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"Trau niemals deiner Frau" am Dienstag im ZDF.
Schatz, ich liebe dich. Bussi, Bussi. Der Wiener Juwelier Niklas (Harald Krassnitzer) und seine Frau Carolin (Lisa Maria Potthoff) sind wirklich ein harmonisches Paar. So glücklich könnten sie in der deutsch-österreichischen Krimikomödie "Trau niemals deiner Frau" (Dienstag, ZDF) leben, wenn sie nicht pleite wären.
Da taucht Carolins schmieriger Ex Timo (Fritz Karl) auf, es stellt sich heraus, dass die beiden früher ein erfolgreiches Gangsterpärchen waren. Das wollen sie vor Niklas zwar verheimlichen, aber der findet das mithilfe des ebenfalls mittel losen Privatdetektivs Moritz (Simon Schwarz) rasch heraus.
Der zunächst ein bisserl einfältig wirkende Niklas ist zwar sauer, versteht aber die Situation gleich für sich zu nutzen. Er liefert den Ex nicht der Polizei aus, sondern schmiedet ein Komplott: Die Frau wird entführt, der Juwelierladen überfallen, natürlich alles nur fingiert, die Beute teilt man sich.
Bis zu diesem Zeitpunkt sind allerdings schon 30 Filmminuten vergangen, und diese Vorgeschichte kennt man ja schon aus dem TV-Programm. Als endlich der "Überfall" passiert, wird's besser und lebendiger.
Denn keiner traut dem anderen, jeder versucht sich ein Hintertürchen offenzuhalten und bei der ganzen Trickserei ein paar Euro mehr für sich selbst herauszuschlagen - auch die Versicherungsvertreterin (Elena Uhlig) und der ermittelnde Kommissar (Alexander Held).
"Wer verarscht hier eigentlich wen?", schreit Timo irgendwann entnervt. Manche Volten sind voraussehbar, andere überraschend. Aber das Asset des Films ist ohnehin nicht die Gangsterchenstory, sondern die schauspielerische Darstellung der durchwegs sympathischen Pleitiers. (Birgit Baumann, DER STANDARD, 20.12.2012)
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