Erneut Razzien bei Putin-Gegnern

Ermittler durchsuchten Wohnungen eines Journalisten und von Menschenrechtlern

Moskau - Mit Razzien geht die russische Justiz nun auch außerhalb von Moskau immer stärker gegen Gegner von Präsident Wladimir Putin vor. Ermittler durchsuchten in der Millionenstadt Woronesch die Wohnungen eines Journalisten und von zwei Menschenrechtlerinnen, von denen eine für die Organisation Transparency International arbeitet. Die Ermittler wollten alle elektronischen Datenträger durchsuchen, berichtete eine der Betroffenen. Die drei Putin-Kritiker seien zur Befragung vorgeladen worden, sagte Anwältin Olga Gnesdilowa am Mittwoch der Agentur Interfax.

Verfahren gegen Regierungsgegner

Der Einsatz hänge mit einem Verfahren gegen Regierungsgegner in Moskau wegen der Anstiftung zu Massenunruhen zusammen, sagte Gnesdilowa. Die Bewegung Solidarnost teilte mit, dass ebenfalls in Woronesch - knapp 500 Kilometer südlich der Hauptstadt - die Wohnungen mehrerer Mitglieder durchsucht worden seien. Vor rund einer Woche hatte die Opposition von Razzien gegen Putin-Gegner in Nischni Nowgorod rund 400 Kilometer östlich von Moskau berichtet. (APA, 19.12.2012)

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