Grundwehrdiener wurde IT-Staatsmeister

19. Dezember 2012, 11:22
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Konnte beim Bundesheer "Fähigkeiten sinnvoll einsetzen und dazulernen"

Verteidigungsminister Norbert Darabos argumentiert für das Berufsheer damit, dass die Panzerschlacht auf dem Marchfeld Geschichte sei und neue Bedrohungen wie Cyber-Terror Profis erfordern. Solche IT-Profis hat der Minister längst in der Truppe - und zwar unter den Grundwehrdienern. Ausgerechnet ein Rekrut ist bei der Berufsinformationsmesse 2012 IT-Staatsmeister geworden und wird voraussichtlich auch beim Bundesheer als IT-Spezialist bleiben.

Großes Projekt

Der Gefreite Felix Hartung ist im Führungsunterstützungszentrum in der Wiener Stiftskaserne eingesetzt. Er hat sich beim Bundesheer von sich aus für die IT-Abteilung gemeldet und mit der Zeit "anspruchsvollere Aufgaben bekommen", wie er der APA auf Anfrage mitteilte. Schließlich habe er ein "großes" Projekt bekommen - nämlich die komplette neu Konzeptionierung des DNS-Konzepts für alle paar hundert Liegenschaften und Server des Ministerium. "Das habe ich ein ganzes Monat lange konzeptioniert und auf insgesamt 50 Seiten (20 Seiten Theorie und Möglichkeiten, 30 Seiten technische Dokumentation des Prototyps) dokumentiert."

90 Prozent Kollegen "gelangweilt"

Auch wenn sich 90 Prozent seiner Kollegen "gelangweilt" hätte, sei er froh, dass wenigsten er seine "Fähigkeiten sinnvoll einsetzen konnte und auch dazugelernt habe; auch wenn es für 320 Euro eigentlich die ärgste Ausbeute ist?. Das sei ?aber besser als irgendwo bei den Jägern ganze sechs Monate lang im Dreck zu liegen?, so Hartung, der voraussichtlich als Zivilbediensteter bei Bundesheer bleiben wird, schmunzelnd.

Berufsweltmeisterschaften in Leipzig

Hartung wird, nachdem er bei der Berufsinformationsmesse in Salzburg im November Staatsmeister im Bereich "IT Netzwerk- und Systemadministration" wurde, nun Österreich im Juni 2013 bei den Berufsweltmeisterschaften in Leipzig vertreten. Insgesamt werden 29 Österreicher in 27 Berufen bei den Weltmeisterschaften antreten, hieß es aus der Wirtschaftskammer. Sie kämpfen dort gegen 1.000 Teilnehmer aus 60 Ländern in 50 Berufen. (APA,19.12.2012)

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