US-Gericht: Sea Shepherd muss "Bannmeile" einhalten

Tieschützer dürfen sich japanischen Walfängern nur noch bis auf 500 Meter nähern

Los Angeles - Die Mitglieder der Tierschutzorganisation Sea Shepherd dürfen sich bis auf Weiteres japanischen Walfängern nur noch bis auf 500 Meter nähern. Ein US-Berufungsgericht verbot der Gruppe und ihrem Anführer Paul Watson zudem am Dienstag in einer einstweiligen Verfügung, sämtliche Boote der Kläger anzugreifen und deren Sicherheit auf offener See zu gefährden. Zu den Klägern gehören das japanische Walforschungsinstitut sowie mehrere japanische Unternehmen. Einsätze gegen Japans Walfangflotte sind ein Schwerpunkt der Organisation.

Der Anwalt von Sea Shepherd, Charles Moure, kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen und bezeichnete die Verfügung in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP als "sehr enttäuschend". Die Klägerseite begrüßte die Entscheidung indes.

Der international gesuchte Watson hatte Anfang Dezember erklärt, er befinde sich wieder auf einem Schiff seiner Organisation und fahre in Richtung Antarktis, um dort gegen japanische Walfänger zu kämpfen. Der 61-Jährige war im Mai bei der Einreise in Deutschland aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden, später aber auf Kaution freigelassen worden. (APA/red, derStandard.at, 19. 12. 2012)

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Liebe Sea-Shepard Leute, bitte missachtet dieses Urteil...

Dann koennen die japanischen Walfaenger endlich gegen Euch in den USA vorgehen - und zumindest den US-Spendenfluss abdrehen: Ihr seid zwar Idealisten, aber irgendwie muesst Ihr auch Eure Schiffe bezahlen...

Auf Kaution freigelassen worden

und dann ist er ausgereist? Oder wie funktioniert das heutzutage?

gegen den Walfang !!!

Japan steht schon lange wegen seiner barbarischen Walfangpraxis in der Kritik. Gefangen werden auch Tiere die vom Aussterben bedroht sind wie z.B. Finwale. Finwale sind die zweitgrößten Tiere auf unserem Planeten. Die Begründung für die Jagd ist “wissenschaftliche Forschung”, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass mit dem Fleisch Luxusrestaurants beliefert werden. In Japan geben Feinschmecker für die Delikatesse Walfleisch viel Geld aus.
Die Waljagd ist unnütz und ungerecht. Sobald die Wale von diesen sogenannten “Wissenschaftlern vermessen und gewogen worden sind, gehen die Schlachter ans Werk und die Wale werden zerschnitten und für den Markt verpackt. Es geht nur um Geld und nicht um Forschung.

Ohne motzen zu wollen: wie definiert man eine "gerechte" Jagd, im Gegensatz zu einer gerechten?

es sind nicht nur grosse...

... sondern auch intelligente lebewesen. aber selbst wenn sie so dumm wie ein fisch waeren, und ich von da her keine bedenken haette einen zu essen, ist es eine unwahrscheinliche frechheit und verhoehnung die wissenschaft dafuer zu missbrauchen ein fangverbot zu umgehen.
leider koennte man nur die schiffe mit den hacklern drauf torpedieren, und nicht die eigentuemer und hintermaenner dieses geschaefts

Ähm, das heißt, wenn man die "Eigentümer und Hintermänner" torpedieren könnte, wäre das in Ordnung. So nach dem Motto: Wale sind, naja, intelligent, aber "böse" Menschen wohl nicht so?

am besten

Sie würden auf Drohnen umsteigen - die kann man sicherlich auch gut mit Buttersäure ausstatten ;-)

Oder ein paar Quadrocopter - die schaffen sicher die 500 Meter ...
gibt ja noch viele kreative Ideen *gg*

kontaktsprengköpfe wären besser

Welche Rechtsrelevanz hat so ein Urteil in

internationalen Gewässern? Bitte um seriöse Antwort!

Es hat insofern Relevanz da die Sea Shepherd Orga eine "... ist eine Non-Profit-Organisation nach § 501(c)(3) des US-amerikanischen Einkommensteuergesetzes" ... daher hat ihren Sitz in den USA, daher auch dort geklagt worden.
Es wurde ja nicht Paul Watson oder eine bestimmte Person geklagt sondern die Organisation selbst. Ich finds zwar lustig das man gegen ne juristische Person eine "Bannmeile" einrichten kann aber ... offenbar geht das.

Naja relativ wenig.

Das US-Gericht müsste das "angeklagte" Schiff schon in dem Land unter dessen Flagge es fährt verurteilen lassen, sozusagen.
Oder wenn besagtes Schiff in einem Hafen unter US-Herrschaft einläuft und ankert, gilt auch US-Recht (bzw. halt wieder Punkt 1, wenns einen Haftbefehl oder so + Auslieferungsantrag mit besagtem Land gibt).
Oder wenn ein US-Besatzungs-Mitglied auf US-Boden geht.

Was mir nur nicht klar ist, wenn jetzt ein Militärschiff in der Nähe ist, dürften die eingreifen? Siehe somalische Piraten?

Ich dachte Sea Sheperd fährt unter Australischer Flagge?

Kommt auf das Schiff an, Sea Shepherds Schiffe sind auch unter niederländischer Flagge unterwegs.

der bestochene Richter...

...sollte ueber eine Bannmeile um sich selbst nachdenken

[§]

das US-Urteil ist auf internationalen Gewässern (außerhalb der 12-Seemeilen-Zone) rechtlich bedeutungslos

Unsinn. Wenn sie dagegen verstoßen, werden sie eben zur Rechenschaft gezogen.

Nach US-amerikanischen.

Bist du wirklich so naiv? Wenn sie dagegen verstoßen, dürfen weder sie noch das Schiff je wieder US-amerikanische Territorium betreten, die Leute können schlimmstenfalls per internationalen Haftbefehl gesucht werden.

das wäre ja ein verlust ^^

[§]

@ US-amerikanisches Recht: das gilt aber nicht in internationalen Gewässern (genausowenig wie türkisches Recht oder iranisches Recht dort gilt).

Noch ein Tipp: US-amerikanisches Recht gilt auch nicht in Belgien oder China oder ... irgendwo anders außerhalb der USA for that matter ...

Welches Recht gilt dann dort?

oder gar keins?

Unsinn, natürlich gilt US-Recht auch für Menschen in Belgien. Entweder weil sie Amerikaner sind, oder weil die Tat für ein amerikanisches Gericht relevant ist.

Das Selbe gilt natürlich auch für öst. Gericht!
Mach dich schlau, bevor du hier derartigen Unsinn postest!

Eh net, aber wenns an Land gehen, und die haben einen Auslieferungsvertrag und einen Haftbefehl der USA....dann gilts halt schon irgendwie oder ;-)

Nach dem Recht des Flaggenstaates.

Wahrscheinlich werden die Japaner in der USA geklagt haben, weil Sea Shepherd Schiffe unter amerikanischer Flagge hat.

Natürlich würde es auch reichen, wenn Sea Shepherd seinen Sitz in den USA hat.

Glauben Sie wirklich, dass außerhalb der 12-Meilen-Zone ein rechtsfreier Raum ist?? Wenn Sie auf einem österr. Schiff mitten im Atlantik jemanden umbringen landen Sie auch im Landesgericht für Strafsachen Wien.

Jep genau, weil das Schiff unter österreichischer Flagge fährt.

Soweit ichs aus der Sendung sehe, fäht kein einziges Schiff unter amerikanischer Flagge, also ist es relativ bedeutungslos was die wollen

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