"Schwere Korruption": Reichster Serbe unter Verdacht

Von der Staatsanwaltschaft werden auch Geschäfte eines Ministers von Milosevic geprüft

Wien/Belgrad - Der in der Vorwoche festgenommene reichste Serbe und Chef der Delta-Holding, Miroslav Miskovic, wird der "schweren Korruption" verdächtigt. Das erklärte der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsbekämpfung, Miljko Radisavljevic, gegenüber dem Wochenmagazin "Novi magazin".

Radisavljevic zufolge geht es u.a. um Finanzvergehen im Ausmaß von mehr als 200 Mio. Dinar (1,79 Mio. Euro). Miskovic, sein Sohn Marko und weitere acht Personen stehen außerdem im Verdacht, bei der Privatisierung von Straßenbauunternehmen mehr als 30 Mio. Euro in die eigenen Tasche gesteckt zu haben.

Laut Radisavljevic werden derzeit auch mehrere andere strittige Privatisierungen untersucht. Medien berichteten bereits, dass auch der frühere Privatisierungsminister von Slobodan Milosevic, Milan Beko, im Visier der Justiz sei. Beko war Partner von Miskovic bei mehreren umstrittenen Privatisierungen, darunter auch jener des Belgrader Donau-Hafens. (APA, 19.12.2012)

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