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Wien/Graz - Jener Verdächtige, der am Dienstag in einem Waggon der Wiener U-Bahnlinie U6 eine 23-jährige Frau niedergeschlagen, bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und anschließend vergewaltigt haben soll, ist in der Nacht auf Mittwoch in Graz festgenommen worden. Ein Zeuge, der ein Fahndungsfoto auf derStandard.at gesehen hatte, habe den Mann auf dem Jakominiplatz erkannt, sagte der Wiener Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Das Opfer habe das Spital verlassen können.
"Es handelt sich eindeutig um den Täter", sagte Keiblinger. Der Mann sei in das Polizeianhaltezentrum Graz gebracht worden und solle im Laufe des Tages nach Wien überstellt werden. Dort werde er von Beamten des Landeskriminalamts einvernommen.
Die Wiener Linien wollen infolge des Vorfalls den Ausbau der Videoüberwachung in den Zügen forcieren. Drei Viertel aller Garnituren sind bereits mit Kameras ausgerüstet. "Der Rest soll so rasch wie möglich folgen", sagte ein Sprecher der Verkehrsbetriebe am Mittwoch.
Dass die Videoüberwachung sinnvoll sei, habe sich auch jetzt wieder gezeigt: Schon eine halbe Stunde nach der Anzeige sei das Foto bei der Polizei gewesen, die den Mann auch sofort identifiziert habe. Auch an die in den Öffis tätigen Kontrollore habe man Fahndungsbilder ausgegeben, berichtete der Sprecher. An die Fahrgäste appellierten die Wiener Linien, die Sicherheitseinrichtungen zu nutzen, sobald sie etwas Verdächtiges beobachten.
Sobald der Notruf betätigt wird, können die Stationsaufsichten das Geschehen, das die 1.500 Kameras aufzeichnen, direkt mitverfolgt. In den Zügen dagegen ist das laut Wiener Linien aus technischen Gründen nicht möglich. Dort werde zwar permanent aufgenommen, es gebe jedoch keine Sender, die Livebilder ermöglichen würden.
Die Bilder aus den Wiener Öffi-Garnituren werden üblicherweise nach 48 Stunden wieder gelöscht. Inzwischen sind nicht nur drei von vier U-Bahn-Zügen mit Kameras ausgerüstet, sondern auch ein Teil der Wiener Straßenbahnen. (APA, 19.12.2012)
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