154.000 Euro Gebühren zu viel für Sport: ORF beruft

35 Postings

Behörde fordert erstmals wegen Programm Publikumsgeld zurück

Wien - Zum ersten Mal entschied die Medienbehörde KommAustria: Der ORF muss Gebührengeld zurückgeben, weil er damit Programm finanzierte, das nicht zu seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag gehört. Und nur den darf der Gebührenfunk mit den Pflichtbeiträgen seines Publikums finanzieren. Der ORF hat - wie zu erwarten - bereits gegen die Entscheidung berufen.

Der Spartensender ORF Sport Plus hat Spiele der österreichischen Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM 2011 live übertragen. Der Bundeskommunikationssenat entschied im Mai 2012, dass solche Spiele die Grenzen des öffentlichen Auftrags überschreiten. Den Wert dieser Übertragung setzt die Medienbehörde nun mit 153.768,15 Euro an - und verlangt so viel Gebührengeld vom ORF zurück. Er soll die Summe auf ein Sperrkonto überweisen; das Geld wäre später mit Gebühreneinnahmen gegenzuverrechnen. Vorerst geht aber diese sogenannte Abschöpfung in die nächste Instanz.

Der Bundeskommunikationssenat muss auch noch entscheiden, ob ORF 1 und ORF 2 nicht auftragsgemäß programmiert sind, wie die Medienbehörde 2012 entschieden hat. (DER STANDARD, 20.12.2012/ update, DER STANDARD, 21.12.2012)

  •  ORF Sport Plus hat Spiele der österreichischen 
Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM 2011 live übertragen. Der 
Bundeskommunikationssenat entschied im Mai 2012, dass solche Spiele die 
Grenzen des öffentlichen Auftrags überschreiten.
    apa-foto: helmut fohringer

     ORF Sport Plus hat Spiele der österreichischen Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM 2011 live übertragen. Der Bundeskommunikationssenat entschied im Mai 2012, dass solche Spiele die Grenzen des öffentlichen Auftrags überschreiten.

Share if you care.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen ( siehe ausführliche Forenregeln ), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.