Öffentliche Hand darf weiter Aufträge bis 100.000 Euro frei vergeben

Bei Bauaufträgen bis zu einer Million - Schwellenwerte-Verordnung um ein Jahr verlängert

Wien - Bund, Länder und Gemeinden dürfen bis Ende 2013 weiter Aufträge im Bau-, Liefer-und Dienstleistungsbereich bis zu 100.000 Euro ohne Ausschreibung direkt an Unternehmen vergeben. Die Rechtsgrundlage dafür, die Schwellenwerte-Verordnung, wurde um ein Jahr verlängert, teilte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Mittwoch mit. Ohne Verlängerung wäre der Wert auf 50.000 Euro zurückgefallen.

Der Schwellenwert für "nicht offene Verfahren ohne Bekanntmachung" bei Bauaufträgen liegt aufgrund der Schwellenwerte-Verordnung bei einer Million Euro anstatt bei 300.000 Euro.

Die Verlängerung sei wichtig für die regionale Wirtschaft sowie Länder und Gemeinden. "Damit können wir unsere Unternehmen auch in Zukunft mit unbürokratischen öffentlichen Auftragsvergaben unterstützen. Aufgrund der weiterhin schwierigen Konjunkturlage brauchen wir hier Kontinuität", sagt Mitterlehner laut Aussendung. "Gleichzeitig reduzieren wir vor allem für Länder und Gemeinden den Verwaltungsaufwand, so sparen sich alle Beteiligten Zeit und Geld." Die Dauer der Vergabeverfahren verkürze sich um zwei bis drei Monate, in Einzelfällen sogar um bis zu fünf Monate. Die Verfahrenskosten sinken um rund 75 Prozent, in komplexeren Fällen sogar um mehr als 90 Prozent.(APA, 19.11.2012)

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