Google und Microsoft rangeln um "Santa Tracker"

19. Dezember 2012, 10:51
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NORAD stellt Kooperation mit Google ein und favorisiert 2012 Bing für seinen offiziellen "Santa Tracker"

Das Nordamerikanische Luftraumüberwachungskommando (NORAD) erlaubt sich seit den 1950ern den Spaß, am 24. Dezember die Fahrt des Weihnachtsmanns um die Welt zu verfolgen. Seit 2007 konnte der "Santa Tracker" über Google Maps aufgerufen werden. Doch nun fiel die Verfolgung Microsofts Suchmaschine zu.

Santa in Bing und Apps

Das offizielle NTS (NORAD Tracks Santa) steht am 24. Dezember somit über Bing Maps zur Verfügung. Für die Google-Earth-ähnliche 3D-Ansicht wird Cesium bevorzugt. Unter iOS, Android, Windows Phone und Windows 8 gibt es eigene Apps.

Google startet eigenen Tracker

Google lässt sich die Tradition allerdings nicht nehmen und startete für 2012 eine neue Website. Auf dem eigenen Santa Tracker wird aktuell mit einem Countdown auf den Start der Schlittenfahrt verwiesen. Dazu bietet das Unternehmen drei Browser-Games und personalisierte E-Cards sowie eine eigene Android-App zur Ortungs des Weihnachtsmanns an.

Hintergründe

Im Web wird nun über die Hintergründe zur NORAD-Entscheidung spekuliert. Nach offiziellen Angaben sei die Kooperation zwischen NORAD und Google mit beiderseitigem Einverständnis beendet worden. TechCrunch schreibt, dass Google Maps der am meisten genutzte Kartendienst ist und der Wechsel unverständlich sei. Die iOS-App wurde in den ersten 48 Stunden rund zehn Millionen Mal heruntergeladen.

"Keine offizielle Empfehlung"

Interessant ist dabei eine kleine Information, die dem Besucher der NTS-Seite beim Klick auf Bing Maps anzeigt wird. Hier heißt es in einem Pop-up-Fenster unter anderem: "Das Klicken durch die nächste Website stellt keine offizielle Unterstützung oder Empfehlung eines Produktes oder einer Dienstleistung durch das amerikanische Verteidigungsministerium oder NORAD dar." (br, derStandard.at, 19.12.2012)

  • Dieses Jahr darf Bing Maps gemeinsam mit NORAD den Weg des Weihnachtsmanns verfolgen.
    screenshot: red

    Dieses Jahr darf Bing Maps gemeinsam mit NORAD den Weg des Weihnachtsmanns verfolgen.

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