Griechenland beschert Hedgefonds 500 Millionen

19. Dezember 2012, 13:07
  • Ein US-Hedgefonds hatte das richtige Händchen und verdiente ordentlich mit Griechenland.
    foto: www.pixelio.de, jorma bork

    Ein US-Hedgefonds hatte das richtige Händchen und verdiente ordentlich mit Griechenland.

Für einen US-Hedgefonds verwandelten sich griechische Staatsanleihen in einen Geldsegen. Er setzte darauf, dass dem Land geholfen wird

"Daumen rauf", kann man wohl kaum meinen, wenn man über Griechenland spricht. Zwar hat die US-Rating-Agentur Standard & Poor's eben die Kreditwürdigkeit des Landes mit einem Schlag um sechs Stufen auf B- angehoben, doch muss man schon ein risikofreudiger Zocker sein, um auf das krisengebeutelte Land zu wetten. So geschehen beim Hedgefonds Third Point, geleitet vom US-Milliardär Dan Loeb (51), der mit griechischen Anleihen 500 Millionen Dollar (etwa 380 Millionen Euro) verdiente, wie die Financial Times berichtet.

Die US-Heuschrecke setzte darauf, dass die Euroländer Griechenland nicht hängen lassen und das Land mit Hilfe des Rettungsfonds einen Teil seiner Schulden zurückkaufen kann und die EU-Institutionen alles daran setzen, einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu verhindern. Third Point kaufte eine Position griechischer Anleihen von einer Milliarde Dollar zum Wert von je 17 Cent je Anteilschein.

Als Griechenland Anfang Dezember in der Lage war, von seinen Gläubigern Staatsanleihen zurückzukaufen, lag der Wert der Papiere im Schnitt bei 34 Cent pro Euro. Third Point verkaufte einen Großteil seiner Position an den griechischen Staat und wurde dadurch um eine halbe Milliarde Dollar reicher. Einen beträchtlichen Anleihenstock will Loeb allerdings weiter halten, da er davon ausgeht, dass der Wert griechischer Anleihen 2013 noch weiter steigen wird. Um bis zu 40 Prozent, schätzen die Analysten des Hedgefonds. (red, derStandard.at, 19.12.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 256
1 2 3 4 5 6
und wer sind jetzt die

sozialschmarotzer :) ?!!

EU-Steuergelder an amerikanische Milliardäre abzugeben?

Wer möchte sein Geld an amerikanische Hedge Fond -Milliardäre spenden? Nur zu, es geht uns doch so gut hier in Österreich!!!
So die Strategie der EU Politiker um ihre eigenen Bürger auszubluten?!
Das ist so zynisch dass es schlimmer nicht mehr geht!
Die einzige Möglichkeit für Österreich ist, aus der EU auszusteigen!

Dieser Hedge Fond hat auf die Blödheit der europäischen Eliten gesetzt und gewonnen.

...und unsere Politiker werden weiter haften und bürgen, die Zeche haben ohnehin die nächsten Generationen zu bezahlen!

Man sollte im nächsten Jahr, bei den anstehenden Wahlen daran denken und diese Bagage einfach abwählen!

... die zeit der schmarotzer hat begonnen

Gratulation

Im Gegensatz zu den meisten Postern hier, kann ich den Verantwortlichen nur zu diesem Deal gratulieren.
Der Nutzen von HFs ist gerade hier im Griechenland-Beispiel schön erkennbar - allerdings stehen hier im Forum - wie immer - bloß unplausible Vorurteile und die Risiken im Vordergrund ... vom Nutzen dieser Deals und Institutionen spricht keiner.

Gratulation!

Auch ich kann Herrn Dan Loeb nur gratulieren. Dass er mit der Dummheit und Unfähigkeit der Euro-Elite zu Lasten des nordeuropäischen Steuerzahlers sein Geschäft macht, ist nicht ihm - moralinsäuerlich - vorzuwerfen, sondern jenen Herrschaften in Europa; von Juncker abwärts... die uns die Misere eingebrockt haben. Und natürlich den Griechen, nicht bloß ihrer korrupten Politkaste, sondern dem Volk in seiner Gesamtheit, dem es nicht beliebt seine Steuern zu bezahlen, das sich am wohlsten in unproduktiven Staatsbetrieben fühlt und das sich gerne an Sozialtöpfen vergreift. Das man Griechenland in der Eurozone hält, ist natürlich der blanke Wahnsinn und sollte kriminalistisch aufgearbeitet werden.

wow - sklaven die sich beim sklavenhalter bedanken - davon konnte man früher nur träumen....

dir ist offenbar nicht bewusst, daß du diesen leistungslosen profit mitfinanziert hast

Das wusste doch ein jedes Kind. Bedanken Sie sich bei dem korrupten Griechenland und bei der nicht viel anders gearteten Euro-Elite.

Die staatliche Schuldenpolitik ist gescheitert. Obwohl es immer noch (gewerkschaftliche und linksgerichtete) Wirrköpfe gibt, die nicht davon lassen wollen.

auf diese Polemik hab' ich gewartet...

Dürfte ich Sie fragen, wie lange Sie sich bereits mit Hedgefonds abseits von Wikipedia- und Attac- Artikeln beschäftigt haben?

Und könnten Sie mir bitte weiters erklären:

a.) inwiefern Sie die Tätigkeit von HFs als leistungslos deklarieren
b.) den detailierten Ablauf meiner angeblichen "Mitfinanzierung"

Würde mich äußerst interessieren, um einmal in die Gedankenweilt des Standard-Standard-Lesers eintauchen zu können.

Ist eigentlich ein gutes Signal

Denn damit schauen die, die auf einen Totalausfall der griechischen Schulden gewettet und ihre Anleihen zu einem niedrigen Preis verkauft haben, ganz schön blöd aus...
Die 500 Millionen. die der eine Fond verdient hat, hat halt ein anderer verloren.

richtig erkannt!

Die Hauptopfer der griechischen Misere sind all jene, die im Vertrauen auf die Korrektheit des griechischen Staates im Zeitraum 2008 ihr Geld an Griechenland verliehen haben. Das sind die wahren Tragödien. Aber hier wird ja vereinzelt der Standpunkt vertreten, dass einmal aufgenommene Schulden nicht zurückzuzahlen sind. Zumal Geldgeber eh immer nur pöhse Kapitalisten sind.

Ums kurz zusammen zu fassen, wir zahlen die Schulden der Griechen damit die amerikanischen Heuschrecken viel Geld verdienen? WTF!

Die Zocker werden noch viel Geld mit Griechenland verdienen!

"Denn die einen sind im Dunkeln // Und die andern sind im Licht. // Und man siehet die im Lichte // Die im Dunkeln sieht man nicht."

Copyright Bertold Brecht.

Wilhelm Busch zitiert B B ? ;o)

@flux

Punktgenau;Sie wissen sicher auch:

"Gott ist tot" und

"Elvis lebt"...

den Griechen

hätte man geholfen, wenn man sie pleite gehen hätte lassen, und raus aus dem Euro.

Dabei wäre allerdings viel Mist ans Tageslicht gekommen. Das galt es zu verhindern.

am liebsten würde ich rausziehen und mit gleichgesinnten die bankster mit einem nassen fetzen aus dem land jagen.

aber das absurde ist, die polizei würde die sogar auch noch schützen. soweit ist es in unserem staat gekommen. der staat schützt die verbrecher vor dem volk. und nicht umgekehrt...

es ist immer schon um den schutz des eigentums gegangen. der staat schützt die besitzenden vor den habenichtsen.

na klar, das Kapital muss geschützt werden, die Überwachung der Bürger weltweit wird nicht wegen der Terroristen erhöht, das Kapital hat Angst.

..deswegen auch Berufsheer....

was wurde uns vorher eingetrichtert? griechenlandhilfe? das waren wieder mal hilfen für die bankster, hedgefonds und superreichen.

wir können uns einfach unsere superreichen und unseren aufgeblasenen schmarotzenden finanzsektor nicht mehr leisten.

und wieder einmal zahlt das volk (diesmal das eu-volk) die renditen der bankster und superreichen.

wann begreifen endlich die menschen, dass letztendlich immer wir, das volk, die renditen der eliten bezahlen dürfen?

aber nein: keine vermögenssteuern, keine erbschaftssteuer, keine einschränkung von privatstiftungen, kein höherer spitzensteuersatz, usw...

manchmal könnte man meinen das volk ist masochistisch veranlagt

Lieber Freund, das ist die logische Konsequenz einer von den Linken üblicherweise verfochtenen Schuldenpolitik. Wer sich den Finanzmärkten ausliefert, wird zu deren Spielball. Mit deiner unwissenden Schwärmerei von wegen Vermögenssteuern, wirst Du daran auch nichts ändern.

Posting 1 bis 25 von 256
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.