US-Waffenlobby gibt sich "schockiert"

19. Dezember 2012, 10:16

NRA will zum Verhindern weiterer Taten beitragen - Obama für Verbot von Sturmgewehren - Weitere Kinder beerdigt

Newtown (Connecticut)/Washington - Vier Tage nach dem Amoklauf an einer amerikanischen Volksschule mit 27 Toten hat sich die US-Waffenlobby mit einer kurzen Stellungnahme zu Wort gemeldet. Sie sei "schockiert, traurig und todunglücklich" über die "schrecklichen und sinnlosen Morde", schrieb die National Rifle Association NRA. Die Debatte um strengere Waffengesetze in den USA reißt unterdessen nicht ab. Präsident Barack Obama sprach sich für ein Verbot von Sturmgewehren aus.

Sie habe sich aus Respekt vor den Angehörigen der Toten und ihrer Trauer nicht zuvor äußern wollen, versuchte die NRA ihr langes Schweigen zu erklären. Zugleich meinte die NRA, sie wolle dazu beitragen, dass sich solche Morde nicht wiederholten. Allerdings sagte die Organisation nicht, welche möglichen Schritte sie damit konkret im Auge habe. Wörtlich heißt es in der Erklärung: "Die NRA ist bereit, sinnvolle Beiträge zu leisten, um zu helfen, dass so etwas niemals mehr geschieht."

Bisher alle Gesetzesreformen verhindert

Die NRA tritt seit Jahrzehnten strikt für das Recht auf Waffentragen in den USA ein. Sie kämpfte bisher auch energisch gegen alle Versuche, strengere Waffengesetze einzuführen.

Unterdessen wächst in den USA die Unterstützung für eine schärfere Waffenkontrolle. Präsident Barack Obama bekräftigte seine Forderung nach einem Verbot von Sturmgewehren. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein kündigte für Jänner einen Gesetzesvorstoß für ein Verbot von Sturmgewehren an. Der Amokläufer von Newtown hatte eine solche Waffe benutzt.

Obama würde Feinsteins Gesetzesinitiative unterstützen, sagte sein Sprecher Jay Carney im Weißen Haus. Der Präsident befürworte eine striktere Überprüfung der Käufer beim Erwerb von Waffen. Nach Meinung Obamas ist es aber mit strengeren Gesetzen allein nicht getan, sagte Carney.

Indes wurden weitere Kinder in Newtown und Umgebung zu Grabe getragen. Die meisten Kinder und Jugendlichen in der Kleinstadt gingen am Dienstag wieder in die Schule. Nur die Überlebenden des Massakers an der Sandy-Hook-Volksschule blieben weiter zuhause.

Das Rätselraten über die Motive des 20-jährigen Täters Adam Lanza hält weiter an. Er hatte am Freitag in einer Schule 20 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren sowie sechs Erwachsene erschossen. Danach tötete er nach Angaben der Polizei sich selbst. Auch die Mutter des Täters wurde umgebracht. (APA, 19.12.2012)

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Ein Plan?

Langsam geht das entwaffnen der Ami Bevölkerung auf, ich will nicht sagen das sie nicht verboten gehören aber dahinter stecken GANZ andere gründe. Jeder der bissi brain hat wird schnell merken was gemeint ist!

Weltuntergang!!!1

Nein? Der US-Präsident ist ein von Aliens programmierter Roboter, der damit eine Invasion vorbereiten soll? Auch nicht? Ich geb's auf. Sagen Sie's mir.

"NRA will zum Verhindern weiterer Taten beitragen"

Das Einzige, was die NRA verhindern will, ist, dass irgendetwas geändert werde an der aktuellen Gesetzgebung.

Mehr Waffen schaffen mehr potentielle Gewalttäter, die sie verwenden.

Ich habe unheimlichen Respekt vor Waffen und deshalb kommt mir keine ins Haus.

Von erwiesenen Studien wie zB Gewaltspirale will ich ja im Detail gar nicht sprechen!

wussten sie schon,...

... dass die geburtenrate im burgenland bereits positv mit der storchenpopulation korreliert hatte?

und sowieso, ist der löffel/gabel schuld, wenn jemand fett ist,...

Stellen wir uns einmal vor jeder hätte eine Waffe ständig bei sich. Wäre dann die Welt ein sicherer Ort? Man müsste sich jedes mal in der Öffentlichkeit ängstigen, dass irgendwer wegen einer Kleinigkeit, vl. betrunken oder unter Drogeneinfluss seine Waffe zückt. Eine lückenlose Kontrolle des Waffenbesitzes ist bei einer so großen Zahl realistischerweise unmöglich. Kriminelle vor die wir uns schützen wollen wären erst recht bist auf die Zähne bewaffnet, es gäbe ein Wettrüsten. Und selbst wenn es eine objektiv sicherere Welt wäre, zu welchen Preis? Angst und Paranoia wären unsere ständigen Begleiter. Ist eine solche Welt wirklich erstrebenswert?!

Wenn ich hier aus dem Fenster

in den verschneiten tiefen Wald schaue, dann sind von meinen 7 näheren Nachbarn definitiv 6 legalbewaffnet und von dem einen Zuagroasten weiß ich es nicht, vermute es aber auch.

Wenn ich mir in der Früh beim Greissler frische Semmel hole, dann kann ich davon ausgehen, dass die anderen 5 Semmelholer in ihren grünenund dreckigen Geländeautos auch bewaffnet sind. Da haben Waffen eben die Erotik und die Selbstverständlichkeit eines Gartenheindls.

Für gewisse urbane Kreise ist das aber so schwer verständlich wie das Faktum, dass Kühe nie lila sind.

Wie sollen die dann die an Bevölkerung und Fläche riesigen USA begreifen?

25.000 Polizisten laufen täglich mit einer Waffe rum. Das sind keine Übermenschen sondern ganz normale Menschen wie ich und du.
Auch gibt es einige zehntausend Österrreicher die einen Waffenpass haben uns damit berechtigt sind, ständig eine Waffe mit sich zu führen. Das sind meist besonders gefährdete Personen wie Anwälte, Richter, Taxler, Geldtransporter oder auch Jäger (Jagdschutzpersonal).

Haben Sie jetzt Angst ? Ich nicht. Denn wenn mich wirklich mal in Junkey mit dem Messer ritzen will um an mein Geld zu kommen, ist zu 99% kein Polizist oder Waffenpassinhaber in der Nähe der mir Hilft. Dafür ist jeder für sich selbst verantwortlich.

es ist ein Unterschied ob man einen Waffenschein oder Jagdschein besitzt. Ein Jäger darf bestimmt nicht in der öffentlichkeine eine Waffe tragen

Er darf!

Der Jagdschein ist der Waffenpass für Jagdgewehre.

Wenn der ritzen will, dann hast Du mit der Wumme eh keine Meter mehr. Unter 8 Meter bist Du zu langsam, wer vor 8 Meter zueckt... da kannst davon rennen auch...

Viele legen es halt aufs ballern an...

Das stimmt allerdings - bei einem unangekündigten Angriff auf kurze Distanz sind Stichwaffen wesentlich gefährlicher als Schusswaffen. Weder wird die gesamte Umgebung auf das eben verübte Verbrechen aufmerksam, noch hat man großartige Chancen sich zu wehren. Und die Letalität von Stichwunden (im Vergleich zu Schusswunden aus Faustfeuerwaffen) ist ebenfalls um Welten höher, als von Laien gemeinhin angenommen wird.

Allerdings unterstreicht das lediglich wieder mal, wie Absurd die ganze Diskussion um strengere Waffengesetze und Verbote von Schusswaffen eigentlich ist. Wenn man sich gar so sehr vor all seinen Mitmenschen fürchtet, müsste man als erstes Küchenmesser verbieten und alle zum täglichen Suppen-essen verpflichten.

Ein völliges Verbot ist meiner Meinung nach genau so verkehrt wie eine völlige Liberalisierung. Es gilt einen gesunden Mittelweg zu finden. Zumindest in Österreich halte ich das geltende Waffenbesitzrecht weitgehend für ausreichend. Es ging mir eher darum darzulegen, dass eine Liberalisierung, wie von manchen hier gefordert, nach dem Motto, wenn jeder eine Waffe hat wird es sicherer, zu hinterfragen. Solche Vorfälle wie jetzt in den USA wird man nie ganz verhindern können, aber man kann ihre Wahrscheinlichkeit verringern. Das Recht auf jedermanns Leben, sollte einfach über dem Recht auf eine Waffe stehen.

Warum nahezu alle Menschen die sich intensiv mit der Thematik beschäftigt haben eine Liberalisierung des Waffenrechts fordern liegt einfach daran, dass die empirischen Beobachtungen der letzten Jahrzehnte gezeigt haben, dass durch ein mehr an legalen Waffen in privat Hand, gerade jenes Recht auf Leben (Freiheit, Eigentum und körperliche Unversehrtheit) gestärkt wird, sowie Verbote genau die gegenteilige Wirkung haben.

Das Recht auf Leben ist ein Menschenrecht das nicht zur Diskussion steht. Sie sitzen aber einem Trugschluss auf, wenn sie annehmen dass z.B. mein Recht eine Waffe zu tragen, irgendeinen Einfluss auf Ihr Recht zu leben hat. Einzig mein Recht auf Leben (nämlich dieses im Ernstfall zu verteidigen) wird dadurch gestärkt.

Meiner Meinung nach liegt Ihr Irrtum dabei darin begründet, dass Sie annehmen, dass jeder Waffenbesitzer gewissenhaft und mit größter Sorgfalt hantiert und es keinen Missbrauch und keine Unfälle gibt. Die Realität zeigt jedoch das dem nicht so ist. Der Schluss ist naheliegend: Mehr Waffen im Umlauf führt zu einer größeren Anzahl an Zwischenfällen.
Umgekehrt wird jeder Einbrecher zBsp. automatisch auch bewaffnet sein, da er natürlich auch sein Leben schützen will bei seiner Tätigkeit. Dadurch kommt es fast automatisch auch zu Situationen bei denen Kriminelle dann auch die größere Routine und den Überraschungsmoment auf seiner Seite haben. Den Schutz Ihres Lebens durch eine mitgeführte Waffe sehe ich in den meisten Fällen einfach nicht gegebe

Das mit den immer schwerer bewaffneten Einbrechern ist übrigens ebenfalls Unsinn und empirisch einfach nicht haltbar. Die Statistiken zeigen, dass in allen Regionen in welche das Waffenrecht liberalisiert wurde, die Kriminalität ausnahmslos rückgängig ist. Umgekehrt steigt sie in besonders restriktiven Gegenden extrem an.

Kriminelle sind selten auf Konfrontation aus - die wollen möglichst wehrlose Opfer. Ist mit Gegenwehr zu rechnen, sucht man sich ein anderes Ziel anstatt für einen Einbruch aufzurüsten und dabei sein Leben zu riskieren. Auch will ein Einbrecher niemanden überraschen - sonst reden wir da von einem Raub, der aber bereits per Definition gewaltsam ist.

Wenn Waffen gar so nutzlos sind, warum führt die Polizei dann welche?

Wo habe ich das denn bitte behauptet? Unfälle und Missbrauch wird es immer geben - je mehr von etwas im Umlauf ist, desto mehr "passiert" auch damit. Das ist ganz logisch.

Allerdings stimmt "ihre" Verhältnismäßigkeit einfach nicht. Mit Schusswaffen passiert in Relation zur Menge quasi nichts, weil jeder weiß wie gefährlich der falsche Umgang damit ist. Im Gegensatz zu den abertausenden Toten im Straßenverkehr, beim Sport, Kinder die sich durch unachtsam aufbewahrte Medikamente und Putzmittel vergiften, etc. - das alles fordert um Größenordnungen mehr Menschenleben.

Österreich ist in Sachen Waffendichte international ganz vorne dabei - haben wir die gleichen Probleme wie die USA? Hat die Schweiz die Probleme der USA? Finnland? Schweden?

Eh, ...

... solange der Junkie dann nicht mit er Puffen kommt, die er sich ja dann viel leichter beschaffen kann, ist ja alles in Ordnung. *kopfschüttel*

Bitte besorgen Sie sich einen anderen Nick - das ist eine Beleidigung für den Herrn Adams.

Stimmt und obwohl es sich dabei um ausgebildete Leute handelt die nur im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit (also nicht immer) eine Waffe tragen (müssen) und einen verschwindend geringen Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen, kommt es dennoch oft genug zu Zwischenfällen. Wie wäre es erst mit 100 mal so vielen Waffen die allgegenwärtig im Umlauf wären?
Dass die genannten Berufgruppen bewaffnet sein müssen ist ein notwendiges Übel und bereitet mir auch kein Kopfzerbrechen, das alternative Szenario hingegen schon.

Ich muss dazusagen: ich halte nichts davon, dass man in Österreich das mitführen von Waffen liberalisieren sollte. Den bei uns üblichen Angriffen kann man auch mit nicht lethalen Hilfsmitteln wie Pfefferspray entgegenwirken. Eine Liberalisierung würde tatsächlich mehr Gefahren bringen (Notwehrüberschreitungen, Unfälle usw).
Ich stelle mich aber gegen die üblich gewordene Praxis, grundlos eine Minderheit anzugreifen, zu kriminalisieren oder zu Diskriminieren und gegen unnütze Waffenrechtsverschärfungen da wir ein gut funktionierendens und bewährtes System haben.

Ich wuerde die Munition sowas von teuer machen, dass sich das nie auszahlt. Sagen wir 150 euro pro schuss, dann erledigt sich das von selbst. Viele sind das eh nicht wert.

In Österreich sterben jährlich 200x mehr Menschen im Straßenverkehr als an legalen Schusswaffen.

- Warum gibts noch keinen 100èr auf Autobahnen ?
- Warum gibts keine 0,0 Promille beim Autofahren (wie in CZ) ?
- Warum wird noch kein AlkoLock im Auto vorgeschrieben ?
- Warum fahren knapp 100jährige noch fleissig herum ?

Zum Leben retten gäbe es mehr als genug Möglichkeiten. Nur stürzen sich die meisten auf Bereiche, von denen Sie nicht tangiert werden.
Wie beispielsweise Küchenmesser: 12x mehr Morde werden mit Messern begangen. Nur interessiert das keinen da jeder in der Früh sein Brot schmieren muss.
Deshalb prügelt man auf eine kleine Minderheit ein, die nachweislich sogar zu den zuverlässigsten Mitbürgern gehören.

Ich denke, Schusswaffen haben im Gegensatz zu Kuechenmesser und Auto nur einen einzigen Zweck... :)

Und viele kaufen sich den Dreck nur weils geil ist. Reine Penisverlaengerung, sonst gar nichts.
Viele meiner Kollegen wuerden mit dem Job gar nicht zurecht kommen, wenn sie die Wumme nicht am Guertel haetten...

Küchenmesser ...

... können wir nicht los werden, Autos auch nicht (die von Ihnen genannten Vorschläge lassen sich entweder leicht umgehen oder sind einfach nicht praktikabel - bzw. fahren Sie mal von Wien nach Salzburg, meistens dürfen Sie eh nicht schneller als mit 100 km/h unterwegs sein).

Bei Waffen - it's easy as pie. Die haben nämlich für einen Normalbürger keinen Nutzen.

Die haben nämlich für einen Normalbürger keinen Nutzen.

Für über 100.000 Jägern, ein paar Hundertausend Sportschützen und Sammler sowie ein paar Hunderttausend die eine Waffe zum Selbstschutz bereithalten haben die aber schon einen Nutzen.
Und eine Minderheit grundlos zu kriminalisieren und diskriminieren gehört nicht ins 21 Jht.

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