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Wien - Am kommenden Freitag erfolgt endlich auch für die alpinen Snowboarder der Weltcup-Auftakt. Mit einem Parallel-Riesentorlauf in Carezza (Italien) fällt nur einen Monat vor den Titelkämpfen vom 17. bis 27. Jänner in Stoneham (Kanada) auch in dieser Disziplin der Startschuss in die Saison. Das ÖSV-Team rückte mit einem Großaufgebot in die Dolomiten an. Gleich 18 Parallel-Boarder, darunter einige aus dem Europacup, sind mit dabei.
"Nach einer langen Vorbereitung freuen wir uns, dass es jetzt endlich losgeht. Wir haben seit Mitte August ein intensives Programm abgespult und sind für den WM-Winter gerüstet", erklärte ÖSV-Parallel-Headcoach Tom Weninger. Neu sind die Drop-down-Starttore, die nun ähnlich wie im Cross nach unten statt bisher auf die Seite (Western-Gates) aufgehen.
"In unserer Mannschaft haben sowohl bei den Damen als auch bei den Herren alle das Zeug, um sich für das Finale der Top 16 zu qualifizieren", blickte Weninger dem Saisonauftakt am Karer-Pass optimistisch entgegen. Weltmeister und Jung-Papa Benjamin Karl sah bereits bis zur WM voraus: "Kanada ist ein gutes Pflaster, dort habe ich schon vier Rennen gewonnen!"
Der FIS-Snowboard-Weltcup geht diesen Winter freilich unter erschwerten Bedingungen über die Bühne, weil erstmals kein Tour-Sponsor (zuletzt "LG") vorhanden ist. Damit müssen die Veranstalter die Kosten bis hin zum Preisgeld (25.000 Schweizer Franken pro Geschlecht und Bewerb) selbst tragen. Die FIS stellt lediglich Zeitnehmung, Ergebnisse und den Renndirektor.
Das hat dazu geführt, dass Veranstalter wie Landgraaf, Stockholm, London, Sudelfeld und auch Bardonecchia aus ökonomischen Gründen nicht mehr im Kalender aufscheinen. Alleine für die Österreich-Rennen bezeichnete Christian Galler, sportlicher Leiter im ÖSV, den Abgang aus fehlenden Marketing-Geldern mit 120.000 Schweizer Franken (ca 100.000 Euro). (APA, 19.12.2012)
ÖSV-Aufgebot für den Weltcup-PGS am Freitag in Carezza (9.00 Qualifikation/13.00 Finale, live Eurosport 2):
Damen: Tanja Brugger (K), Julia Dujmovits (B), Marion Kreiner (ST), Ina Meschik (K), Heidi Neururer (T), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann (K). Herren: Sigi Grabner (K), Benjamin Karl (NÖ), Sebastian Kislinger (ST), Andreas Lausegger (K), Lukas Mathies (V), Alexander Payer (K), Andreas Prommegger (S), Johann Stefaner (K), Toni Unterkofler (S), Manuel Veith (ST), Ingemar Walder (T).
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