Ende mit Schrecken, Schrecken ohne Ende

Christian Schachinger
19. Dezember 2012, 18:26
  • Bezüglich diverser angekündigter Apokalypsen im Laufe der Menschheitsgeschichte ist nur eines sicher: Glänzende Geschäfte lassen sich damit auf jeden Fall machen.
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    foto: apa / franziska kraufmann / dpa

    Bezüglich diverser angekündigter Apokalypsen im Laufe der Menschheitsgeschichte ist nur eines sicher: Glänzende Geschäfte lassen sich damit auf jeden Fall machen.

Das Jahr des aktuellsten Weltuntergangs nähert sich am 21. Dezember seinem prognostizierten Höhepunkt. Doch die Erde ist schon öfter ex gegangen und wird dies auch weiterhin tun. Ein tröstlicher Rundgang. Hildegard Knef und Martin Luther haben Gastauftritte

Wien - Göttliche Interventionen, der ablaufende Maya-Kalender. Treibhauseffekt, ökologischer Verfall, der Anstieg des Meeresspiegels, Methanexplosionen. Supervulkanismus, Umpolung. Atomkriege, Terrorismus. Schwarze Löcher, Meteoriten, globale Seuchen. Gammablitze, Quantenexplosionen, Alieninvasionen, Zombies, Roboteraufstände - vielleicht am Ende auch der schiere Überdruss der Menschheit an sich selbst.

Bereits 2003 stellte der niederländische Wissenschaftsjournalist Maarten Keulemans mit exitmundi.nl eine Seite ins Internet, die sich ausschließlich mit einem je nach Lesart uralten Traum oder Albtraum der Menschen beschäftigt, jenem des Untergangs.

Kunststück. Entwicklungsgeschichtlich betrachtet sind diverse Apokalypsen unter anderem für eines verantwortlich. Wir krabbelten einst aus dem Wasser. Und wir entwickelten uns später aus Dinosauriern zu jener sesshaften Speerspitze der Säugetiere, die sich heute im günstigsten Fall zivilisiert kriegerisch um einen Liegeplatz in der ersten Reihe am Urlaubsstrand balgt, von dem wir kamen. Wir machen das mittels der frühmorgendlichen Markierung durch Badetücher. Sehen wir dabei einmal großzügig von Seebeben, Tsunami oder ökonomischen Grundbedingungen ab, die weite Teile der Menschheit daran hindern, das Wort Urlaub auch nur vom Begriff her zu kennen.

Laut einer gern zitierten Schätzung des US-Paläontologen David Raup sind im Laufe der Erdgeschichte immerhin 99,99 Prozent aller jemals über den Planeten kreuchenden und fleuchenden Tierarten ausgestorben - weil sie sich aufgrund von Umwelteinflüssen, Kontinentalverschiebungen oder gemeinen Meteoriteneinschlägen, Vulkanismus, Eiszeiten oder Hunger, Durst, fad, lästig nicht auf neue Gegebenheiten einstellen konnten.

Maarten Keulemans jedenfalls reichte 2010 in deutscher Fassung ein dazugehöriges, recht ausführliches Buch namens "Exit Mundi. Die besten Weltuntergänge" nach. Vielleicht auch angesichts des jetzt am 21. Dezember endenden Maya-Kalenders und einer zumindest mit Stand 19. Dezember durch nichts begründeten Gefahr, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen könnte, wurde es nicht nur zu einem heimlichen Bestseller auf dem Schwarzsehermarkt. Man bekommt auch eine überaus vergnügliche Lektüre geboten, die im Stile des fröhlichen Pessimisten Bill Bryson und "Eine kurze Geschichte von fast allem" von 2003 an den letzten Dingen rührt.

Sehen wir einmal davon ab, dass sich die Menschheit sehr wahrscheinlich einmal frühzeitig selbst erledigen wird, was man aber besser im Politik- und Wirtschaftsteil dieser Zeitung nachliest: Bryson und Keulemans kommen vor dem natürlichen Ende dieses Universums aufgrund der Ausweitung der Sonne dankenswerterweise beide zu dem Schluss, es sei ohnehin ein Wunder, dass uns all die letzten hunderte Millionen Jahre nach dem letzten großen Einschlag noch immer kein weiterer Meteorit erledigt hat. Immerhin fliegt da draußen im All jede Menge Zeug unkontrolliert herum.

Der Rest der Geschichte muss sich einer zutiefst menschlichen Eigenschaft widmen. Maarten Keulemans: "Mit dem Tode zu drohen ist daher auch eine vielversprechende Methode, um Aufmerksamkeit zu bekommen."

Machtfaktor Angst

So gut wie jede Kultur der Menschheit brachte ihre Untergangspropheten hervor. Wahrsager, diverse Religionsstifter, Sektengründer, Zukunftsforscher, Dichter, Denker, Wissenschafter bemühten sich recht intensiv um eine selbstverständlich gern auch zahlungskräftige Anhängerschaft. Diese kann man mit der Angst vor dem Ende bestens bei der Stange halten. Wenn diverse angekündigte Weltenden einmal nicht eintreten sollten, beruft man sich etwa wie Martin Luther oder Mormonengründer Joseph Smith auf Berechnungsfehler und nimmt das Ende neu in Angriff.

Zum Maya-Kalender ist einen Tag vor dessen Ende wohl alles gesagt - aber noch nicht von allen. Die Fernsehsender werfen gerade zwischen "2012", "The Core", "Terminator" und "The Day After Tomorrow" sämtliche verfügbaren Endzeitfilme auf den Markt. Das Red-Bull-Magazin "2012" machte das ganze Jahr über guten Umsatz. Im Internet balgen sich die Trolle wie eh und je um die schwärzesten Prognosen und Verschwörungstheorien. Selbst George Michaels "Last Christmas" bekommt plötzlich einen bitteren Beigeschmack.

Wir halten es lieber mit Hildegard Knef. Die sang schon vor einem halben Jahrhundert: "Die Welt ging unter am Zürichsee, bei 30 Grad im Schatten." Apokalypse, Erderwärmung. Seither ist es eigentlich nur aufwärtsgegangen. (Christian Schachinger, DER STANDARD, 20.12.2012)

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Da gabs doch im Kabarettprogramm "das Olympia Journal" von Mini Bidlinsky eine bombastische Abschlussfeier in Lillehammer.

Kennt die noch jemand?

so ein pech muss man haben

habe grad von einem onkel in nigeria eine mail erhalten, wo er mir - streng vertraulich - seine millionen aus einem lukrativen ölgeschäft vererben will. dieser neue onkel hat mir auch ein foto geschickt und ein bischen wundert es mich schon, dass man so verschieden ausschaun und trotzdem verwandt sein kann.

sie auch?

wow, wir haben den gleichen onkel, noch dazu in nigeria.

Ich auch!!! Ma irre. Aber man sagt ja nicht umsonst Afrika ist die Wiege der Menschheit.

Ich hoffe doch es gibt morgen einen Liveticker!

Auferstehungsparty am 22sten?

Wohl eher nicht, das mit dem Untergang. Allerdings ein guter Grund für ne Party. Muss glaub heute in ne Bar gehen "...bin deine Chance für ein tolles letztes Mal!" :P

Aber wer weiss, vielleicht ändert sich ja wirklich mal was.
http://pronatur24.eu/2012/21-1... -neuanfang

Wie erkläre ich das nur meiner Frau?!

Diesesmal bin ich wirklich unschuldig

Der 21.12.2012 hat bereits begonnen

Wie man in der folgenden Interaktiven Weltzeituhr sehen kann, hat auf einigen Teilen der Welt bereits der 21.12.2012 begonnen, Aufgrund der Zeitverschiebung wurde zb in Neuseeland oder Teilen Russlands bereits der 21.12.2012 eingeläutet :geek:
:

http://www.qicknews.de/Forum/vie... 4567#p4566

Das habe ich schon vor einer Stunde inklusive eines direkten Links auf eine Webcam gepostet ;) . Weil der 21. schon um 12:00 MEZ begann! Und auch um 12:28 sahen die Strassen dort recht intakt aus ;) .

"wurde zb in Neuseeland oder Teilen Russlands bereits der 21.12.2012 eingeläutet "

Und wie stehts jetzt um die Gegenden?

Gute Idee. Wir sollten vielleicht Erfahrungsberichte einsammeln.

Ich werd mal versuchen, ein Flugzeug Richtung Datumsgrenze zu bekommen - vielleicht erleb ich ja den dann sehr einsamen 22.12.2012 noch.

Die Riots werden auch bald anfangen.
http://www.youtube.com/watch?v=XkEHQgh135c

ui, da schauts aber schon finster aus

Der Weltuntergang war doch schon...

...vor ein paar Tagen:

http://derstandard.at/135546005... gehen-heim

zumindest hat sich's so angefühlt.

Es gibt nur einen der uns retten kann - der Messias!!

http://images.kino.de/newspics/... 1/h250.jpg

Seit dem 0:1 meiner Rapid gegen WSC

seh ich auch schonb überall Verschwörung. Da kann mich ein Weltuntergang überhaupt nicht mehr irritieren.

Selbst wenn der Weltuntergang kommt, wird in Österreich nichts passieren.

1. Der Neugebauer ist dagegen.
2. Die Ärztekammer auch.
3. Platter will sich vom Weltuntergang nicht dreinreden lassen, der Weltuntergang ist ihm zu wenig föderalistisch.
4. Für Darabos ist der Fortbestand der Welt in Stein gemeiselt oder auch nicht.
5. Faymann würde nur hingehen, wenn er eingeladen wird.
6. KHG pocht darauf, dass seine weiße West unbefleckt bleibt.
7. Was meint eigentlich Niki Lauda dazu?
8. Die Oppositionsparteien verlangen einen Ausschuss zum Thema.
9. Die FPÖ sieht den Untergang parteipolitisch motiviert.
10. Den Österreichern ists eh wuascht!

Saved my day.

btw. Punkt 9 ist erweiterbar:
9. Die FPÖ ist der Meinung, dass nur das Abendland untergeht.

Sprach der Papagei... echt schwach, das ist das Posting von anton-aus-tyrol... rotes Stricherl für ihre Einfallslosigkeit von mir!

scherzkeks ich hab das posting von anton aus tyrol gar nicht gelesen.

die quelle ist eine ganz andre und über 3 ecken vermutlich die selbe wie die von anton. bussi!

... unds copy paste, egal von wo, bleibt trotzdem schwach.... bussi retour, ihr Scherzkeks ;)

du bist anscheinend so korrekt das du dich nach dem stuhlgang vermutlich auch bleim klopapier entschuldigst weil du´s dreckig gemacht hast, was?

schwach ist hier ganz was andres.

erinnert mich an die Computerumstellung Y2k

2038 wirds dafür umso haariger.

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