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Madonna/Wien - "Manchmal denke ich, dass jetzt kein weiterer Podiumsplatz mehr möglich ist. Es kann nicht immer so weitergehen. Die Saison ist bisher perfekt verlaufen." Freilich, Marcel Hirscher spricht da nur für sich selbst und nicht für die alpinen Herren des österreichischen Skiverbandes (ÖSV) insgesamt. Mit dem überlegenen Triumph im Slalom von Madonna di Campiglio, dem siebenten Podestplatz in technischen Rennen en suite, verabschiedete sich der Salzburger Gesamtweltcupsieger in eine Rennpause, die für ihn am Neujahrstag mit dem Parallelslalom im Olympiapark München endet.
Vor Weihnachten wird nur noch auf den Schladminger WM-Pisten trainiert. Die anstehende Medaillenjagd könnte einer der Gründe dafür sein, dass es für die Mannschaft in diesem Winter noch nicht so geschmeidig läuft. Lediglich Hirscher konnte bisher (zweimal) gewinnen. "Unsere Athleten sind nervös, eine Heim-WM ist ja etwas Besonderes. Die Qualifikation bremst im Hinterkopf", mutmaßte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. Chefcoach Mathias Berthold hält dagegen: "Wir wollen doch immer gut fahren." Teilweise sei durch "ein bisschen Pech eine schlechte Optik entstanden".
Die Optik zeigt, dass sieben von elf ÖSV-Podestplätzen in bisher 13 Rennen auf Hirschers Konto gingen. Für Berthold kein Grund zur Panik: "Ich sehe die bisherigen Ergebnisse nicht mit Besorgnis. Die Mannschaft braucht Zeit, um richtig in Schwung zu kommen. Und die kriegt sie auch. Im Jänner geht es dann richtig los. Da müssen alle da sein, keine Frage", sagte der Vorarlberger, der auf den seit ein, zwei Jahren laufenden Umbruch im Herrenteam und auf Defizite einzelner Athleten verweist.
So hätten Abfahrtsweltcupsieger Klaus Kröll, Matthias Mayer und Romed Baumann aus unterschiedlichen Gründen erst im Oktober mit dem Skitraining beginnen können. Hannes Reichelt, als Elfter weit hinter dem zweitplatzierten Marcel Hirscher zweitbester Österreicher im Gesamtweltcup, habe "leider 14 richtig schlechte Tage" hinter sich. Und Routinier Benjamin Raich schafft offensichtlich den Spagat zwischen erhöhter Konzentration auf Speedbewerbe und Formfindung in den technischen Disziplinen noch nicht.
Der 34-jährige Pitztaler hat als bisher bestes Saisonergebnis den achten Platz im Riesentorlauf zu Sölden stehen. Ob kurz nach Weihnachten in Bormio, wo Raich 2005 je zweimal Weltmeister und Vizeweltmeister war, die Wende gelingt, ist fraglich. Es steht die für viele schwierigste Abfahrt des Weltcupwinters an. (APA, lü, DER STANDARD, 20.12.2012)
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droht uns bei der Heim-WM eine totale Pleite wie bei der Sommerolympiade. Und das mit einer Luxusmannschaft, weil kein Staat gibt vergleichbar viel Geld für den Schisport aus, als wie Österreich.
Ich bleibe bei meiner Feststellung: Nirgendwo in der Welt wird mit soviel Geldeinsatz so wenig Erfolg produziert, als wie in Österreich.
Und ich meine damit nicht (nur) das hiesige Schulsystem, sondern den organisierten Sport.
Mit sehr viel, sehr wenig erreichen, scheint ein Wesenszug der österr. Mentalität zu sein.
Weil bei uns das meiste Geld in die Verbände geht und nicht direkt in den Sport. Der ÖSV ist wieviele andere Sportverbände in erster Linie ein Versorgungsverein für Funktionäre.
Ein Hirscher hat seinem Vater viel mehr zu verdanken als dem ÖSV. Er könnte auch für Holland starten und würde trotzdem weiter siegen.
War bei Girardelli schon so, galt bei den Kostelics genauso. Und für die Besten unter den Österreichern, egal in welcher Sportart, gilt es auch immer: sie sind top trotz und nicht wegen der mächtigen Verbände.
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