Deutschland beschließt Sanierungsprogramm

Steuerliche Förderung scheiterte am Widerstand der Länder

Die deutsche Regierung hat ein neues Zuschussprogramm zur Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden auf den Weg gebracht. Zwischen 2013 und 2020 sind dafür jährlich 300 Millionen Euro und damit insgesamt 2,4 Milliarden Euro vorgesehen. Die Bundesregierung reagiert damit auf das Scheitern der geplanten steuerlichen Förderung solcher Umbauten am Widerstand der Länder.

Das Programm soll nach Möglichkeit noch im Jänner starten. Bauminister Peter Ramsauer kündigte an, die Förderung solle unkompliziert und unbürokratisch fließen. Die Gebäudesanierung erhalte so einen weiteren Schub.

Kreditprogramm läuft weiter

Parallel dazu läuft das Kreditprogramm bei der staatlichen Förderbank KfW für die energetische Sanierung weiter, bei dem der Bund die Zinsen für Eigentümer verbilligt und dafür auch im kommenden Jahr 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellt.

Konkret soll aus dem neuen Programm für einzelne Sanierungsmaßnahmen ein Zuschuss von zehn Prozent gewährt werden. Maximal sollen es 5.000 Euro sein, bisher liegt die Obergrenze bei 3.750 Euro. Für die Sanierung auf ein sogenanntes "Effizienzhaus" kann man bis zu 25 Prozent Förderung erhalten, wobei die Obergrenze bei 18.750 Euro liegt.  (APA, 19.12.2012)

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