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Die Wiener FPÖ befürchtet, dass es zu einer "massiven Spekulationswelle" auf dem Wiener Wohnungsmarkt kommen könnte, falls die Stadt eine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Erwägung zieht. Wie berichtet, wird diese Frage im Rahmen der Volksbefragung Anfang nächsten Jahres den Wienern und Wienerinnen gestellt werden.
FP-Gemeinderat Johann Herzog verwies auf einer Pressekonferenz am Mittwoch auf die Olympischen Spiele in London im vergangenen Sommer. Dort hätten sich die Immobilienpreise und Mieten "massiv entwickelt".
Die Spiele in London kosteten rund elf Milliarden Euro, 6,7 Milliarden seien in die Infrastruktur geflossen. Der Bau von Sportstätten hätte die Miet- und Immobilienpreise in der Umgebung in die Höhe getrieben. Außerdem sei dort die Nachnutzung bzw. -verwertung der für Olympia errichteten Bauten alles andere als glücklich verlaufen. Das Olympische Dorf mit 2.800 Wohnungen sei an ein Konsortium "verscherbelt", ein Verlust von 350 Mio. eingefahren worden.
"Man muss sich natürlich in Österreich und Wien den Kopf zerbrechen, wie man solche Dinge verhindern kann", warnte Herzog, der in diesem Zusammenhang einmal mehr den Bau von 5.000 neuen Gemeindewohnungen pro Jahr forderte. (red/APA, derStandard.at, 19.12.2012)
Dossier "Volksbefragung in Wien" auf derStandard.at/Panorama
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Eventuell würde es in einigen Gegenden teurer werden, die durch die Olympischen Spiele aufgewertet werden würde, aber insgesamt würden die Preise durch die zusätzlichen Wohnungen durch die Nachnutzung des olympischen Dorfes eher gesenkt werden, da Preise eben durch Angebot und Nachfrage entstehen.
Aber ich würde trotzdem gegen die Olympischen Spiele stimmen, weil sie zu viel Steuergelder kosten würden (Wien hat ja diesbezüglich kaum Infrastruktur) und wegen dem Sicherheitswahn, der sich dann verstärken würde und zu Auswüchsen wie Präventivhaft führen könnte.
Der Wohnungsmarkt in Wien tickt anders als durch Angebot und Nachfrage. Jedenfalls durch die starke Regulierung unterliegen gerade nur 5% aller Wohnungen dem tatsächlichen Marktregeln, alle anderen 95% der Mietwohnungen sind reglementiert.
Abgesehen von ein paar anarcho-kapitalistischen "Immobilienentwicklern". Traurig, dass gerade die SPÖ in Wien die Errichtungstätigkeit bei Gemeindewohnungen beendete und sich damit von ihrer grössten Errungenschaft distanziert. Anstelle dessen setzt man auf Mietzinszuschüsse, die jedoch nur für den/die Erstmieter/in einer neu errichteten Wohnung gelten. Leistbares Wohnen bildete einmal einen Hauptwettbewerbsvorteil Wiens bei internat. Firmenniederlassungen. Lohnforderungen der Mitarbeiter bleiben in solchen Städten nämlich moderat.
Mieten und illegale Ablösen explodierten damals. Wien schaffte es damals nicht, vor allem jungen Menschen Wohnraum zu bieten. Zahlreiche Eltern entschieden sich damals nach NÖ zu emigrieren und das Gartenhaus auszubauen, um die Wohnung in Wien ihren Kindern zu überlassen. Die wenigen Jahre bis zur Pense pendelte man.
Bin kein Anhänger der FPÖ. Dennoch ist die Warnung Johann Herzogs berechtigt. Jede/r vernünftiger Mensch weiß wie teuer das Wohnen in Wien ist und eine unüberlegte politische Handlung viele Menschen unterer Einkommen ins Schwitzen bringt. olympisches Spiel bringt vielleicht den Wirtschaftstreibenden mehr Umsätze, aber sicher nicht bessere Lebensqualität der breiten Bevölkerung.
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