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EU-Verkehrskommissar Siim Kallas will aus Beinahe-Unglücken und anderen Vorfällen im Luftverkehr mehr Lehren für die Sicherheit ziehen. Dabei setzt er darauf, Piloten und andere Mitarbeiter durch Straffreiheit zu mehr Meldungen von Vorfällen zu bewegen, wie aus seinem am Mittwoch in Brüssel vorgestellten Plan hervorgeht. Die Informanten müssten "außer in Fällen von beträchtlichen Versäumnissen Schutz vor Strafe" genießen, heißt es in einer Erklärung.
Die Häufigkeitsrate von Unglücken in der europäischen Luftfahrt ist nach Kommissionsangaben seit fast zehn Jahren ungefähr gleich geblieben. Allerdings geht die Kommission davon aus, dass sich der Luftverkehr bis 2030 nahezu verdoppelt und damit auch eine größere Zahl von Unfällen verbunden sein könnte.
Um dem entgegenzuwirken, will Kallas vor allem bei Vorfällen ansetzen, die nicht soviel Aufmerksamkeit erregen, weil sie nicht zu einem Unfall geführt haben. Neben den Regeln, die Informanten vor unangenehmen Konsequenzen schützen, will der Verkehrskommissar auch mehr Austausch von Daten zwischen europäischen und nationalen Stellen. Die Daten müssen aber auch analysiert werden, um konkrete Verbesserungen für die Sicherheit vorschlagen zu können. Für eben diese Analysen will Kallas Mindeststandards vorschreiben und außerdem weitere Analysen auf EU-Ebene einführen. (APA, 19.12.2012)
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