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Innsbruck/Wien - Im Ringen um die Gesundheitsreform ist am Mittwoch bei einer außerordentlichen Tagung der Landeshauptleute in Innsbruck ein wichtiges Etappenziel erreicht worden: Die Bundesländervertreter unter Vorsitz des Tiroler Landeshauptmannes Günther Platter (ÖVP) sowie Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) für den Bund haben die 15a-Vereinbarung unterzeichnet. Nachdem die Ärztekammer heftigen Druck gemacht hat, wurde in dem Text die Stärkung des niedergelassenen Bereichs noch präzisiert.
Fekter sprach bei einer Pressekonferenz nach der Unterfertigung von einem "echten Freudentag" - sowohl für die Patienten als auch für den Steuerzahler. Für die Patienten deshalb, weil durch den "Paradigmenwechsel in der gemeinsamen Planung" künftig eine optimale Versorgung gewährleistet sei. Und für den Steuerzahler, weil die Gelder effizienter ausgegeben würden. Fekter verwies dabei auf die Steigerungsrate bei den Ausgaben im Gesundheitswesen von 3,6 Prozent ab dem Jahr 2016 und bestritt den Vorwurf der Einsparungen. "Gerade im Gegenteil, so wird die Versorgung gesichert", meinte sie.
Unterzeichnet wurden zwei Staatsverträge: Einerseits der Zielsteuerungsvertrag zwischen den Ländern und dem Bund, und andererseits jener im Hinblick auf die Gesundheitsfinanzierung. Die Verträge seien mit dem Stabilitätspakt verknüpft, sagte die Ministerin.
Platter verwies auf das Kostendämpfungspotenzial im Gesundheitswesen bis zum Jahr 2016. Von den insgesamt 3,43 Milliarden Euro an Einsparungen würden die Bundesländer 2,058 Milliarden Euro übernehmen. Des weiteren sei eine deutlichere Stärkung der niedergelassenen Ärzte im Zuge der Gesundheitsreform beschlossen worden. Aus dem Büro Stögers hieß es dazu, man habe noch eine "Präzisierung" und "Verstärkung" des in der Vorwoche vereinbarten Entwurfs für die 15a-Vereinbarung aufgenommen. Demnach soll nun explizit festgehalten werden, dass mit der Primärversorgung ("Primary Health Care") auch der niedergelassene Bereich "nach internationalem Vorbild zu stärken" zu stärken sei.
Die Ärztekammer hatte eine Stärkung der niedergelassenen Ärzte zur Bedingung für ihre Zustimmung zur Gesundheitsreform gemacht. Präsident Artur Wechselberger hatte am Montag bekräftigt, dass dies explizit in der 15a-Vereinbarung festgeschrieben sein müsse, damit die Ärzte auf die Fortsetzung ihrer Proteste verzichten.
"In Summe haben wir durchaus einen sehr großen Wurf über die Bühne gebracht", meinte Platter, nachdem auf Tirols Initiative hin diese Stärkung in der Vereinbarung aufgenommen worden sei. "Wir wollen eine gemeinsame Planung und Versorgung zwischen den Spitälern und dem niedergelassenen Bereich", erklärte der Gesundheitsminister. Durch die Zusammenarbeit von Ländern und Sozialversicherungsträgern soll eine Verbesserung im Ausbau des Gesundheitssystems stattfinden und diese auch aufrechterhalten bleiben, fügte Stöger hinzu.
Als "historische Wende" bezeichnete Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) die Unterzeichnung. "Es wird gemeinsam geplant, gemeinsam finanziert und die Ziele werden gemeinsam fixiert", erläuterte er. Erstmals sei die Prävention institutionell niedergeschrieben worden. Für derartige Maßnahmen seien 150 Millionen Euro vorgesehen. Dies goutierte auch Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling. "Wir wollen den Blick mehr auf die Gesundheit richten und nicht auf die Krankheit", sagte er. Die 15a-Vereinbarung sei seiner Meinung nach "sehr umfassend".
Die Ärztekammer hat die von Bund und Ländern unterzeichnete 15a-Vereinbarung zur Gesundheitsreform "zur Kenntnis" genommen. Das erklärte die Kammer in einer Aussendung. Erfreut zeigte man sich sich über das Bekenntnis zur Stärkung des niedergelassenen Bereichs - womit die Spitäler entlastet werden sollen. Die Ärztevertretung sieht dies als Ergebnis "ihres Agierens in den letzten Monaten". Weiterhin Kritik übt die Kammer an den geplanten Zielsteuerungskommissionen, ebenso die vorgesehenen Kostendämpfungen und die damit verbundene Ausgabendeckelung. (APA, 19.12.2012)
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nichts u niemand bringt die pat. mehr aus den ambulanzen raus,forget it, derzug ist schon vor mind. 10 a abgefahren.außerdem ist die ausbildung zur allgemeinmedizinerin so was von nicht existent,kein wunder daß man leiner zum schmied als zum schmiedl geht
wärs nicht vernünftiger den schwerpunkt in die krankenhäuser zu verlegen??? Die Kosten ja egal ob Patienten behandelt werden oda nicht ein Vermögen. Daher viele Behandlungen im Krankenhaus und die Behandlungen werden günstiger. Is doch ein simples ökonomisches Prinzip is das in der Politik noch nicht angekommen???
+ niedergelassenen bereich stärken. ich hoff die ham dann auch längere Öffnungszeiten, (aba da wird sich die ärztekammer dann quer legen oda?)
Ihnen ist dann also egal, ob der behandelnde Arzt sie kennt oder nicht. Dann gehns aber bitte gleich zum Diagnoseroboter oder Googelns ihren Kram selber. Aber die Psyche koppelns vorher ab und versenkens im Müll. Heilkunde hat andere Dimensionen auch noch, als nur Schraubenschlüssel und Hammer zum Organeklemnern.
keine krankenhausambulanz ist darauf eingerichtet, dass jemand wegen fusspilz um 23 uhr kommt. das mit den längeren öffnungszeiten ist eine freche ausnutzerei, womit sich die arbeitgeber freistellungen für arztbesuche einsparen wollen. meine familie und die familien meiner angestellten wollen uns auch am abend sehen. denken sie auch daran.
nein, ich lebe nur davon, dass ich ernsthaft kranke menschen behandle. das reicht, um einblick zu gewinnen.
roter baron, ihr kommunisten wollt alles umsonst, und alles maximal, und das spielts nicht. wenn ihnen der rote teppich ausgerollt werden soll, dann müssens halt privat in die tasche greifen. oder wir verständigen uns darauf, dass das gesundheitssystem maximal patientenorientiert sein muss, aber das muss auch irgendwer bezahlen - und das sind bei euch kummerln immer die anderen, nie ihr selber.
ganz einfach; es gibt keine niedergelassenen fachärzte mehr, alle im krankenhaus, nur noch allgemeinmediziner die ihre praxen haben. in irgendeinem skandinavischen land gibt es das schon.
IMMER DIESE BÖSE WIRTSCHAFT OMG das kann ich nicht mehr hören.
Der Tiroler Landeshauptmann und der Ärztekammerpräsident aus Tirol wollen den niedergelassenen Bereich stärken?
Dann bitte zuerst einmal im eigenen Bundesland damit anfangen. LH Platter könnte Verträge seiner Landesbeamtenkasse KUF nur mehr an jene Ärzte vergeben, die auch Gebietskrankenkasse haben. Für Gebietskrankenkassenversicherte wird es immer schwieriger einen Arzt zu finden, weil sich die niedergelassenen Mediziner bei den Patienten die Rosinen herauspicken: d.h. nur Verträge mit Kassen, die gut zahlen (Landesbeamte, Bundesbeamte, SVA,..), aber kein Vertrag mit der TGKK.
Kurzum in Zukunft bei der Vergabe von Kassenstellen: entweder jemand nimmt alle Kassen, oder er bekommt keine Kasse.
in tirol habt ihr eine menge deutscher touristen. und viele davon kommen deshalb zu euch, um sich hier ein bein zu brechen, oder um im urlaub krank zu werden. wenn ein kassenarzt einen vertrag mit der tgkk hat, so ist er auch verpflichtet, ausländer mit einer europäischen versicherungskarte (bei uns die rückseite der ecard) auf kassenkosten zu behandeln. das problem ist, dass die deutschen (privat)kassen frech einfach nicht oder erst nach klagsandrohung die ärztliche leistung bezahlen. umsonst arbeiten kann sich keiner leisten. also bekommt man in tiroler tourismusgebieten kaum mehr einen kassenarzt. nicht schuld der pöhsen ärzte, sondern von gewissenlosen "versicherern".
stärkung ist nicht das richtige wort, ausnutzung trifft die sache besser. man hat erkannt, dass kh-ambulanzen wesentlich teurer sind als der vertragsärztebereich. wenn dann aber deckelungen nicht fallen, wenn kein moderner leistungskatalog eingeführt wird, wenn jeder 3 monaten lang 3x/woche um 19:00 in die ordi spazieren darf, und der arzt bekommt dafür pauschal ganze 18,10 euro, dann ist das nicht ausnutzung, sondern ausbeutung. und wenn wir weiterhin nicht ein vernünftiges system mit freien dienstnehmern, welche uns an tagesrandzeiten vertreten dürfen aufbauen dürfen, dann ist das nur ausbeutung. dann wird es proteste geben, und die medien werden wieder den hintergrund verschweigen.
treffender kann man es nicht beschreiben ... und schon gar nicht *am land* ... wo von den ärzten dauernde erreichbarkeit verlangt wird ... das beispiel wo das hinführt ist das sprengelarzt system in den bundesländern, wo schlicht und einfach sprengel nicht mehr nachbesetzt werden können weil sich niemand mehr dafür hergibt .... aber das ist ja sooooo toll wenn sich wirtschaft und politik ins gesundheitssystem einmischen und mit dem instrument des neides (die ärzte sind eh alle so reich) das patienten - arzt verhältniß nachhaltig zerstören ....
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