schon solche aktionen dann auch bitte mit der notwendigen courage die antwort abzuwarten.
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