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Wien - Die Wiener Börse hat am Mittwoch bei hohem Volumen an seine gestrigen Kursgewinne anknüpfen können und erneut im grünen Bereich geschlossen. Auch das europäische Umfeld konnte zur Wochenmitte zulegen.
Der ATX stieg 22,69 Punkte oder 0,94 Prozent auf 2.427,37 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sieben Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.420 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,00 Prozent, DAX/Frankfurt +0,25 Prozent, FTSE/London +0,42 Prozent und CAC-40/Paris +0,44 Prozent.
Die anhaltende Zuversicht der Anleger, dass eine baldige Lösung im US-Budgetstreit gefunden werden könne, sowie positive Nachrichten zu Griechenland sorgten bereits im Frühhandel für Auftrieb. Am Dienstagabend hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit des Landes um sechs Stufen auf B- angehoben.
Am Vormittag kamen zudem positive Impulse von der Konjunkturfront. Der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember um 1,0 auf 102,4 Punkte. Das Barometer hellte sich damit den zweiten Monat in Folge auf.
Ganz oben auf der Kurstafel waren Industriewerte zu finden. So setzten sich Wienerberger mit plus 3,18 Prozent auf 7,01 Euro an die Spitze des prime market. Gesucht waren außerdem RHI (plus 2,59 Prozent) und Andritz (plus 2,00 Prozent).
In den Blickpunkt rückten die Papiere der voestalpine, nachdem der Stahl- und Technologiekonzern seine neue Konzernstrategie bekannt gegeben hatte: Bis 2020 soll der Umsatz bei gleichbleibender Profitabilität von zuletzt 12,1 Mrd. Euro auf 20 Mrd. Euro wachsen. Überdies hat Voest-Chef Wolfgang Eder angekündigt, mehr als 500 Mio. Euro in Nordamerika investieren zu wollen. Im Zuge der Expansion soll auch beim Personal deutlich aufgestockt werden. Zu den derzeit über 46.000 Mitarbeitern sollen bis 2020 rund 15.000 hinzukommen.
Darüber hinaus haben die Analysten von JP Morgan ihr Kursziel für die Aktien der voestalpine von 29,0 auf 34,0 Euro erhöht. Die Kaufempfehlung "Overweight" wurde bestätigt. Die Papiere gingen mit einem Plus von 0,62 Prozent auf 27,44 Euro aus dem Handel.
Neue Analystenempfehlungen gab es auch zur CA Immo (minus 0,43 Prozent auf 10,35 Euro). Die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Anlageempfehlung für die Immobilien-Papiere von "Hold" auf "Buy" nach oben geschraubt. Das Kursziel liegt bei 12,70 Euro.
Indessen haben die Spezialisten der Erste Group ihr Votum für die Anteilsscheine der Strabag von "Reduce" auf "Sell" reduziert. Das Kursziel blieb unverändert bei 17,20 Euro. Strabag gaben 0,54 Prozent auf 20,31 Euro ab. (APA, 19.12.2012)
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