Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Rektoren und ÖH suchen den Super-Vortragenden.
Wien - Die "Kunst des Lehrens" soll künftig alle zwei Jahre mit einem neuen Staatspreis, dem "Ars docendi", ausgezeichnet werden. "Behalte nur die Sache im Kopf, die richtigen Worte werden schon folgen", hat der römische Schriftsteller Cato sinngemäß über die Lehre gesagt. "Seit damals hat sich allerdings vieles verändert und man ist sich vermehrt bewusst geworden, dass das Glücken der universitären Lehre nicht selbstverständlich ist", betonte Wissenschaftsminister und Altphilologe Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.
Die Vorauswahl treffen Rektorate und die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH), die Preisträger wählt eine internationale Expertenjury. Bis April können Nominierungen gemacht werden, die erste Preisverleihung ist für Juli 2013 geplant. Vergeben wird der Preis in sieben Kategorien ("Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik", "Medizin", "Wirtschaft und Recht", "Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften", "Kunst und Musik"; zwei Preise für besonders innovative Lehrkonzepte), die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
Der "Ars docendi" solle einerseits eine Belohnung für Spitzenleistungen sein, andererseits aber auch "ein Exempel, ein Vorbild zum Nachmachen", so der Wissenschaftsminister. An den einzelnen Unis gibt es zum Teil schon seit Längerem Auszeichnungen für gute Lehre, betonte Martin Polaschek, Leiter des Forums Lehre der Universitätenkonferenz (uniko). Gleichzeitig werde leider bei Berufungen noch immer sehr auf Publikationen geachtet und nicht so sehr darauf, ob jemand auch geeignet sei, sein Wissen an die Studenten weiterzugeben.
Der ÖH-Vorsitzende Martin Schott (Fachschaftslisten, FLÖ) sprach von einem "wichtigen Zeichen, gute Lehre vor den Vorhang zu holen". Gleichzeitig gebe es noch viel zu tun, um die Lehre an den Unis generell zu verbessern. Hier baut er u.a. auf eine dazu eingerichtete Arbeitsgruppe in der Hochschulkonferenz.
Polaschek betonte, dass es zusätzlich an den einzelnen Unis Maßnahmen gebe, um die Lehre als Faktor für die Karriere zu stärken. Zudem bemühe man sich, junge Kollegen didaktisch besser zu schulen. Und auch die Lehrveranstaltungsevaluierungen durch Studenten würden zur Verbesserung genutzt. Diese könnten großteils auch vom Institutsleiter oder Dekan eingesehen werden, die dann Angestellte bei Bedarf in hochschuldidaktische Schulungen schicken. Externe Lektoren würden nach mehrfachen negativen Evaluierungen nicht mehr beschäftigt.
Als Kriterien für exzellente Lehre sollen etwa innovative Didaktik (neuartige Lehrmethoden, Unterstützung von selbstorganisiertem Lernen), Einbringen neuer Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in die Lehre bzw. Beteiligung der Studenten an Forschungsvorhaben, Kompetenzorientierung (Verbindung von Theorie und praktischer Anwendung), Studentenzentrierung (besondere Maßnahmen zur Betreuung, Berücksichtigung von Feedback) und Interdisziplinarität herangezogen werden.
Vorerst soll der "Ars docendi" nur für exzellente Lehre an den Unis vergeben werden. Töchterle betonte allerdings, dass künftig sowohl der Zwei-Jahres-Rhythmus verkürzt als auch der Preis auf andere Institutionen ausgeweitet werden könnte. (APA, 19.12.2012)
Generalsekretär des Wissenschaftsministeriums folgt zurückgetretenem Rektor Willer nach
Neue Amtszeit läuft bis September 2018
Töchterle kann sich Änderung bei Bestellmodus vorstellen - Gesamte Frauenquote bei rund 55 Prozent
Tenner ist Vorsitzende
Professor der Uni Wien für fünf Jahre bestellt
Brigitte Jilka zur Vorsitzenden gewählt
Sechste Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr
Steirische Alt-Landeshauptfrau folgt Hannes Androsch nach
Leipziger Musikschule-Direktor Frank Thomas Mitschke steht "aus persönlichen Gründen" nicht mehr zur Verfügung - Scheidender Unirat empfiehlt Neuausschreibung
Diplomatin folgt Max Kothbauer nach
Uni-Dachverband bietet 50 Euro monatlich mal 14, GÖD fordert Inflationsausgleich
Bildungsministerium stellte laut Märk-Anwalt Schadenersatzzahlung in Aussicht
Zuständig für Lehre und Internationales
26 von 57 Mitgliedern sind Frauen - Nur eine Uni nominierte ausschließlich Männer
Universitätsrat wählte "führungserfahrenen externen Kandidaten" einstimmig nach langem Streit mit dem Senat um die Neuwahl
Historiker Caspar Hirschi über die "infantile Abhängigkeit" der Jungwissenschafter und den "Luxus, originell zu sein"
An der FH JOANNEUM gibt es dergleichen bereits seit einigen Jahren: den "Teaching Award".
Studierende müssen den "besten Lehrenden" ihres Studienganges nominieren (mind. 15 % der Studierenden), die Nominierten müssen dann ihr didaktisches Konzept abgeben, das von einem Gremium, bestehend aus StudierendenvertreterInnen, StudiengangsleiterInnen, dem Rektor und Didaktikexperten einer Universität evaluiert wird. Der "Teaching Award" wird jeweils an fünf Personen pro Jahr vergeben.
Erstaunlich am neuen Preis des Wissenschaftsministierium: Warum nur die Unis, warum nicht auch die FHs?
Als Anreiz, weil mutmaßlich wenige Uni-Profs gut lehren können? Oder weil FH-Lehrende als minderqualifizierte Hilfsarbeiter der wiss. Lehre betrachtet werden?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.