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Strauss-Kahns Antrag auf Einstellung des Verfahrens wegen organisierter Zuhälterei wurde nicht stattgegeben.
Lille - Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss wegen seiner Beteiligung an Sex-Partys mit Prostituierten weiter mit einem Prozess rechnen. Ein Berufungsgericht im nordfranzösischen Douai wies am Mittwoch einen Antrag des 63-Jährigen auf Einstellung des Anklageverfahrens wegen bandenmäßiger Zuhälterei ab. Das bestätigten Anwälte nach Angaben des französischen Nachrichtensenders BFM TV.
Bei dem Verfahren geht es um Sex-Partys in Paris, Brüssel und Washington, an denen neben Strauss-Kahn auch ranghohe Polizisten und Geschäftsmänner teilgenommen hatten. Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die Teilnahme eingeräumt.
"DSK", wie Strauss-Kahn in Frankreich genannt wird, will aber nicht gewusst haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte. Er will das gesamte Verfahren für null und nichtig erklären lassen. Seine Anwälte kündigten in einer Erklärung an, dass sie nun Beschwerde beim französischen Kassationsgerichtshof einlegen werden.
"DSK" will damit das letzte Kapitel in einer ganzen Reihe von Justizverfahren in den USA und Frankreich wegen Sex-Vorwürfen gegen ihn ad acta legen. Zuletzt hatte er im Zivilverfahren in den USA wegen den Vergewaltigungsvorwürfen eines Hotel-Zimmermädchens in New York eine außergerichtliche Einigung erzielt. Er zahlt der Frau eine hohe Summe.
Das Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der "organisierten Zuhälterei" in der Affäre um einen Callgirl-Ring läuft gegen Strauss-Kahn seit März in Frankreich. Sollte er angeklagt werden, dann drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Strauss-Kahn bestreitet nicht, an den freizügigen Sex-Partys in Luxushotels in den Jahren 2009, 2010 und 2011 teilgenommen zu haben, die von Geschäftsmännern bezahlt wurden. Er weist aber die Beschuldigung zurück, er habe die Partys mit Prostituierten selbst mitorganisiert. (APA, 19.12.2012)
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Auf Beteiligung an Zuhälterei stehen in Frankreich bis zu 20 Jahre Haft, für Beihilfe zur Veruntreuung von Firmengeldern drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis.
Sprich, wenn eine Firma diese Prostitutionspartys bezahlt haben sollte, war das illegal und DSK machte sich der Beihilfe schuldig.
Ein Finanzpolitiker wie Sttrauß-Kahn wird sich da eher nicht rausreden können.
Der musste die Gesetze seines Landes, das er ja regieren wollte, gut kennen.
NATO wieder ohne Frankreich! Zu schön um geduldet zu werden! Europa souverän. Die Zukunft Eurasiens wäre mit DSK höchstwahrscheinlich völlig anders verlaufen als mit den US Gezüchten Sarkozy, Hollande, Merkel, Berlusconi usw. Da musste man die Notbremse, bequemerweise über einen lange bekannten "Wesenszug" DSK's, ziehen. Vorher, vor seiner möglichen Bewerbung für das Amt des Präsidenten, hat das niemand gestört. Für die Moralisten hier- die Kennedys werden doch heute noch immer hoch geehrt?! Und die haben ihr Vermögen doch auch zu Zeiten der Prohibition angehäuft- nur etwas eleganter als Capone!
Früher: Könige und Kaiser mit ihren Speichelleckern
Heute: Politiker/Großindustrielle mit ihren Speichelleckern
Jede Revolution / "Änderung" bringt nur eine neue kriminelle Unterschicht nach oben ...
Zum Glück Frankreichs war sein Werk in New York aufgeflogen und er zahlte 4,6 Millionen € an das Zimmermädchen. So Ein Mensch kann einfach nicht an der Spitze im Machtzentum der EU stehen. Er muss nicht gläubig sein in einem sekularen Staat wie Frankreich um regieren zu können. Aber eine Moralstandard wie er hat ist unter jeder Kritik, jede Sozi bei uns hat ein bessere Lebensführung.
Pardon, bin nicht vollständig ihrer Meinung. DSK wäre als Präsident eine politische Persönlichkeit mit grosser Gestaltungskraft und als solche für Europa ungemein wichtig gewesen.
Denn eines kann ihm niemand absprechen: seine enorme fachliche Kompetenz. Davon gibt es in Europa nicht viele.
Millarden Frauen weltweit
sind nicht begeistert bei dem Gedanken,
an einen französischen Sttaatspräsidenten, der derart triebgesteuert über Frauen herfällt!
Bzw. der zwar kompetent genug sei, eine Weltmacht zu regieren, aber Prostitution bzw. seinen Anteil daran, nicht erkennt.
Fachkompetenz alleine reicht für höhere Positionen nicht. Wer sich zu preisintensiven Events von Geschäftsleuten einladen lässt, kann seine öffentliche Position nicht mehr der erforderlichen Objektivität ausüben bzw. wird ihm eine solche nicht mehr "zugetraut".
Der Staatsdienst muß zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist (Cicero, De re publica).
Gerade zu einem Präsidenten/einer "politischen Persönlichkeit gehört nicht nur die "fachliche Kompetenz", sondern auch ein Mindestmaß an "moralisch-ethischer Grundausstattung"!
Wobei seine "enorme fachliche Kompetenz" durchaus diskussionwürdig ist.
Ich persönlich halte von Männern nichts, welche für Sex bezahlen (müssen)!
Es geht aber im Falle von DSK auch nicht darum, ob er die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen hat, sondern um den Vorwurf der Vergewaltigung und der Organisatioin von Sexparties!
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